Normalschrifterlaß

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SchulungsbriefAntiqua.jpg

Als Normalschrifterlaß (auch Fraktur- oder Bormann-Erlaß genannt) bezeichnet man einen von Martin Bormann unterzeichneten Erlaß der NSDAP vom Januar 1941, mit dem die Frakturschrift abgeschaft und Antiqua zur „deutschen Normalschrift“ erhoben wurde. Durch den Erlaß wurde das Ende der deutschen Schrift eingeleitet, die heute kaum noch Beachtung findet.

Erläuterung

In einem Rundschreiben vom 3. Januar 1941 teilte Martin Bormann die unbelegte Ansicht Adolf Hitlers mit, bei der Fraktur handele es sich um „Judenlettern“, die nun nicht mehr zeitgemäß seien. Der Briefkopf war sinnigerweise noch in Fraktur gehalten. An der Besprechung nahmen mit Max Amann und Adolf Müller zwei Größen der NSDAP-Publizistik teil. Die Umstellung auf die Antiqua, eingedeutscht Normalschrift genannt, erfolgte schubweise. In amtlichen Dokumenten und Presseerzeugnissen für das Ausland, wie der Wochenzeitung „Das Reich“, wurde Anfang 1941 gewechselt. In „Der Schulungsbrief“ wurde die Umstellung erst in der Folge 1/2/3 1942 angekündigt und mit einer „großdeutschen Sendung“ begründet.

Literatur

  • Birken-Bertsch / Markner: Rechtschreibreform und Nationalsozialismus - Ein Kapitel aus der politischen Geschichte der deutschen Sprache, 2000

Siehe auch