Perón, Juan

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Argentinischer Staatspräsident Juan Perón (1895–1974)

Juan Domingo Perón Sosa (Lebensrune.png 8. Oktober 1895 in Lobos; Todesrune.png 1. Juli 1974 in Olivos, Buenos Aires) war zweimal Staatspräsident Argentiniens.

Leben

Perón war der Sohn eines wohlhabenden Schafzüchters, besuchte ein Internat und galt als talentierter Boxer und Fechter. Anschließend schlug er eine Militärslaufbahn ein und wurde Offizier. Von 1936 bis 1939 war er als Militärattaché in mehreren Staaten tätig (zuletzt von 1938 bis 1939 in Berlin). Das argentinische Heer schickte ihn als Militärbeobachter und zum Studium des Gebirgskrieges u. a. ins Königreich Italien Mussolinis. Bei seiner Rückkehr nach Argentinien im Jahr 1941 schloß sich Perón, als Bewunderer des italienischen Faschismus, mit anderen Offizieren in der Geheimorganisation Grupo de Oficiales Unidos (GOU) zusammen.

1943 wurde er Arbeits-, 1944 Kriegsminister. Wegen seiner deutschfreundlichen Haltung war er massivem Druck der VSA ausgesetzt. Mit zahlreichen sozialpolitischen Maßnahmen erreichte er eine große Zustimmung seines Volkes. 1946 gewann er die Präsidenschaftswahl.

Seine Popularität wurde durch das Wirken seiner Frau Eva Perón noch verstärkt. Wegen Konflikten mit der Kirche und der von ihm verfügten Nationalisierung ausländischer Konzerne in Argentinien wurde er gestürzt und verbrachte danach die kommenden Jahrzehnte im Exil. Ein Versuch, Peron zu töten, scheiterte 1955, kostete aber hunderte Zivilisten das Leben.[1]

Über Stationen in Paraguay, Venezuela und der Dominikanischen Republik ging er 1958 nach Spanien ins Exil. Hier heiratete er 1961 in Madrid María Estela Martínez, die sich dann als seine dritte Frau Isabel Martínez de Perón nannte. Während der 18 Jahre seines Exils nahm er über Mittelsmänner weiterhin aktiv an der Politik in Argentinien teil.

Hans-Ulrich Rudel

Perón und seine Gattin Isabel waren mit dem deutschen Flieger-As Oberst a. D. Hans-Ulrich Rudel und seiner zweiten Frau Ursula eng befreundet.

Politischer Wiederaufstieg

1973 errang seine Partei einen triumphalen Wahlerfolg: Perón wurde wenige Monate vor seinem Tod erneut als Präsident ins Amt gewählt. Weltweit bekannt wurde auch seine zweite Ehefrau Eva Perón[2].

Auszeichnungen (Auszug)

Fußnoten

  1. Ein Mordversuch wird zum Massaker, Deutschlandradio Kultur, 16. Juni 2015
  2. Gerhard Frey: Prominente ohne Maske international, Seite 312f., FZ-Verlag 1989, ISBN 3924309108