Großkreuz des Eisernen Kreuzes

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Verschiedene Klassen des Eisernen Kreuzes 1813 und 1870.jpg

Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes (oftmals nur Großkreuz genannt) war von 1813 bis 1870 der höchste preußische und von 1871 bis 1945 der höchste deutsche Kriegsorden. Gestiftet wurde das Großkreuz gemeinsam mit dem Eisernen Kreuz am 10. März 1813 vom preußischen König Friedrich Wilhelm III. in Breslau. In vier Kriegen wurde der Halsorden insgesamt nur 20mal verliehen, wobei die Auszeichnung einmal aberkannt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Ausführung 1939

Großkreuz des Eisernen Kreuzes (1939)

Mit der Erneuerung des Eisernen Kreuzes am 1. September 1939 wurde auch das 1813, 1870 und 1914 gestiftete bzw. erneuerte Großkreuz des Eisernen Kreuzes geschaffen. Nach der Verordnung vom 1. September 1939 sollte das Großkreuz „etwa doppelt so groß wie das EK 1. Klasse sein und an Stelle der silbernen eine große Einfassung haben”.

Während des Zweiten Weltkrieges kam es nur ein einziges Mal zur Verleihung. Reichsfeldmarschall Hermann Göring, Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe, erhielt am 19. Juli 1940 durch Adolf Hitler das Großkreuz, welches ihm jedoch am 23. April 1945 aberkannt wurde.

Stern zum Großkreuz des Eisernen Kreuzes

Replika der Sonderstufe zum Großkreuz des Eisernen Kreuzes (1914) mit goldenen Strahlen des Blüchersterns („Hindenburgstern“) für Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg
Museumsanfertigung des nicht verliehenen Sterns zum Großkreuz 1939

Zu dem am 10. März 1813 gestifteten Eisernen Kreuz wurde am 26. Juli 1815 ein Stern an den Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher für seine Verdienste bei der Schlacht bei Belle Alliance und der Besetzung Paris' am 7. Juli 1815 vom König von Preußen verliehen, dem auf goldenen Strahlen ein Eisernes Kreuz aufgelegt war. Diese Auszeichnung war statutenmäßig nicht vorgesehen. Dennoch wiederholte sich dieser Vorgang, als Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg im März 1918 den Stern zum Großkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen bekam.

Diese Modelle waren Vorbild für die Anfertigung eines Sternes zum Großkreuz des Eisernen Kreuzes von 1939. Mitte 1940 ließ die Ordenskanzlei einen Strahlenstern mit dem EK anfertigen. Der Durchmesser des Sternes beträgt 85 mm. Die militärische Lage-Entwicklung verbot in den folgenden Jahren die Verleihung des Sternes.

Im Rahmen der Verlegung der Ordenskanzlei 1945 nach Schloß Kleßheim bei Salzburg, wurden beim Vordringen VS-amerikanischer Verbände die Bestände an Auszeichnungen durch Feindsoldaten geplündert und als Beutegut in die Staaten verbracht. Später gelangte der Stern in den Museumsbestand der United States Military Academy in West Point im Bundesstaat Neu York. Eine Rückgabe war und ist nicht geplant.

Träger

Nachfolgend die Träger des Ordens, mit dem Datum der Verleihung in Klammern.

Befreiungskriege (1813 bis 1815)

Das Großkreuz wurde während der Freiheitskriege gegen Napoleon fünfmal vergeben. Blücher wurde zudem mit einer besonderen Stufe des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet, dem sogenannten Blücherstern. Der Blücherstern (eigentlich Eisernes Kreuz mit goldenen Strahlen) wurde bei einem Brand im Jahre 1820 auf Schloss Krieblowitz unwiederbringlich vernichtet, die Familie Blücher besitzt eine authentische Nachfertigung dieses Ordens.

Deutsch-Französischer Krieg (1870 bis 1871)

Im Deutsch-Französischen Krieg wurden neun Großkreuze verliehen:

Erster Weltkrieg (1914 bis 1918)

Urkundenkassette des Großkreuzes zum Eisernen Kreuzes für Hermann Göring, ausgestellt in der Militärakademie in West Point

Im Ersten Weltkrieg wurde das Großkreuz fünfmal verliehen.

Wie schon zuvor Blücher in den Befreiungskriegen wurde von Hindenburg mit einer Sonderstufe des Eisernen Kreuzes für seine Verdienste ausgezeichnet, die dann analog zum Blücherstern als Hindenburgstern bezeichnet wurde. Der Hindenburgstern ist in den Wirren des Zweiten Weltkrieges aus dem Preußischen Armeemuseum verschwunden und gilt seitdem als verschollen.

Zweiter Weltkrieg (1939 bis 1945)

Das Großkreuz des Eisernen Kreuzes wurde zu Beginn des Zweiten Weltkrieges 1939 zusammen mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes von Adolf Hitler gestiftet. Es wurde nur einmal, am 19. Juli 1940 an Hermann Göring, der gleichzeitig zum Reichsmarschall ernannt wurde, vergeben. Da das Großkreuz in der Rangfolge noch über den Verleihungsstufen des Ritterkreuzes stand, war Göring damit der am höchsten ausgezeichnete deutsche Wehrmachtsangehörige des Zweiten Weltkrieges.

Die Bedeutung als Tapferkeitsauszeichnung, hat dieses Großkreuz allerdings nicht erhalten. Am 23. April 1945 wurde Göring die Auszeichnung aberkannt, weil Hitler sich von ihm verraten fühlte (Politisches Testament Adolf Hitlers). Es gibt mehrere Exemplare des Großkreuzes, alle Stücke wurden von C.E. Juncker, Berlin hergestellt.

Die „US Army“ beschlagnahmte am Ende des Krieges in Österreich eine Sonderstufe des Großkreuzes – mit Stern – ähnlich dem Blücherstern und dem Hindenburgstern. Diese Auszeichnung ist nie zur Verleihung gekommen. Für wen sie vorgesehen war, ist ebenfalls unbekannt. Die Verleihung war auf jeden Fall nach dem Krieg vorgesehen. Dieser Stern befindet sich im Besitz der VS-Militärakademie West Point.

Siehe auch

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