Schellackplatte

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Die Schellackplatte war die aus Schellack hergestellte Schallplatte des frühen 20. Jahrhunderts.

Geschichte

Die ersten, provisorischen Schellackplatten stammen aus den 1880er Jahren[1], ab 1895 wurden sie offiziell, im Deutschen Kaiserreiche durch die Deutsche Grammophon Gesellschaft Emil Berliners, hergestellt. Im Jahre 1913 kam es in Berlin zu der ersten deutschen Aufnahme eines vollständigen Orchesterwerks, namentlich der Fünften Sinfonie Ludwig von Beethovens, durch die Berliner Philharmoniker unter Führung deren Kapellmeisters Arthur Nikisch. 1926 wurde auf Aufnahmen mithilfe von Mikrophonen umgeschaltet. Zwei Jahre später wurden schon ganze Oper in Bayreuth aufgenommen, und jeweils auf eine Reihe von Schellackplatten veröffentlicht. Obwohl in Deutschland schon 1944 Probestereoaufnahmen vorgenommen wurden[2], setzte sich diese Art der Tonaufnahmen kriegsbedingt erst in den 1950er Jahren durch. Somit würde die Schellackplatte mit 78 Rpm den Übergang zu der Stereowiedergabe nicht mehr erleben, da sie in diesem Zeitabschnitt von der Vinylschallplatte ersetzt wurde, auf welcher eine ganze Sinfonie bei 33 Rpm auf nur zwei Seiten veröffentlicht werden konnte.

Historische Aufnahmen

Prof. Max von Schilling dirigiert 1927 Mitglieder der Kapelle der Berliner Staatsoper in Werken Richard Wagners:

„Einzug der Götter in Walhall“
aus der Oper Das Rheingold
(Dauer: 7.33 min)
„Waldweben“
aus der Oper Siegfried
(Dauer: 6.23 min)

Siehe auch

Fußnoten

  1. Die frühesten Tonaufnahmen klassischer Musik überhaupt sollen 1876 in Bayreuth bei den dortigen Festspielen, im Auftrag Richard Wagners als eine Art Probe durchgeführt worden sein.
  2. Herbert von Karajan dirigierte dazu im September des Jahres die Preußische Staatskapelle Berlin in der zweiten Satz der Achten Sinfonie Anton Bruckners.