Klopp, Jürgen

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Jürgen Klopp

Jürgen Norbert Klopp (Lebensrune.png 16. Juni 1967 in Stuttgart) ist ein deutscher Übungsleiter und ehemaliger Fußballspieler. Er steht bis 2022 beim FC Liverpool unter Vertrag.

Familie

Jürgen Klopp ist der Sohn von Elisabeth und Norbert Klopp. Sein Vater war begeisterter Sportler und im Außendienst tätig. Er hat zwei ältere Schwestern, Isolde und Stefanie. Seinen Vater beschreibt Klopp als streng und mit einem unbändigen Willen ausgestattet; seine Mutter als sehr fürsorgliche, typisch schwäbische Mutter.[1] Im Alter von 68 Jahren erlag sein Vater einem Krebsleiden.[2]

Ausbildung

Klopp ist diplomierter Sportwissenschaftler. Erst 2004 erwarb er die Lizenz als Übungsleiter für professionellen Fußball, nachdem er vorher nur mit der sogenannten A-Lizenz ausgestattet gewesen war.

Karriere als Fußballer

Klopp spielte in der Jugend und im Amateurbereich in seinem Heimatort, Ergenzingen, Pforzheim und bei Eintracht Frankfurt. Ab 1990 spielte er für den FSV Mainz 05. Bis 2001 absolvierte er 325 Spiele in der Zweiten Bundesliga und erzielte dabei 52 Tore. Danach beendete er seine Laufbahn als Fußballspieler. Er ist bis heute Rekordspieler von Mainz 05 in der 2. Bundesliga.

Spielstil

Klopp war ein eher unbegabter Spieler, der allerdings durch seinen Einsatzwillen und seine Begeisterung für das Spiel technische Unzulänglichkeiten ausglich. Klopp selber bezeichnet sich mit Selbstironie als „technisch limitierten Kicker“.[3] Er verfügte aber über eine hohe Spielintelligenz, die er aufgrund seines fehlenden Talents nicht umsetzen konnte. Er war auf nahezu allen Positionen einsetzbar,[4] wurde aber überwiegend als Abwehrspieler eingesetzt.

Laufbahn als Übungsleiter

FSV Mainz 05

Von 2001 bis 2008 trainierte er die erste Mannschaft des 1. FSV Mainz 05, nachdem sich der Manager Christian Heidel von dem damaligen Trainer trennen wollte und Klopp zur Übernahme des Amtes bewegte.[5]

Klopp verhinderte den Abstieg aus der 2. Bundesiga und verpaßte danach mehrfach knapp den Aufstieg in die Fußballbundesliga; 2002 fehlte der Mannschaft ein Punkt, 2003 entschied die um ein Tor schlechtere Tordifferenz. Klopp gelang der Aufstieg schließlich 2004, wobei Mainz dann zwei Spielzeiten in der 1. Bundesliga verblieb, bevor der Verein wieder in die 2. Bundesliga abstieg. Nachdem der Wiederaufstieg mißlungen war, beendete Klopp seine Trainertätigkeit in Mainz im Jahr 2008. Danach war er kurz als Übungsleiter des FC Bayern München im Gespräch und wurde von Uli Hoeneß kontaktiert.[6]

Borussia Dortmund

Klopp wurde durch Hans-Joachim Watzke als Übungsleiter von Borussia Dortmund verpflichtet und trat sein Amt am 1. Juli 2008 an. Durch die finanziellen Verfehlungen des Vereins mußte Klopp die Mannschaft neu aufbauen und überwiegend mit jungen Spielern arbeiten, die er zu Profis aufbauen sollte. Er erreichte 2009 den sechsten und 2010 den fünften Tabellenplatz, wobei er die Mannschaft nach und nach im Sinne seiner Vorstellungen umbaute. Er entwickelte einen aggressiven Spielstil, der sich am FC Barcelona orientiert und auf Balleroberung nach eigenem Ballverlust basiert.[7]

Meisterschaften 2011, 2012

Nachdem er die Mannschaft in seinem Sinne entwickelt und sie dabei auf den neuen Spielstil eingeschworen hatte, errang der BVB 2011 und 2012 die Meisterschaft in der Fußballbundesliga. Dazu gewann Klopp 2012 den DFB-Pokal, wobei seine Mannschaft den FC Bayern im Endspiel mit 5:2 besiegte.

Erfolge
  • BRD-Meister 2011, 2012
  • DFB-Pokalsieger 2012
  • Finale der Champions-League 2013
  • Sieger des DFL-Superpokals 2013, 2014

Rücktritt beim BVB

Am 15. April 2015 wurde bekannt, daß Klopp Hans-Joachim Watzke um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum 30. Juni 2015 gebeten hat. Dieser Bitte wurde entsprochen.[8] In Dortmund hatte Klopp einen Vertrag bis 2018.

FC Liverpool

Klopp unterschrieb am 8. Oktober 2015 in Liverpool einen Vertrag über drei Jahre: „Von morgen an werde ich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche ein Liverpool-Mann sein“. Bereits vorher hatten sich die Anhänger des FC Liverpool mit großer Mehrheit für Klopp als Nachfolger des entlassenen Brendan Rogers ausgesprochen. Er wurde offiziell am Freitag, dem 9. Oktober 2015, vorgestellt.[9]

Erfolge

  • Finale der UEFA-Champions-League 2018
  • Gewinn der Champions-League 2019

Persönlichkeit

Klopp gilt spätestens nach den Meisterschaften als überragender deutscher Fußballehrer und exzellenter Entwicklungsübungsleiter junger Spieler. Er ist ein starker Kommunikator, womit er für einen außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb seiner Mannschaft sorgt.[10]

Klopp verfügt über außergewöhnliches taktisches Verständnis, wobei er die Spielausrichtung nicht alleine festlegt, sondern diese maßgeblich von seinen Assistenten Peter Krawietz und Zeljko Buvac mitbestimmt wird. Seine Assistenten bezeichnet er im Zusammenspiel der Trainerkräfte als „Auge“ und „Gehirn“, die ihre Fähigkeiten ohne Eitelkeiten zum gemeinsamen Erfolg der Mannschaft bereitstellen.[11][12] Bei seinen Spielern legt er großen Wert auf gute charakterliche Eigenschaften, die er im Zweifel höher einschätzt als die spielerischen Fähigkeiten.

In Spielen der Fußballbundesliga wurde er schon mehrfach wegen seiner exzessiven Gefühlsausbrüche an der Seitenlinie bestraft; er zahlte mehrfach vierstellige Summen als Disziplinarstrafen.[13]

Sonstiges

Klopp wird häufig als möglicher Nachfolger von Joachim Löw genannt; nach den erfolgreichen Spielen des BVB in der Spielzeit 2012/13 in der Champions-League wird er auch international als Spitzenübungsleiter wahrgenommen.[14]

Klopp ist u. a. befreundet mit Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und Christian Heidel. Er war zwischen 2005 und 2008 beim ZDF als Fußballexperte tätig, wobei er durch seine verständliche und gleichsam unterhaltsame Art der Kommunikation an Bekanntheit und Sympathie gewann. Noch 2010 war er während der Fußballweltmeisterschaft Assistent von Günther Jauch bei RTL.

Aus erster Ehe hat Klopp einen Sohn (Marc); er ist mit Ulla Sandrock verheiratet, die als Kinderbuchautorin tätig ist und auch einen Sohn mit in die Ehe brachte. Durch seine sportlichen Erfolge ist er mittlerweile eine gefragte Person in der Werbung.

Zitate

  • „Arschlöcher werden bei uns sofort verkauft, da kann einer noch so überragend kicken.“[15]
  • „Dresden ist eine wunderwunderschöne Stadt, die ständig durch irgendwelche komischen Dinge in Verruf gerät. Ich weiß gar nicht, ob da Pegida noch rumrennt oder nicht. Ich hoffe, nicht!“[17]

Aktivitäten (Auswahl)

Verweis

Fußnoten

  1. eigene Aussage in: Jürgen Klopp: Die Seele des Meisters
  2. Focus 49/2010
  3. ebenda
  4. Aussage von Christian Heidel, Manager vom FSV Mainz 05, ebenda
  5. ebenda
  6. Rheinische Post, 17. Januar 2008
  7. Jürgen Klopp: Echte Liebe, Copress 2013, ISBN 9783767910812
  8. Der Spiegel, 15. April 2015
  9. Klopp ein Liverpoll-Mann, Sport1, 8. Oktober 2015
  10. Focus 49/2010
  11. Jürgen Klopp – Die Seele des Meisters
  12. Der Tagesspiegel 22. April 2012
  13. Focus online, 27. September 2012
  14. Rheinische Post 5. Dezember 2012
  15. SZ-Magazin, 8. April 2011
  16. WAZ, 21. August 2013
  17. 33-cabinet.png Abgerufen am 21. März 2015. Bei WebCite® archivieren.Martin Machowecz: PEGIDA – „Hätten wir es gewusst“Die Zeit, 18. März 2015