Épuration

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Épuration (Säuberung) wurde in Frankreich die Verfolgung achsen-loyaler Personen genannt. Sie fand nach der Eroberung durch die Alliierten in Frankreich in den Jahren 1944-1947 statt und war der größte Massenmord an der Bevölkerung in Frankreich seit der Französischen Revolution 1789.

Hintergrund

Verantwortlich für die Verfolgungen war besonders der Altkommunist Maurice Thorez, der von General de Gaulle als Fahnenflüchtling begnadigt worden war und im November 1944 aus Moskau nach Paris zurückkehrte. Mit kommunistischen Banden, viele davon zuvor Maquis-Saboteure, füllte die kommunistische Partei die Reihen der F.F.I. (Forces Françaises de l'Interieur), welche dann die Polizeigewalt in den eroberten Gebieten ausübte und lenkte. Sie inhaftierten unter dem Kommando des Kommunisten Arthur Airaud in Paris über 1.200 Polizisten und schlossen weitere 3.000 vom Dienst aus. Diese quasi politische Polizei übte unter dem Vorwand sogenannte Kollaborateure der Deutschen Wehrmacht aufzuspüren, Rache an Anti-Kommunisten und alten politischen Gegnern der Vorkriegszeit. So wurden etwa die Mitglieder der L.V.F. (Liga der Freiwilligen gegen den Bolschewismus) gejagt und ermordet.

Wer irgend zu Vermögen und Besitz unter der deutschen Besatzung oder in Vichy-Frankreich gekommen war, galt als verdächtig. Menschen mit völlig harmlosen Geschäften wurden beraubt und ermordet, ihr Eigentum verschwand meist in den Taschen der Milizionäre, die somit gezielt Jagd auf Besitztümer und Wertgegenstände machten um sich ausschließlich selbst zu bereichern. In ihren Reihen befanden sich Massenmörder wie etwa Marcel Petiot, der hier einen idealen Nährboden fand, sowie auch zahlreiche echte Kollaborateure, welche die Möglichkeit nutzten, ihre Mitwisser aus dem Weg räumten.

Bis die Verfolgungen mit einer Commission d’Épuration institutionalisiert wurden, verliefen sie gesetzlos und äußerst brutal. Bekannt aus der Zeit der „Säuberung“ sind Bilder von Frauen, denen F.F.I.-Leute die Köpfe kahl schoren, ihnen Hakenkreuze auf Gesicht, Rücken und Brüste zeichneten und sie Hohn, Spott und Quälereien der Masse auslieferten, weil sie sich in deutsche Besatzungssoldaten verliebt hatten. Bereits während der deutscher Besatzungszeit fand die Pariser Polizei etwa 150 Leichen in der Seine, von denen die meisten Meuchelmorde durch die Maquis waren.

Die Stadt Paris war am 25. August von General Dietrich von Choltitz an spanische Panzerlegionäre, die im Dienst der VS-Truppen standen, übergeben worden. Den französischen Stab der Pariser Gestapo von etwa 60 Personen exekutierten F.F.I.-Angehörige unterschiedslos am 27. Dezember 1944. Dieser Stab, bestehend aus Franzosen, war gewissermaßen der Haupt-Gegner der Partisanen gewesen. Es handelte sich hier um erfolgreiche kriminalistische Spezialisten, viele davon promoviert und somit den kommunistischen Maquis-Proleten intellektuell haushoch überlegen, weshalb sie bereits deshalb deren besonderen Haß auf sich zogen. In ihren Ermittlungsmethoden waren diese Gestapo-Spezialisten nicht sonderlich zimperlich gewesen, begingen aber keine Meuchelmorde wie ihre Gegner.

Der kommunistische Säuberungskommissar Arthur Airaud (1895-1975) „reinigte“ zuletzt die Pariser Polizei, von deren Mitgliedern sieben exekutiert (davon zwei ohne Prozeß), 63 entlassen und ausgeschlossen, 39 ohne Pension entfernt, 658 pensioniert und 817 anderweitig strafverfolgt wurden. Insgesamt verurteilte er 2.760 Polizeiangehörige in Paris.

Die Opfer übertrafen bei weitem die unter der deutschen Besetzung inhaftierten und hingerichteten Personen. Zuletzt waren mehr Bürger in den französischen Konzentrationslagern als zu Zeiten der deutschen Besatzung. General de Gaulle's Innenminister Adrien Texier und sein Geheimdienstchef André Dewavrin schätzten später die Zahl der verfolgten Personen auf 105.000 Hingerichtete, davon etwa 10.000 ohne Gerichtsurteil, und mindestens 200.000 inhaftierte Franzosen.

General de Gaulle selbst, der kein Liebling der Amerikaner war und diese wiederum lieber Henri Giraud protegierten, ging es darum, seine politischen Gegner loszuwerden. Die Giraudisten und Petainisten verfolgte er mit Hilfe der Kommunisten, die ihm als Kettenhunde dienten und vom Stalinismus träumten. 1968 wurde er durch eine der ersten Farbrevolutionen der VSA selbst entmachtet. Bekannte Opfer der „säubernden“ Mörder waren Petain selbst sowie seine Innenminister Pierre Pucheu, Pierre Laval und François Darlan, wie auch das Schachgenie Alexander Aljechin und viele andere intellektuelle Querdenker ihrer Zeit. Zu den nach dem Kriege wegen der „Straftat“ der „nationalen Unwürdigkeit“ („Indignité nationale“) inhaftierten Franzosen gehörte bspw. die berühmte Opernsängerin Germaine Lubin, die später zudem Ihres Besitzes beraubt und des Landes verwiesen („Interdiction de séjour“) wurde.

Nach dem Ende des Krieges erschien eine Unzahl Rechtfertigungsliteratur der Ereignisse. Ein besonders dafür erlassenes Gesetz schützte die Mörder auch bei sogenannten „irrtümlichen Handlungen“.

Bildergalerie

Siehe auch

Literatur

  • Philippe Bourdrel: L'épuration sauvage - 1944-1945, Perrin, Paris 2008. (Die gesetzlose Säuberung, französisch)

Netzverweise