Altenburg

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Altenburg

Wappen von Altenburg
Staat: Deutsches Reich
Gau: Thüringen
Landkreis: Altenburger Land
Provinz: Sachsen-Altenburg
Einwohner (2011): 34.456
Bevölkerungsdichte: 755 Ew. p. km²
Fläche: 45,60 km²
Höhe: 202 m ü. NN
Postleitzahl: 04600
Telefon-Vorwahl: 03447
Kfz-Kennzeichen: ABG
Koordinaten: 50° 59′ N, 12° 26′ O
Altenburg befindet sich seit 1945 entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Freistaat Thüringen
Bürgermeister: Michael Wolf (SPD)

Die ehemalige Residenzstadt Altenburg (lat. Altenburgum) ist über 1000 Jahre alt, liegt im Osten des Freistaates Thüringen und gehört zur Metropolregion Sachsendreieck. Altenburg ist Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land. Mit ihren etwa 38.000 Einwohnern ist die Stadt in der Landesplanung als Mittelzentrum mit Teilfunktionen eines Oberzentrums ausgewiesen. Sie wurde vor allem durch das hier um 1820 erfundene Kartenspiel Skat bekannt.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1885 29.110
1939 44.338
1946 51.805

Geschichte

Frühere Gestaltung des Altenburger Wappens (Bild um 1880)

Altenburg scheint schon zu Ende des 10. Jahrhunderts bestanden zu haben und damals an das Bistum Naumburg gekommen zu sein; jedoch im 12. Jahrhundert gehörte es unmittelbar zum Reich und erwarb die Rechte einer Reichsstadt. Auf der dortigen Burg hatte ein Burggraf seinen Sitz. Otto IV. hielt 1209 in Altenburg einen Reichstag ab.

Kaiser Friedrich II. verpfändete Altenburg an Albrecht den Entarteten von Meißen, König Adolf 1292 an Böhmen, dessen König Johann als Reichsvikar 1311 Altenburg wieder an Meißen als Pfand überließ.

Nach dem Aussterben der Burggrafen von Altenburg erneute Kaiser Ludwig 1329 die Verpfändung, und somit ging Altenburg seiner Reichsfreiheit verlustig und blieb bei Meißen. Durch die Hussiten wurde Altenburg 1430 niedergebrannt. Im Jahr 1445 kam es an Kursachsen.

Die sogenannte Reformation wurde ohne Schwierigkeit in Altenburg eingeführt, besonders seit Spalatins Anstellung als Pfarrer und Superintendent. Vom 20. Okt. 1568 bis 9. März 1569 war hier das berühmte Kolloquium zwischen den sächsischen Theologen wegen Beilegung der majoristischen, synergistischen und adiaphoristischen Streitigkeiten.

Von 1603 bis 1672 war Altenburg Residenz der sog. Altenburger Linie des ernestinischen Hauses; dann wurde es wieder Residenz 1826 durch den Umzug des Herzogs Friedrich von Hildburghausen.

Bekannte, in Altenburg geborene Personen

Bildergalerie

Filmbeiträge

Aufnahmen eines Militäraufmarschs im Jahre 1937.

Literatur

  • Johann Ernst Huth: Geschichte der Stadt Altenburg zur Zeit ihrer Reichsunmittelbarkeit, Altenburg 1829 (lesen`)
  • Julius Löbe: Geschichtliche Beschreibung der Residenzstadt Altenburg, Altenburg 1842 (lesen)
  • Schöne: Geschichte des Magdalenenstiftes zu Altenburg, Altenburg 1847
  • E. von Braun: Die Stadt Altenburg in den Jahren 1350 - 1525, Altenburg 1872 (lesen)
  • Julius Löbe: Die herzogliche Schloßkirche zu Altenburg, Altenburg 1873
  • Julius Löbe: Das herzogliche Residenzschloß Altenburg, Altenburg 1875
  • E. von Braun: Erinnerungsblätter aus der Geschichte Altenburgs in den Jahren 1525-1826, Altenburg 1876

Verweise

Fußnoten

  1. Große Bürgerbauten. Aus vier Jahrhunderten deutscher Vergangenheit, Verlag Langewiesche, Königstein im Taunus & Leipzig 1925 (Die Blauen Bücher)