Pound, Ezra

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Ezra Pound (1913)

Ezra Weston Loomis Pound (Lebensrune.png 30. Oktober 1885 in Hailey, Idaho; Todesrune.png 1. November 1972 in Venedig) war ein VS-amerikanischer Dichter der Moderne. Sein Hauptwerk sind die „Cantos“. Er begründete überdies den kurzlebigen, aber einflußreichen Vortizismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Pound war der Sohn des örtlichen Grundbuchamtsleiters zur Eintragung von Schürfrechten. Nach eigenen Aussagen zählten etliche Pferdediebe zu seinen Vorfahren. Sein Studium der Romanistik ermöglichte er u.a. durch einen spärlichen Lebenswandel.

Ab 1908 lebte er in Europa, zunächst in Venedig, dann in London, später in Paris und von 1924 bis 1945 in Rapallo, Italien. Sein Haus dort wurde zur Wallfahrtsstätte literarischer Prominenz und des Dichternachwuchses aus aller Welt. Pound war grundsätzlich antikapitalistisch und antijüdisch eingestellt. Er entwickelte eine Zuneigung zum italienischen Faschismus von Mussolini, den er am 30. Januar 1933 persönlich in Rom traf.

Zu seinem Freundeskreis gehörten neben Gerhart Hauptmann und Fritz von Unruh allerdings auch die Juden Emil Ludwig, Franz Werfel und Rudolf Borchardt. 1939 reiste er in die VSA, um Präsident Roosevelt von einem Krieg gegen die Achsenmächte abzuhalten; Roosevelt weigerte sich allerdings, ihn zu empfangen.

Seine Meinung über Adolf Hitler wandelte sich mit der Zeit zum Positiven. Nach zunächst abfälligen Bemerkungen nannte er den Führer einen „Heiligen für sein Volk“ und schloß viele seiner Briefe mit „Heil Hitler“.

Über italienische Sender betrieb Pound Kriegspropaganda für die Achsenmächte. Ende April 1945 fiel er italienischen Partisanen in die Hände, die ihn an die vs-amerikanischen „Befreier“ auslieferten. Pound wurde von seinen Landsleuten in einen 10 Quadratmeter großen Käfig gesperrt, der rund um die Uhr mit grellem Licht bestrahlt wurde. Unter diesen Bedingungen verfaßte er auf Papierfetzen sein Pisan Cantos.

Ende 1945 wurde er in den VSA zum kriminellen Psychopathen erklärt und mit geistesgestörten Schwerverbrechern und Senilen in die Psychiatrie gesteckt. Aufgrund einer weltweiten Kampagne, an der auch T.S. Elliot führend beteiligt war, kam Pound 1958 wieder in Freiheit.

Er siedelte nach Italien über und erklärte bei seiner Ankunft, einem „von 180 Millionen Insassen bevölkerten Irrenhaus“ entronnen zu sein.

Sein Alterssitz war das Schloß Brunnenburg bei Meran. Er wurde feierlich auf der Toteninsel San Michele beigesetzt.[1]

Sonstiges

Nach Ezra Pound benannte sich die italienische Bewegung Casa Pound.

Zitate

  • „Wenn ein Mann nicht bereit ist, für seine Überzeugungen Risiken einzugehen, dann taugen entweder seiner Überzeugungen oder er selbst nichts.“
  • „Ein Sklave ist jemand, der darauf wartet, daß jemand vorbeikommt und ihn befreit.“

Bewertungen

Miguel Serrano bewertete Ezra Pound als „den größten Dichter des Jahrhunderts“:

  • Hitler war wie Jeanne d'Arc. Ein Heiliger, ein Märtyrer.“ (Erklärung des nordamerikanischen Dichters Ezra Pound vor Reportern, die ihn befragten als er bereits Gefangener der Militärs seines Landes war und kurz bevor er für 13 Jahre in eine Irrenanstalt eingeliefert wurde. Der wohlverdiente Nobelpreis für den größten Dichter dieses Jahrhunderts ist ihm nie zuerkannt worden).[2]
  • Und ich kann jenen Abend mit Ezra Pound auf dem Markus-Platz von Venedig, der voller amerikanischer und europäischer Touristen war, nicht vergessen. Dort ging Ezra Pound, alleine, aufrecht, gestützt auf einen Stock, ohne zu schauen, ohne jemanden zu sehen. Aber er wurde auch von niemandem gesehen, niemand wußte, daß dort an jenem Abend der größte Dichter der damaligen Zeit ging.[3]

Ehrungen

Literatur

Verweise

Fußnoten

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