Juden in Berlin
Seit 1671 siedelten sich Juden in Berlin an. Mit der königlichen Anordnung vom 11. März 1812 erhielt ein Großteil der in dem Land lebenden Juden das Bürgerrecht. Insbesondere durch den Zuzug von Juden aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wuchs die Zahl der Juden in Berlin seit 1990 stark an.
Inhaltsverzeichnis
Juden im Berliner Scheunenviertel (1930er Jahre)
Wirken
Das jüdische Leben in Berlin und Brandenburg erlebt derzeit eine Blüte: Laut der „American Jewish Committee“ ist Berlin die weltweit am schnellsten wachsende Gemeinde, das größte jüdische Familien- und Bildungszentrum der Republik befindet sich seit September 2007 in der Hauptstadt – und auch die größte Synagoge der BRD befindet sich in Berlin.
In Berlin lebten 2006 rund 1.500 aus dem Kaukasus stammende sephardische Juden und 2010 etwa 7.000 Israelis.[1]
Finanzen
Seit 1994 erhält die jüdische Gemeinde Berlin laut Staatsvertrag öffentliche Förderung.
1946 wurde die Jüdische Gemeinde zu Berlin offiziell neu gegründet. Im Hinterhof der Joachimstaler Straße 13 – im selben Haus, wo auch die orthodoxe Synagoge ihren Platz fand – entstand ein Kindergarten. Eine eigene jüdische Schule gab es damals noch nicht. Doch fast alle jüdischen Kinder aus den West-Sektoren besuchten die selbe Schule in Berlin-Wilmersdorf.
Erst 1986 wurde die jüdische Grundschule eingeweiht, die heute nach Heinz Galinski benannt ist. 1993 folgte das Jüdische Gymnasium. Doch schon viel früher verfügte die Berliner Jüdische Gemeinde über eine Infrastruktur, um die bis heute viele Juden in Kleinstädten beneiden. 1959 wurde das Gemeindehaus in der Fasanenstraße eingeweiht, 1962 die Jüdische Volkshochschule wiedereröffnet.
Jüdische Gemeinden in Berlin
Die Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Berlin:
- April 1949 bis 1992: Heinz Galinski
- 1992 bis Juni 1997: Jerzy Kanal
- Juni 1997 bis Mai 2001: Andreas Nachama
- Mai 2001 bis Januar 2004: Alexander Brenner
- Januar 2004 bis November 2005: Albert Meyer
- November 2005 bis Januar 2008: Gideon Joffe
- Januar 2008 bis Februar 2012: Lala Süsskind
- Februar 2012: Gideon Joffe
Gemeinde Chabad Lubawitsch [2]









