Ollert, Ralf

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Ralf Ollert

Ralf Ollert.png
Geboren 1960
in Nürnberg
Volkszugehörigkeit Deutscher
Beruf Politiker, Publizist
Mitgliedschaft: NPD

Ralf Ollert (geb. 1960 in Nürnberg) aus dem Nürnberger Stadtteil Eibach ist ein Politiker der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und geschäftsführender Sprecher der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA), für welche er seit den Kommunalwahlen im Jahr 2002 im Nürnberger Stadtrat ein Mandat ausübt.

Politischer Werdegang

NPD/JN-Funktionär

Der gelernte Außen- und Großhandelskaufmann[1] Ralf Ollert ist seit 1976 Funktionär der JN und NPD Bayern. 1982 übernahm er den Vorsitz der bayerischen JN und trat bei den Nürnberger Stadtratswahlen 1984 und 1990 als Spitzenkandidat der NPD-Liste an. Auch bei den Landtagswahlen 1998, zur Europawahl 2004 (Platz 8) und zur Bundestagswahl 2005 (Platz 1 der bayerischen Landesliste)[1] kandidierte er für die NPD. Weiterhin unterstützte er Anfang der 1990er Jahre den sächsischen NPD-Landesverband beim Aufbau und der Etablierung der dortigen Parteistrukturen.

Auf dem NPD-Bundesparteitag 2000 trat der damals stellvertretende bayerische NPD-Landesvorsitzende Ollert gegen Udo Voigt als Kandidat für den Bundesvorsitz an, er erhielt 26 von 231 Stimmen. Zusammen mit Deckert, Hans Günter Eisenecker und Steffen Hupka wurde er in einem Rundbrief oppositioneller Kräfte in der NPD 2002 für einen „neuen revolutionären Parteivorstand“ vorgeschlagen, sie konnten sich auf dem NPD-Parteitag im März 2002 nicht durchsetzen. Zur Zeit wirkt er als bayerischer Landesvorsitzender der NPD (seit 2001) und Vorsitzender des Bezirksverbandes Mittelfranken. Er ist darüber hinaus Redakteur der Parteizeitung „Bayern Stimme“.

„Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA)

Ralf Ollert ist „geschäftsführender Sprecher“ der Wählergruppe „Bürgerinitiative Ausländerstopp“ (BIA). Ihr Ziel war es, zur Nürnberger Stadtratswahl anzutreten und mit einer möglichst starken Fraktion ins Nürnberger Rathaus einzuziehen.

Als Spitzenkandidat war zunächst Günter Deckert vorgesehen, der jedoch wegen seiner Entlassung aus dem Staatsdienst 1988 nach dem bayerischen Kommunalwahlrecht nicht mehr die Voraussetzungen für die Zulassung zu einer solchen Kandidatur erfüllte. Seine Position übernahm Ollert und zog bei den Kommunalwahlen am 3. März 2002 mit 2,3 Prozent der ausgezählten Stimmen in den Nürnberger Stadtrat ein. Auch weitere Plätzen der Liste wurden mit Mitglieder und Funktionäre der NPD besetzt, so trat z. B. die langjährige NPD-Kreisvorsitzende Gudrun Dörfel auf Platz 24 an. Die Pressearbeit übernahm bis zu seiner Flucht vor den BRD-Behörden Gerd Ittner.

Entsprechend der Programmatik setzt sich Ollert insbesondere für nationalistische Forderungen ein, so z. B. die, den Verkauf von Wohnungen an Ausländer zu verhindern und Kindergartenplätze vorrangig an deutsche Kinder zu vergeben.

Juristische Verfahren mit politischem Hintergrund

Aufgrund von Artikeln auf der Weltnetzseite der „Bürgerinitiative Ausländerstopp“, in denen die Rede von „Multikulti-Terror“, „Masseneinschleußen von z. B. Türken und Negern“, von „Auswüchsen gegen den Willen des Volkes durchgepeitschten 'multikulturellen' Überfremdungs- und Durchrassungspolitik“ und von „vor Deutschenhaß und Überfremdungsgier geifernden Lizenzjournaille“ ist, und von Anträgen im Stadtrat wurde im Juli 2002 von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen ihn ein im März 2003 wieder eingestelltes Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Staates und seiner Symbole angestrengt. Gegenstand waren Veröffentlichungen, bei denen von einem „judäo-globalistischen Völkermordprogramm der „multikulturellen Gesellschaft“ gesprochen wurde sowie davon, daß das das deutsche Volk in seinem biologisch-ethnischen Bestand und seiner kulturellen Identität auf das Schwerste bedroht sei.

Anmelder und Redner auf Kundgebungen

Ralf Ollert trat bei vielen Kundgebungen der NPD in Nordbayern als Redner und Anmelder auf. Dabei arbeitet er eng mit den „Freien Kameradschaften“ zusammen. So hatte er beispielsweise die Mahnwache in Herzogenaurach (Landkreis Erlangen-Höchstadt) am 19. Mai 2001 angemeldet, die von der später verbotenen Skinhead-Organisation Fränkische Aktionsfront (F.A.F.) unterstützt wurde. Er beteiligt sich an Kundgebungen und Demonstrationen wie z. B an den Rudolf-Heß-Gedenkmärschen in Wunsiedel.

Fußnoten