Céline, Louis-Ferdinand

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Louis-Ferdinand Céline (1894–1961) im Jahr 1932

Louis-Ferdinand Céline, eigentlich Louis-Ferdinand Destouches (Lebensrune.png 27. Mai 1894 in Courbevoie, Département Hauts-de-Seine; Todesrune.png 1. Juli 1961 in Meudon), war ein französischer Schriftsteller und Arzt.

Wirken

Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Die Reise ans Ende der Nacht“ und „Tod auf Kredit“. Nicht zu vergessen seine Romane, in denen er seine Kriegserlebnisse verarbeitete, wie „Von einem Schloß zum anderen“, „Norden“ und „Rigodon“.

Doch nicht nur als Romanschriftsteller machte Céline sich einen Namen, sondern auch als politischer Autor, der seine Zeit vor den Auswüchsen von Kommunismus und Judentum warnte; und zwar so erfolgreich, daß ihm diese Aktivitäten von letzterem bis heute nicht verziehen wurden. So sorgte der jüdische Aktivist Serge Klarsfeld dafür, daß ursprünglich vom französischen Kulturministerium geplante offizielle Feierlichkeiten zum 50. Todestag Célines ausblieben. Klarsfeld hatte am 19. Januar 2010 in einer Presseerklärung u. a. erklärt, daß man Jahrhunderte damit warten müsse, „damit man gleichzeitig die Opfer und die Henker feiern“ könne. Inwieweit Céline ein Henker gewesen ist, ließ der Lobbyist freilich offen, dafür giftete er an die Adresse des französischen Kulturministers gerichtet weiter: „Die Republik muß ihre Werte bewahren: Kulturminister Frédéric Mitterrand muß darauf verzichten, Blumen auf die Erinnerung Celines zu werfen, so wie Francois Mitterrand verpflichtet war, keinen Ehrenkranz auf dem Grab von Philippe Pétain niederzulegen.“

Louis-Ferdinand Céline.jpg

Damit nicht genug, verlangte Klarsfeld, auch den Beitrag zu Céline aus der Publikation zu den offiziellen Jahrestagen zu streichen. Wie es heißt, soll der französische Kulturminister diesem Verlangen – offenbar in Sorge darüber, daß man diesen Vorfall mal wieder zum Anlaß nehmen könnte, die Verstrickungen seines Vaters ins damalige Vichy-Regime in den Medien aufzubereiten – nachgekommen sein.

Céline selber war alles andere als ein pflegeleichter Kollaborateur, so wie man es heute von bundesdeutschen Politikern kennt. Im Gegenteil zu diesen geriet er häufig mit deutschen, aber auch französischen Dienststellen in Konflikt. So stand Céline gegen Ende des 1939 von England entfesselten europäischen Krieges, der durch den Eintritt der VSA zum Weltkrieg wurde, selber unter Überwachung, der er sich durch Flucht nach Dänemark entzog, wo er nach Kriegsende interniert wurde, ehe er nach seiner Freilassung 1951 nach Frankreich zurückkehren konnte.

Bis zu seinem Lebensende blieb Céline seinen alten Überzeugungen weitestgehend treu, gleichzeitig entpuppte er sich – sehr zum Ärger bundesdeutscher Vergangenheitsbewältiger – auch als Sympathisant des Revisionismus auf dem Gebiet vorgeblicher deutscher KL-Greueltaten.

So schrieb er beispielsweise schon 1937 in seinem Werk „Bagatelles pour un massacre“ (S. 142), daß es ihm lieber sei, „von einem Deutschen erschossen als von einem Juden verblödet“ zu werden.[1] 1941 schrieb er an seinen Schriftstellerkollegen Jean Cocteau: „Rassenvernunft übertrifft bei mir Kunstvernunft oder Freundschaftsvernunft. Sind Sie […] Antisemit? Darauf kommt alles an.“

Galerie

Portraitbüste von Arno Breker, 1970

Werke

Ein Pamphlet aus dem Jahr 1937, das in hohen Auflagen erschien
  • L’Église, Theaterstück, entstanden 1926, Uraufführung 1973; deutsch: Die Kirche, Komödie in fünf Akten, Merlin, Gifkendorf 1970, ISBN 3-87536-009-5
  • Voyage au bout de la nuit, Roman, 1932; deutsche Adaption (mangelhaft): Reise ans Ende der Nacht, Rowohlt, Reinbek 1992 und früher, ISBN 3-499-40098-7; vollständige Fassung und Neuübersetzung von Schmidt-Henkel: Rowohlt, Reinbek 2003 u. ö.
  • Mort à crédit, Roman, 1936 (dt. Tod auf Kredit, Übersetzer Werner Bökenkamp, dt. Neuaufl. Rowohlt, Reinbek 2005[2]
  • Mea Culpa und Das Leben und Wirken des Arztes Ph. I. Semmelweis, Kittls Nachfahren, Leipzig/Mährisch Ostrau o. J. (1937)
  • Die Judenverschwörung in Frankreich, Verlag Der Schelm, 2017 (Neuausgabe der 1938 im Zwinger-Verlag, Dresden, erschienenen 1. Auflage), ISBN 978-3-947190-17-1 [286 S.]; Original: Bagatelles pour un Massacre; engl.: Trifles for a massacre – Die Schrift entstand 1937 nach einer längeren Reise Célines durch die Sowjetunion. Die westlichen Medien wußten nach seiner Aussage in diesem Buch von den Millionen Opfern der bolschewistischen Verbrecher, verheimlichten es aber planvoll ihren Lesern, vor allem in den VSA (New York Times u. a.). Nach der Erstveröffentlichung wurden von dem radikal judenkritischen Werk mehr als 80.000 Exemplare verkauft.
  • L’école des cadavres (1938)
  • Les Beaux Draps, Nouvelles Editions Françaises, Paris 1941
  • Guignol's band, Roman, 2 Bd., 1944/1985 (dt. Guignols Band, 1988/1997)
  • Féerie pour une autre fois, Roman, 1952 (dt. Märchen für irgendwann)
  • Normance, Roman, 1951 (Ein sehr privater Text über den Luftkrieg)
  • D’un château l’autre, Roman, 1957 (dt. Von einem Schloß zum andern)
  • Nord, Roman, 1960 (dt. Norden)
  • Fortschritt und andere Texte für Bühne und Film, Merlin Verlag, Gifkendorf 1997, ISBN 3-926112-57-3
  • Briefe und erste Schriften aus Afrika 1916–1917, Merlin Verlag, Gifkendorf 1998, ISBN 3-926112-80-8
  • Gespräche mit Professor Y, Edition Nautilus, Hamburg 2004
  • Briefe an Freundinnen 1932–1948, Merlin Verlag, Gifkendorf 2007, ISBN 978-3-87536-256-5

Literatur

Fußnoten

  1. Englische Ausgabe: Trifels for a massacre
  2. Werner Bökenkamp, der mehrere Titel von Céline übersetzt hat, verfaßte 1940 das Buch Frankreichs Universalismus. Ein Feind des Volkstums und 1955 den Ratgeber Vom Umgang mit Franzosen.