Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force

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Das Supreme Headquarters Allied Expeditionary Force, abgekürzt SHAEF, war von Ende 1943 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges die oberste Militärverwaltung der alliierten Streitkräfte in Nordwesteuropa. Es wurde 1943 mit Zusammenlegung der zwei Behörden Chief of Staff to the Supreme Allied Commander (COSSAC) und Allied Forces Headquarters (AFHQ) geschaffen. Erster SHAEF-Oberbefehlshaber war Dwight D. Eisenhower. Nach der Rückeroberung Frankreichs durch die Alliierten hatte SHAEF Sitze in Versailles und Reims.

Am 18. September 1944, als die alliierten Besatzungstruppen erstmals deutschen Boden betraten, wurde von General Dwight D. Eisenhower, dem Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte, die „Sammlung der Gesetze, Verordnungen, Anweisungen und Anordnungen der Militärregierung – Deutschland“[1] mit Wirkung vom 12. September 1944 verkündet.

Die SHAEF-Behörde wurde am 14. Juli 1945 während der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 2. August 1945 aufgelöst. Anstelle von SHAEF trat dann am 30. Juli 1945 der Alliierte Kontrollrat (engl. Bez. „Allied Control Commission“ (Abk. ACC)) erstmals im Berliner Kammergericht, dem Gebäude des vormaligen Volksgerichtshofes, zusammen. SHAEF war Vorbild für spätere von der NATO hervorgebrachte Militärverwaltungen, wie z. B. das 1951 eingerichtete Supreme Headquarters Allied Powers Europe. Dessen erster Chef war ebenfalls Eisenhower und sein Stellvertreter Bernard Montgomery.

Wirksamkeit der SHAEF-Gesetzgebung

Eine Aufhebung der SHAEF-Gesetze ist bisher nicht erfolgt, auch nicht durch die vertraglichen Regelungen im Zuge der Deutschen Teilvereinigung. Unter Verweis auf den fehlenden Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich ist im Zusammenhang mit der weiterhin geltenden Berliner Erklärung der Viermächte in bezug auf Berlin und Deutschland als Ganzes der Fortbestand des fremdherrschaftlichen Besatzungsstatus abzuleiten.

Siehe auch

Verweise

Fußnoten