Cysarz, Herbert

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Herbert Cysarz (Lebensrune.png 29. Januar 1896 in Oderberg, Österreich-Ungarn; Todesrune.png 1. Januar 1985 in München) war ein deutscher Germanist, Geisteswissenschaftler und Hochschullehrer. Er zählt zu den bedeutendsten Kennern der deutschen Barock-Literatur.

Leben

Herbert Cysarz wurde am 29. Januar 1896 zu Oderberg als Sohn einer Kaufmannsfamilie geboren. Ahnen und Urahnen stammen ebenfalls sämtlich aus dem ehemaligen österreichischen und preußischen Schlesien. Obwohl es in seiner Familie Tradition war, daß die männlichen Nachkommen Kaufleute wurden, wählte er doch einen anderen Beruf: den des Universitätsprofessors. Nach dem üblichen Bildungsweg besuchte er die Hohe Schule zu Wien, wo er 1914 unter Adolf Stöhr mit philosophischen Studien begann. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges rief dann den jungen Studenten an die Front; doch 1916 wurde er durch eine Mine aufs schwerste verwundet und mußte in die Heimat zurückkehren.

Nach der Genesung setzte er seine Studien fort und erlangte 1919 an der Universität Wien mit einer geistesgeschichtlichen Arbeit über „Erfahrungen und Idee“ – für die er zwei Jahre später wegen ihrer ungewöhnlichen Bedeutung mit dem Scherer-Preis ausgezeichnet wurde – die Doktorwürde. Im Jahre 1922 habilitierte sich der junge Gelehrte schließlich als Privatdozent an der Wiener Universität, um dann acht Jahre später die Berufung an die Prager Deutsche Universität anzunehmen.[1]

Auszeichnungen

Siehe auch

Schriften (Auswahl)

  • Erfahrung und Idee. Probleme und Lebensformen der deutschen Literatur von Hamann bis Hegel. Wien/Leipzig 1921.
  • Deutsche Barockdichtung. Renaissance, Barock, Rokoko. Leipzig 1924.
  • Literaturgeschichte als Geisteswissenschaft. Kritik und System. Halle 1926.
  • Von Schiller zu Nietzsche. Halle 1928.
  • Zur Geistesgeschichte des Weltkriegs. Die dichterischen Wandlungen des deutschen Kriegsbilds 1910–1930. Halle 1931.
  • Schiller. Halle 1934.
  • Dichtung im Daseinskampf. Fünf Vorträge. Karlsbad-Leipzig 1935.
  • Deutsches Barock in der Lyrik. Leipzig 1936.
  • Das Unsterbliche. Die Gesetzlichkeiten und das Gesetz der Geschichte. Halle 1940.
  • Schicksal / Ehre / Heil. Drei Begegnungen des Menschen mit dem Weltgesetz. Weimar 1942.
  • Sieben Wesensbildnisse. Brünn-München-Wien 1943.
  • Das Schöpferische. Die natürlich-geschichtliche Schaffensordnung der Geschichte. Halle 1943.
  • Das seiende Sein. Geistes- und gesamtwissenschaftliche Letztfragen. Wien/Zürich 1948.
  • Jenseits von Links und Rechts. Wien 1949.
  • Neumond des Geistes. Dreimal Anklage und Verteidigung. Wien 1950.
  • Der Untergang der Neuzeit – und der Aufgang wessen? Frankfurt 1953.
  • Neumond. Roman, Stuttgart 1953.
  • Das deutsche Nationalbewußtsein. Gegenwart, Geschichte, Neuordnung. München 1961.
  • Prag im deutschen Geistesleben. Mannheim/Sandhofen 1961.
  • Deutsches Geistesleben der Gegenwart. München 1965.
  • Arkadien. Roman, Bodman/Bodensee 1967.
  • Evidenzprobleme. Quellen und Weisen menschlicher Gewißheit. Berlin 1971.
  • Waren die Nationalitätenfragen der Sudetenländer lösbar? Blicke durch das 19. und 20. Jahrhundert. München 1973.
  • Vielfelderwirtschaft. Ein Werk- und Lebensbericht. Bodman/Bodensee 1976. (erweiterte 2. Auflage: 1980)

Fußnoten

  1. Friedrich Heinz Beyer: Ostdeutsche Monatshefte, August 1938