Rosenthal AG

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frühes Markenzeichen der Firma Rosenthal, ca. 1900

Die Rosenthal AG ist einer der größten Hersteller von Porzellan und anderen Haushaltswaren. Am 9. Januar 2009 meldete er Insolvenz an.

Geschichte

Hutschenreuther-Wappen am Welzel-Haus in Selb
Vase, Jugendstil, ca. 1900, von der Firma Rosenthal
Porzellanplatte der Wehrmacht von Rosenthal (1938)

Von der Gründung bis zum Zweiten Weltkrieg

Das Unternehmen wurde 1879 gegründet und über 100 Jahre als Familienbetrieb geführt. Der Firmengründer Philipp Rosenthal siedelte mit seiner Porzellanmalerei von Werl (Nordrhein-Westfalen) nach Selb in Bayern über, wo er im Schloss Erkersreuth Selb-Erkersreuth die Porzellanmalerei industrialisierte.

„Philipp Rosenthal ist siebzehn Jahre alt, als er nach Amerika aufbricht und vom Tellerwäscher zum Porzellanverkäufer wird. Voller Tatendrang kommt er 1879 nach Deutschland zurück und legt in Selb mit einer Porzellanmalerei in Schloss Erkersreuth den Grundstein für sein Unternehmen.“[1]
  • 1897 gründete Philipp Rosenthal die Firma Bauer, Rosenthal & Co. in Kronach, um sie anläßlich der Gründung von Philipp Rosenthal & Co. AG 1897 zurück in den heimischen Konzern zu holen.
  • 1908 kaufte Rosenthal die Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz hinzu, 1917 die Porzellanfabrik Zeidler & Co., die später als Marke unter „Bahnhof Selb“ in Selb-Plößberg bekannt wurde; dem Sitz des heutigen Porzellan-Museums.
  • 1921 übernahm Rosenthal die Krister Porzellan-Manufaktur in Waldenburg (Schlesien) (KPM, ab 1951 R/KPM). 1971 stellte der Konzern die Marke Krister ein.[2]
  • 1936 Kauf der Porzellanmanufaktur Waldershof in Waldershof, Schlesien
  • 1936 Kauf der Porzellanfabrik Thomas in Sophiental
  • 1939 Gründung der Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) in Erkersreuth, Hennigsdorf bei Berlin und Selb
  • 1939 wandelt sich der Betrieb zur Rosenthal Porzellan AG­.

Bundesrepublik Deutschland

Über verschiedene Stadien entstand der heutige Betrieb.

  • 1965 Ros­enthal G­las & Porzellan AG
  • 1969 Rosenthal AG
  • 1998 übernimmt die Firma Rosenthal traditionsreiche Teile der Porzellanmarke Hutschenreuther, insbesondere das Werk B in Selb.

Ein wichtiger Bereich war ursprünglich die Zusammenarbeit mit der AEG bei technischen Porzellanen wie Isolatoren, Fassungen und anderes, wobei auch Porzellan für Laborbedarf hergestellt wurde. Später ist jedoch die Produktion von technischem Porzellan wieder eingestellt worden. Seit 1960 wird eine eigene Ladenkette unter dem Namen Rosenthal Studio Haus geführt. Im Geschäftsjahr 2003/2004 betrug der Umsatz 190 Millionen Euro. Beschäftigt waren 2008 1.800 Mitarbeiter weltweit. Der Firmensitz befindet sich nach wie vor in Selb, ein modernes Produktionswerk in Speichersdorf.

Verkauf

Seit 1997 gehört die börsennotierte Rosenthal AG mehrheitlich zur britisch-irischen Waterford Wedgwood plc, Dublin, die derzeit 90 % der Rosenthal-Aktien besitzt. In Deutschland ist Rosenthal Marktführer für hochwertiges Geschirr und Kunsthandwerk aus Porzellan und Glas und im Verbund mit Waterford Wedgwood Weltmarktführer. Trotzdem wurden im Juni 2008 Gerüchte laut, Waterford Wedgwood suche aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten im eigenen Konzern einen Käufer des Rosenthal-Aktienpakets, dessen Prosperität die herausragendste im Waterford Konzern sei. Das irische Unternehmen besitzt neben Rosenthal, die Marken Waterford, Wedgewood, Royal Doulton. Die deutsche Porzellanmanufaktur im bayerischen Selb stand seit Monaten zum Verkauf.[3]

Insolvenz

Am 9. Januar 2009 meldete die Rosenthal AG offiziell Insolvenz an. Die Gesellschaft sei „illiquid“ geworden, nachdem die Mehrheitsaktionärin Waterford Wedgwood am 5. Januar 2009 ein Insolvenzverfahren eingeleitet habe.[4]

2004

„Im 125. Jubiläumsjahr eröffnet Rosenthal mit einer Feierstunde im Europäischen IndustrieMuseum für Porzellan (IP) das Rosenthal Museum. Hier können Besucher die Entwicklung des Unternehmens von den Anfängen als Porzellanmalerei im Schloss Erkersreuth bis zum heute weltweit tätigen Lifestyle-Anbieter erfahren und erleben. Heute haben sich mehrere Museen zum Porzellanikon zusammengeschlossen, die Rosenthal Abteilung wurde im Jubiläumsjahr 2016 komplett erneuert.“

2009

„Seit August 2009 ist Rosenthal Teil der Arcturus Gruppe, marktführende Gruppe in der Produktion hochwertiger Designartikel für Tisch und Küche, sowohl für Privathaushalte als auch Hotellerie, zu der Sambonet, Paderno, Ercuis und Raynaud gehören. Mit Arcturus und Rosenthal verbinden sich zwei Größen, die sich ganz dem Design und der Innovation, der hohen Produktqualität und der Kundenfreundlichkeit verschrieben haben und sich beide durch ein starkes Profil, einen hohen Bekanntheitsgrad und Kundenattraktivität auszeichnen.“

Produktpalette

Die Rosenthal AG bietet Produkte unter folgenden Marken an:

  • „Rosenthal studio-line“, designorientiertes, avantgardistisches Geschirr und Kunstobjekte aus Porzellan und Glas
  • „Rosenthal classic“, klassisch gestaltetes Porzellan
  • „Rosenthal Home Designs“, dekorative Wohnaccessoires
  • „Rosenthal meets Versace“, Luxus-Geschirr aus Porzellan nach Gianni Versace
  • „Thomas – The Trend Factory“, designorientiertes Gebrauchsporzellan
  • „Hutschenreuther“, Weiterführung der Marke der ehemaligen Hutschenreuther AG für Haushaltsgeschirr und Hotelgeschirr
  • „Hutschenreuther Kunstabteilung“, Hutschenreuther Kunstfiguren

Auch Möbel gehören zum Sortiment.

Verweise

Fußnoten

Unbalanced-scales.jpg
Dieser Artikel oder Abschnitt ist überwiegend identisch mit dem Artikel oder Teilen des Artikels Rosenthal AG (Liste der Autoren) aus der linksgerichteten Enzyklopädie Wikipedia und steht unter Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported.
Demzufolge ist es möglich, daß der Inhalt in Gänze oder in Teilen nicht mit den Kriterien der Metapedia übereinstimmt und Neusprech nach der gegenwärtigen politischen Korrektheit oder sogar neobolschewistisches Gedankengut enthält.
Der Artikel kann hier bearbeitet werden, damit diese Markierung wieder entfernt werden kann.