Stöcker, Adolf

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Hofprediger Adolf Stoecker (1835-1909)

Adolf Stöcker (geb. 11. Dezember 1835 in Halberstadt; gest. 2. Februar 1909 in Gries bei Bozen, Südtirol, Österreich-Ungarn) war ein evangelischer Theologe und Leiter der Stadtmission in Berlin.

Die von ihm gegründete Christlich-Soziale Partei forderte 1903 „die Verdrängung des jüdischen Einflusses auf allen Gebieten öffentlichen Lebens“ und das Verbot der Einwanderung von Juden.

Zu seinem Wirken heißt es:

Es war ein anderer evangelischer Kirchenmann, der mitten in einer verachtenden Welt blitzklar erkannte, daß man mit Mildtätigkeit allein den Arbeiter weder aus seiner Not noch aus seinem wachsenden Haß gegen die Klassenkämpfer von oben herausreißen konnte. Wer der marxistischen Lockung erfolgreich begegnen wollte, mußte den Arbeiterstand in seinen Charakterwerten als gleichberechtigt erkennen. Adolf Stöcker, Hofprediger der preußischen Majestät, Glied der obersten Schicht der Gesellschaft, die im Arbeiterstand den Herd aller Laster und aller Drohungen sieht, wagt die ungeheure Tat, vom Recht dieses Standes zu sprechen, seine Unentbehrlichkeit zu verkünden, mit der Christlich-sozialen Partei eine Bewegung ins Leben zu rufen, die die Arbeiterschaft hineinführen will in den bestehenden Staat, um soziale und nationale Kraft eng zu verschweißen. Der große Kanzelredner steht abends in rauchigen Massenversammlungen, bejubelt wie jeh ein Führer des Volks, ein großer Hasser, weil er voll brennender Liebe steckt, und spricht zur Arbeiterschaft von ihrer wahren Bindung an die Gemeinschaft. Stöckers Werk ist wieder verflackert, aber es hatte für einen Augenblick in die ferne Zukunft geleuchtet.[1]

Stöcker vertrat eine notwendige Entjudung Deutschlands auf christliche Art und schrieb 1885 an den Theologen Friedrich von Bodelschwingh „den Älteren“:

"Ich habe gegen die Juden nicht einmal eine Antipathie, ich habe sie als Volk der Verheißung lieb. Wenn ich darüber rede, mache ich auch fast immer mit den rechtschaffenen und bescheidenen Juden eine Ausnahme. Aber im ganzen ist es doch so, dass das moderne Reformjudentum ´unser Unglück` ist."[2]

Werke (Auswahl)

  • Der religiöse Geist in Volk und Heer während des französischen Krieges, Vortrag, Berlin 1876 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Das moderne Judenthum in Deutschland, besonders in Berlin. Zwei Reden in der christl.-socialen Arbeiterpartei, Berlin 1879 (Die Rede Unsere Forderungen an das moderne Judenthum, die Judenfrage als brennende Frage) (PDF-Datei)
  • Zur Handwerkerfrage, Vortrag, Breslau 1880
  • Die Bewegungen der Gegenwart im Lichte der christlichen Weltanschauung, Heidelberg 1881 PDF-Datei
  • Die persönliche Verantwortung der Besitzenden und Nichtbesitzenden in der sozialistischen Bewegung und Gegenwart, Vortrag. Basel 1881
  • Eine entscheidende Stunde deutscher Geschichte, Halle 1881
  • ’Wirket so lange es Tag ist!’ Festpredigt bei der 50-jährigen Jubelfeier der Elberfeld-Barmer-Gefängnis-Gesellschaft am 14. Oktober 1883 über Ev. Joh. 9, v. 1-4, Elberfeld 1884
  • Eins ist noth. Ein Jahrgang Volkspredigten über freie Texte, Berlin 1884
  • Christlich-Sozial. Reden und Aufsätze, Bielefeld 1885 (PDF-Datei)
  • Predigten, Berlin 1886
  • Den Armen wird das Evangelium gepredigt. Ein Jahrgang Volkspredigten über die Evangelien des Kirchenjahres, Berlin 1887
  • Die sozialen und kirchlichen Notstände in großen Städten, Vortrag, Stuttgart 1888
  • Die sonntägliche Predigt, Berlin 1889
  • Wandelt im Geist. Ein Jahrgang Volkspredigten über freie Texte, Berlin 1889
  • Sozialdemokratie und Sozialmonarchie, Leipzig 1891 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Arm und Reich, Vortrag, Basel 1891
  • Innere Mission und sociale Frage, Leipzig 1891
  • Das Salz der Erde. Ein Jahrgang Zeitpredigten, Berlin 1892
  • Wach’ auf, evangelisches Volk!, Berlin 1893
  • Dreizehn Jahre Hofprediger und Politiker, Berlin 1895
  • Von Stoecker zu Naumann. Ein Wort zur Germanisierung des Christentums, Heilbronn 1896
  • Verheißung und Erfüllung. Ein Jahrhundert Volkspredigten über alttestamentliche Texte, Berlin 1897
  • Die Leitung der Kirche. Ein Weckruf, Siegen 1899
  • Reden im neuen Reichstag 1899, Siegen 1899
  • An der Grenze zweier Jahrhunderte, Berlin 1900
  • Das Evangelium eine Gotteskraft. Ein Jahrgang Volkspredigten über die Evangelien der neuen Perikopen, Berlin 1900
  • Das christliche Sittlichkeitsideal und der Goethebund, Hamburg 1901
  • Kann ein Christ Sozialdemokrat, kann ein Sozialdemokrat Christ sein?, Berlin 1901
  • Beständig in der Apostellehre. Ein Jahrgang Volkspredigten über die Episteln der Eisenacher Perikopenreihe, Berlin 1901
  • Welche Gefahren drohen dem kirchlichen Bekenntnisseitens der modernen Theologie und was können die evangelischen Gemeinden tun zur Abwehr?, Gütersloh 1902
  • Die drei Paladine des alten Kaisers. Erinnerungen aus großer Zeit, Essen 1906
  • Kirche und die Frauenfrage, Wismar 1907

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Karl Richard Ganzer: Das deutsche Führergesicht, 200 (204) Bildnisse deutscher Kämpfer und Wegsucher aus zwei Jahrtausenden, 3. Auflage 1939 Lehmanns-Verlag München
  2. zit. nach Röhm/Thierfelder, Juden-Christen-Deutsche; Band 1, Calwer Taschenbuchverlag, Stuttgart 1990, S. 52; insgesamt 5 Bände, 1990-1995