Palästina

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Palästina (arabisch Filastin, christlich „Das Heilige Land”, jüdisch „Gelobtes Land”) ist eine Landschaft in Vorderasien, die zwischen dem Mittelmeer im Westen, dem Jordangraben bis zum Toten Meer im Osten, zwischen dem Libanongebirge im Norden bis zum Nordsaum des Negev im Süden liegt. In Palästina existieren viele dem Christentum, Judentum und Islam heilige Stätten.

Das Ergebnis der Errichtung des Staates Israel: Palästina wird von der Landkarte getilgt (Grün).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem blutigen Aufstand 132 unter Bar Kochba wurde der römische Provinzname Iudaea (Judäa) in Syria Palaestina geändert. Nach 395 gehörte Palästina zum Oströmischen (Byzantinischen) Reich. Der Aufstieg des Christentums im 4. Jahrhundert und dessen Interesse am Heiligen Land verschoben die regionalen Mehrheitsverhältnisse, gefördert durch rechtliche Einschränkungen für die Juden (nach 425/426 Aufhebung des Patriarchats). Die arabische Eroberung (ab 634) versetzte auch die Christen in den Status einer begrenzt geduldeten Minderheit neben den Juden. Ab 878 gehörte Palästina (mit Unterbrechungen) zu Ägypten. 1099 eroberten die Kreuzfahrer Jerusalem und bildeten das christliche Königreich Jerusalem (bis 1291). Unter der Toleranz und Dynamik des aufstrebenden Osmanischen Reiches nach 1517 wuchs auch die jüdische Bevölkerung in Palästina sprunghaft an. Anfang des 18. Jahrhunderts folgten neue Zuwanderungen aus osteuropäisch-chassidischen, im 19. Jahrhundert auch aus anderen orthodoxen Kreisen. Schwäbische Pietisten schufen Mustersiedlungen in Palästina.[1]

2012

Palästinas Präsident Mahmud Abbas forderte im November 2012 vor der UN-Vollversammlung in Neu York, die Mitgliedschaft als Beobachterstaat. Neun Länder, u.a. VSA, Israel, Panama und Tschechei stimmten dagegen, während Israel auch mit Vergeltungsmaßnahmen drohte, 41 Länder u. a. die BR-Deutschland enthielten sich der Stimme und 138 stimmten mit „ja" für Palästinas Aufnahme.

Wenige Stunden nach der Abstimmung gab die Regierung Israels bekannt, im Westjordanland die Besiedlung mit 2.000 neuen Wohnungen weiterzubetreiben. Diese Provokation stuft u. a. die UNO als illegal ein.

2014

Im Sommer 2014 fand im Gaza-Streifen ein weiteres Massaker an Palästinensern statt (→ Unternehmen „Schutzrand“).

Zionismus

Der Zionismus verursachte mit seiner öffentlich vertretenen Forderung, eine »öffentlich-rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina« für das jüdische Volk zu schaffen, ab 1905 eine verstärkte Zuwanderung.

Die (unter maßgeblichen Einsatz v.a. von N.Sokolow erwirkte) Balfour-Deklaration vom 2.11.1917 leitete nach der Eroberung durch die Briten

1917/18

eine intensive zionistische Aufbauphase ein, während der sich bereits Widerstand unter der arabischen Bevölkerung bemerkbar machte.

1920

Großbritannien erhielt 1920/22 das Völkerbundsmandat für Palästina und trennte das Ostjordanland als Emirat Transjordanien ab. Es kam zu wachsenden Konflikten zwischen Juden und Arabern, die einen unabhängigen arabischen Staat Palästina forderten. Sie mündeten

1936 - 1939

in einen arabischen Palästinaaufstand und führten besonders in den 1940er-Jahren auch zu Auseinandersetzungen zwischen Juden und britischer Verwaltung (Israel, Geschichte). Schließlich brachte Großbritannien die Palästinafrage vor die sogen. Vereinten Nationen, deren Vollversammlung am

29.11.1947

die Zweiteilung Palästinas in einen jüdischen und einen arabischen Staat abstimmte. Diese Empfehlung wurde von den Bewohnern Palestinas überwiegend abgelehnt und führte zu Aufständen.

Sie führte mit Erlöschen des britischen Mandats und Abzug der britischen Truppen am

14.5.1948

zur Ausrufung des Staates Israel .

In der Folge des 1. Israelisch-Arabischen Kriegs fiel das für den arabischen palästinensischen Staat vorgesehene Gebiet an mehrere kriegführende Mächte; Ostpalästina wurde 1950 Jordanien angegliedert (Westjordanland); der Gazastreifen kam unter ägyptische Treuhandverwaltung. Im Sechstagekrieg besetzte Israel große Teile von Palästina.

Am 14. Mai 1948 wurde der Staat Israel proklamiert („Nakba”, „Katastrophe”), mehr als 760.000 alästinenser wurden von Israelis aus ihrer Heimat vertrieben, zahlreiche Dörfer, u.a. deren bekanntestes Deir Jassin, wurden dem Erdboden gleichgemacht, die Bevölkerung vor Ort in Brunnen geworfen und somit ermordet.

Fünf Millionen Palästinenser leben deshalb seit einer Generation noch heute in Flüchtlingslagern. [2]

Zitat

  • „Die Regierung Seiner Majestät verkündet jetzt unzweideutig, daß es nicht ihre Politik ist, aus Palästina einen jüdischen Staat werden zu lassen.“ — Aus dem Britischen Weißbuch von 1939[3]
  • „Herr Roosevelt verlangt endlich die Bereitwilligkeit, ihm die Zusicherung zu geben, daß die deutschen Streitkräfte des Staatsgebiet oder die Besitzungen folgender unabhängiger Nationen nicht angreifen und vor allem nicht dort einmarschieren würden. Und er nennt als dafür in Frage kommend nun: Finnland, Lettland, Litauen, Estland, Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande, Belgien, Großbritannien, Irland, Frankreich, Portugal, Spanien, die Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Rußland, Bulgarien, Türkei, Irak, Arabien, Syrien, Palästina, Ägypten und Iran. [...] Ebenfalls ist Herrn Roosevelt ersichtlich die Tatsache entgangen, daß Palästina zur Zeit ja gar nicht von deutschen Truppen, sondern von Engländern besetzt ist und mit brutalsten Gewaltmitteln in seiner Freiheit beschränkt und um seine Unabhängigkeit gebracht wird und zugunsten jüdischer Eindringlinge die grausamsten Mißhandlungen erduldet. Die in diesem Lande lebenden Araber dürften sich gegenüber Roosevelt daher sicher nicht über eine deutsche Aggression beschwert haben, aber sie beklagen sich in andauernden Appellen an die Weltöffentlichkeit über die barbarischen Methoden, mit denen England dort ein seine Freiheit liebendes und nur seine Freiheit verteidigendes Volk niederzuzwingen versucht. Auch dies wäre vielleicht ein Problem, das man nach der Auffassung des Herrn Roosevelt am Konferenztisch würde lösen müssen, vor einem gerechten Richter also, und nicht durch brachiale Gewalt, durch militärische Mittel, durch Massenerschießungen, durch das Niederbrennen von Dörfern, Sprengungen von Häusern usw. Denn eines steht doch unzweifelhaft fest, daß England in diesem Fall nicht in Abwehr eines drohenden arabischen Angriffs auf England handelt, sondern als von niemand gerufener Eindringling in einem England nicht gehörenden fremden Gebiet seine Gewalt aufrichten will.“Adolf Hitler am 28. April 1939 in seiner Anwort an Roosevelt

Siehe auch

Verweise

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Fußnoten

  1. Es war einmal in Palästina, Sezession, 18. April 2009
  2. Palästinenser gedenken der “Nakba”, de.euronews.net, 14. Mai 2009
  3. British White Paper of 1939, Section I. "The Constitution". Zit. n.: (Avalon Projekt der Yale Universität)
    But this statement has not removed doubts, and His Majesty's Government therefore now declare unequivocally that it is not part of their policy that Palestine should become a Jewish State.
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