Aperats, Karlis

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Karlis Aperats (1892–1944)
Karlis Aperats

Karlis Aperats (Lebensrune.png 4. März 1892 in Riga, Livland/Lettland; Todesrune.png wahrscheinlich 16. Juli 1944 beim Fluß Mosuli, nördl. Ostfront) war ein lettischer Waffen-Standartenführer der SS und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Jugend

Karlis Aperats wurde am 4. März 1892 in Riga als Sohn des Zimmermann Karl Aperats geboren.

Militärischer Werdegang

Im Jahre 1915 wurde er zur zaristischen Armee einberufen, wo er der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 145 zugeteilt wurde und ab dem 18. Dezember 1915 zur 7. Kompanie gehörte. Auf persönlichen Gesuch hin, wurde Aperats am 2. Februar 1916 zum lettischen Reserve-Regiment, bzw. am 8. März 1916 zum lettischen Schützen-Regiment 1 nach Dünamünde, versetzt. Mit diesem Regiment kämpfte er vom 23. Dezember 1916 bis Ende August 1917 im Raum Riga gegen deutsche Truppen und wurde am 26. Januar 1917 wegen Tapferkeit zum Unteroffizier befördert.

Nach einer schweren Krankheit mit Lazarettaufenthalt wurde Aperats am 19. Dezember 1917 aus der Armee entlassen und gehörte ab dem 15. Dezember 1918 zur Rigaer Offiziersreserve. Außerdem wurde er am 31. Dezember 1918 zum Verteidigungskommandanten von Windau ernannt. Am 24. Januar 1919 schloß sich Aperats dem lettischen Bataillon unter Oberst Kalpak an, um zusammen mit deutschen Freikorps und der Eisernen Division, den Befreiungskampf gegen die bolschewistischen Truppen aufzunehmen. So ist er bspw. an der Befreiung Latgales beteiligt und wurde Nachrichtenführer des Bataillons Wenden.

Am 22. bis zum 27. Mai 1919 übernahm er das Kommando über die Stadt Libau und wurde zugleich am 26. Mai 1919 Chef der Nachrichtenabteilung im Stab der 1. Lettischen Brigade, wo er am 29. August 1919 zum Leutnant befördert wurde. Mit Ende des Jahres 1919 übernahm Aperats am 26. Dezember den Posten des Nachrichtenführers des Infanterie-Regiments 2, der 1. Kurländischen Infanteriedivision und wurde dort am 10. Januar 1920 zum Oberleutnant befördert. Am 17. September 1920 wurde er zur Organisationsabteilung des Armeeoberkommandos nach Riga kommandiert und am 23. Februar 1921 zum stellvertretenden Führer der Regimentsnachrichtenabteilung ernannt. Weiterhin schloß er am 27. September 1922 einen Offizierslehrgang ab und erhielt am 18. Oktober 1922 den Posten des Führers der Nachrichtenabteilung im Stab der Kurländischen Infanteriedivision, wo er am 7. Oktober 1922 zum Divisionsnachrichtenführer ernannt wurde. Auf einen Nachrichtenführerlehrgang kommandiert, wurde er am 10. Januar 1924 zum Hauptmann befördert und im Sommer 1924 Adjutant der operativen Abteilung des Divisionsstabes.

Nach Übernahme der Funkkompanie der Division im Oktober 1924, wurde er im Sommer 1928 stellvertretender Chef des Stabes der Division und als solcher am 2. Oktober 1930 erneut zum Stadtkommandanten von Libau ernannt. Am 18. November 1936 wurde er in den Rang des Oberstleutnants befördert. Nach Einmarsch der Sowjets in Lettland im Jahre 1940, wurde Aperats in die Rote Armee zwangsrekrutiert. Er verließ diese jedoch und taucht unter. Im Untergrund baute er eine ca. 1.700 Mann starke Widerstandseinheit, „Die Vaterlandsverteidiger“ auf, die ab Juni 1941 die sich zurückziehende Rote Armee bekämpfte.

Nach der Befreiung Lettlands vom Kommunismus durch deutsche Truppen wurde Aperats am 3. August 1941 Führer des Lettischen Heimatschutzes und trat am 30. August 1942 dem aktiven Dienst der Waffen-SS bei, wo er zunächst in der SS-Ersatzinspektion Lettland in Riga geführt wurde. Aperats übernahm zugleich die Führung des Schuma-Bataillons 26 und ab März 1943 des Schuma-Bataillons 19.

Nach Einsätzen in Weißrußland und ab Februar 1943 an der Leningradfront, wurde sein Bataillon Ende März II. Bataillon des 1. lettischen SS-Freiwilligen-Regiments, dessen Kommando Aperats übernahm. In der Folge wurde dieses jedoch öfters umbenannt. So hieß es dann II./SS-Freiwilligen-Regiment 4 der Lettischen SS-Freiwilligen-Legion, dann II./SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 1 der Lettischen SS-Brigade, dann II./Lettisches SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 39 und schließlich Anfang Oktober 1943 II./Waffen-Grenadier-Regiment Nr. 39 (lettisches Nr. 1) bei der 2. Lettischen Freiwilligen-Brigade. Außerdem wurde Aperats am 20. April 1943 zum Legions-Obersturmbannführer ernannt und übernahm im Mai 1943 zeitweise die Führung des SS-Freiwilligen-Regiments 39. Nach neuer Durchnummerierung der SS-Regimenter erhält Aperats am 28. Juni 1944 das Kommando über das Waffen-Grenadier-Regiment der SS 32 (lettische Nr. 1). Mit der übergestellten 15. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 1) wird das Regiment im Norden der Ostfront eingesetzt. Dort befindet sich die nunmehrige Kampfgruppe Aperats, mit dem SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 32, ohne dem II. Bataillon, mit dem II./ und der 14./SS-Grenadier-Regiment 33, dem I./SS-Pionier-Bataillon 15, den Resten des I. Bataillons/GR 159, sowie weiteren Teilen des Grenadier-Regiments 159 der 69. Infanteriedivision, am 15. Juli 1944 im Raum Opotschka. Die ca. 850 Mann starke, mit 2 Pakgeschützen zu je 5 Schuß ausgerüstete Kampfgruppe, stieß ostwärts Arapi auf 2 Partisanenbataillone, die unter beträchtlichen Feindverlusten zerschlagen wurden. Ohne Kartenmaterial schlug sich die Kampfgruppe als Nachhut der Division weiter zurück. Nachdem man am 16. Juli ein sowjetisches Bataillon einer Kriegsschule zerschlug, hielt die Kampfgruppe bei Mosuli einen Brückenkopf gegen eine angreifende sowjetische Division. Bei den Angriffen konnten, von 30-40 angreifenden Panzern, 8 durch Nahkampfmittel vernichtet werden.

Im Rücken eines feindlichen Korps stehend, wurde Aperats schwer verwundet. Als Folge der andauernden Angriffe des Gegners wurde die Kampfgruppe nach fünfstündigem Kampf fast völlig aufgerieben. Dabei überrollten die sowjetischen Panzer die Verwundeten der Kampfgruppe auf dem provisorischen Hauptverbandsplatz. Aperats, der am Kopf verwundet war, hatte nach Aussagen des Regimentsarztes noch 30 Minuten zu leben. Seine Soldaten wollten ihren verwundeten Kommandeur zurücktransportieren, doch dieser bestand darauf, zurückgelassen zu werden, damit sich seine Soldaten selbst retten können. Nachdem sich seine Kameraden entfernten, hörten diese am 16. Juli 1944, an der Ssinaja Brücke bei Mosuli, einen Pistolenschuß. Für die persönliche Tapferkeit Aperats in den Kämpfen am 11. Juli 1944 südlich des Kamenoje-Sees zur Offenhaltung der Rückmarschstraße der Division und in den anschließenden Kämpfen ostwärts und westlich Welikaja erhielt Aperats posthum das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes als Waffen-Obersturmbannführer der SS und Kommandeur des Waffen-Grenadier-Regiments 32 (lettisches Nr. 1) der SS.

Nachwirken

Jedes Jahr am 16. Juli finden sich Kameraden und Freunde an dieser Brücke ein und lassen einen Kranz zu Wasser, um Karlis Aperats zu gedenken.

Auszeichnungen

Quelle

Verweise

Literatur

  • Ernst-Günther Krätschmer: Die Ritterkreuzträger der Waffen-SS, Plesse-Verlag, 1957
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