Arnim (Adelsgeschlecht)

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Wappen der Familie von Arnim (ca. 13. - 14. Jahrhundert)

Arnim ist der Name eines alten märkischen Uradelsgeschlechts, das seinen Namen von dem Dorf Arnim in der Altmark (heute ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal in Sachsen-Anhalt) trägt und das mit Allard von Arnim (Alardus de Arnim) im Jahr 1204 erstmals urkundlich erwähnt wird.[1]

Mit den Schauenburger und Geldernschen Dynasten gleichen Namens (Arnheim, Arnhem, Arnem) besteht keine Stammverwandtschaft. Falsch ist auch die Annahme, die Familie sei aus der Stadt Arnheim nach den Marken gekommen.[2] Das Geschlecht derer von Arnim erscheint dann öfter im 14. Jahrhundert als begütert, hauptsächlich in der Uckermark und in der Landschaft Barnim. Anfang des 15. Jahrhunderts beginnt mit den drei Brüdern Ludecke, Klaus und Wilke die ununterbrochene Namensreihe der ganzen Familie, die sich allmählich auch in Pommern, Franken, dem Magdeburger Gebiet, in Sachsen, Mecklenburg und Preußen ausbreitete. Die Hauptbesitzungen waren in der Uckermark, dort lagen auch die Schlösser Zehdenick, Zichow und Gerswalde, nach welchen sich die Nachkommen jener drei Stammväter benannten und in drei Linien trennten. Aus der Linie Zehdenick entstand Haus Fredenwalde und Crussow. Vom Hause Zichow zweigte sich Haus Seidewitz in Franken ab, aus dem die sächsischen Arnims hervorgingen, begründet von Wolf Christian von Arnim (gest. 1668). Ebenfalls im 17. Jahrhundert trennte sich Boitzenburg (erworben 1528) von Gerswalde.

In der Uckermark hatten die Arnims als das angesehenste Geschlecht fast regelmäßig von 1424 bis 1738, wo das Amt einging, die Landvogtei inne. Zu Ehren der Familie Arnim wurde 1889 nach ihr das 2. brandenburgische Dragonerregiment Nr. 12 benannt.

Wappen

Blasonierung: In Rot 2 silberne Balken; auf dem Helm mit rot-silberner Decke zwei rote (Büffel-)Hörner mit je zwei silbernen Spangen.[3]

Bekannte Namensträger

Siehe auch

Fußnoten

  1. Heinemann: Codex dipl. Anhalt, I, 555, Nr. 747
  2. Vgl.: Brockhaus' Konversationslexikon (Autorenkollektiv, F. A. Brockhaus in Leipzig, Berlin und Wien, 14. Auflage, 1894-1896)
  3. Vgl.: www.vonarnim.com
  4. Protokolle des Preußischen Staatsministeriums (Regesten, Acta Borussica [Neue Folge]) Band 8/2, Seite 485 (Personenregister)
  5. Wilhelm Bußler. Die Kriegerdenkmäler um Metz, Metz 1895, S. 27f
  6. denkmalprojekt.org/Verlustlisten