Waffenstillstand von Compiègne (1918)

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Die Waffenstillstandsbedingungen der Entente.jpg

Der Waffenstillstand von Compiègne vom 11. November 1918 wurde in der Nähe der französischen Stadt Compiègne in einem Eisenbahnwaggon zwischen dem Deutschen Reich und der Entente zur Beendigung der Kampfhandlungen des Ersten Weltkriegs abgeschlossen. Er bedeutete im Ergebnis die Kapitulation des Deutschen Reiches.

Abschluß

Die Entente wurde durch den betont antideutsch eingestellten französischen Marschall Foch, das Deutsche Reich durch den kurz zuvor erst ernannten Staatssekretär Matthias Erzberger (Zentrum) vertreten.

Der Marschall fragte die damaligen Vertreter des Deutschen Reiches, was sie von ihm wünschen würden, worauf er zur Antwort erhielt, daß man über einen Waffenstillstand zu verhandeln wünsche. Foch schloß jedoch Verhandlungen aus und antwortete in etwa, daß die Vertreter Deutschlands von ihm nur Bedingungen entgegenzunehmen hätten, denen sie dann nachkommen sollten. Bereits aus den harten Bedingungen des Waffenstillstandes konnte entnommen werden, daß einen Friedensvertrag mit dem Deutschen Reich abzuschließen, auf Grundlage der, von Präsident Woodrow Wilson vorgeschlagenen, 14 Punkte von der Entente nicht beabsichtigt war.[1]

Folgen

Der Waffenstillstand führte in den Folge zum Diktat von Versailles (1919).

Rezeption

Bei national gesinnten Deutschen, insbesondere Soldaten, stieß der Waffenstillstand auf breite Ablehnung. Sein Zustandekommen sowie die Entstehung der Weimarer Republik wurden als Schmach und nationale Katastrophe betrachtet. Erzberger wurde als Verräter an den deutschen Interessen 1921 erschossen.

Reichskanzler Adolf Hitler, der 1918 selbst als Soldat verraten wurde und der die Folgen der Waffenniederlegung ab 1933 sukzessive beseitigte, sprach später oft in seinen Reden von den Verratshandlungen der Männer des Novembers 1918 bzw. schlicht und einfach von den Novemberverbrechern. Nach dem siegreichen Westfeldzug 1940 gegen Frankreich ließ Hitler eigens denselben Eisenbahnwaggon herbeischaffen, um in diesem einen Waffenstillstand mit Frankreich zu schließen und somit auch symbolisch den Waffenstillstand von 1918 auszulöschen.

Die Erfahrung von 1918 prägte wesentlich die deutsche Kriegführung im Zweiten Weltkrieg.

Siehe auch

Literatur

  • Deutsche Informationsstelle: Waffenstillstand 1918–1940 (1940) (PDF-Datei)

Fußnoten

  1. Das Versailler Diktat. Vorgeschichte - Vollständiger Vertragstext - Gegenvorschläge der deutschen Regierung. Mit einem Vorwort von Generalleutnant a.D. Dr. Franz Uhle-Wettler. Arndt-Verlag, Kiel 1999, S. 23, ISBN 3-88741-195-1