Alexander der Große
Alexander der Große bzw. Alexander III. (
356 v. d. Z.;
323 v. d. Z.) war ein makedonischer König und eine der bedeutendsten politischen und militärischen Persönlichkeiten der griechischen Geschichte und generell des Altertums. Mit seinem Herrschaftsantritt beginnt in der Geschichtsschreibung das Zeitalter des Hellenismus, die massive Ausbreitung der griechischen Sprache und Kultur im östlichen Mittelmeerraum. Durch den Kriegszug Alexanders wurde auch das geographische Wissen erweitert.
Inhaltsverzeichnis
Leben
Nach dem Tode seines Vaters Philipp startete er einen Kriegszug gegen die Perser, um die kleinasiatischen Siedlungen von der persischen Herrschaft zu befreien. Nach seinem Erfolg in Kleinasien zog Alexander tiefer ins Reich der Perser herein und eroberte u. a. Ägypten und Syrien. Aufgrund einer Meuterei der Truppen sah er sich gezwungen, den Zug nach Indien abzubrechen. Nach der Eroberung des Perserreiches plante er die Errichtung eines von einer griechisch-iranischen Oberschicht geführten Großreiches, ebenso war ein zweiter großer Feldzug in den Westen geplant.
Rassenvermischung
Alexander war de facto ein früher Verfechter der Rassenvermischung, die er in seinem Einflussbereich rigoros – auch in eigener Person – umsetzte. Er befahl mehrfach verschiedenrassischen Truppenteilen seiner Armee, sich mit fremdrassischen Frauen zu paaren, um rassenbiologisch begründete Vorbehalte und Spannungen innerhalb seiner Kampfverbände abzudämpfen und auszutilgen. Im Februar 324 v.u.Z. feierte er in Susa Hochzeit mit Stateira, Tochter von Dareios III., sowie mit Parysatis, Tochter von Artaxerxes III.; zugleich wurden 10.000 makedonische Soldaten mit persischen Frauen verheiratet.
Tod
Sein Tod 323 v. d. Z. in Babylon verhinderte die Ausführung seiner militärischen Vorhaben und Reichspläne. Nach seinem Tod versuchte man noch eine Zeitlang, das von ihm eroberte Riesenreich zusammenzuhalten, schließlich kam es jedoch zur Errichtung verschiedener griechisch beherrschter Staaten, den sogenannten Diadochenreichen. Von diesen hielt sich das Reich der Ptolemäer in Ägypten am längsten, wurde jedoch 30 v. d. Z. von den Römern erobert.
Mittelalter
Im Mittelalter wurde die Gestalt Alexanders oftmals als Verkörperung höchster Milde dargestellt.
Literatur
- Johann Gustav Droysen: Geschichte Alexanders des Großen, mit einem Vorwort von Sven Hedin (1917) (PDF-Datei)
- Johann Jakob Bernoulli: Die erhaltenen Darstellungen Alexanders des Großen; (1905) (PDF-Datei)
- Theodor Schreiber: Studien über das Bildniss Alexanders des Großen (1903) (PDF-Datei)
- Englischsprachig
- Arthur Kemp: March of the Titans Volume I: The Rise of Europe. Ostara Publications, 2023 Prometheus Edition – vollständig neu bearbeitet, erweitert und aktualisiert [308 S. m. 581 Farbaufn.], Vorstellung und Bezugsnachweis
