Barkhausen, Friedrich Wilhelm

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Friedrich Wilhelm Barkhausen (* 24. April 1831 in Misburg bei Hannover; † 31. August 1903 in Breslau) war ein deutscher Verwaltungsjurist und Präsident des Evangelischen Oberkirchenrats in Berlin.

Leben

Barkhausen studierte von 1849 bis 1854 zuerst Mathematik und Naturwissenschaften, dann Rechts- und Staatswissenschaften in Göttingen und Heidelberg, trat 1854 in den hannoverschen Justizdienst und wurde 1865 Assessor bei der Klosterkammer und dem Konsistorinm in Hannover. Nach der preußischen Besitzergreifung wurde er 1869 zum Konsistorialrat und Dirigenten des Konsistoriums in Stade ernannt und 1873 als Geheimer Regierungsrat und vortragender Rat in das Kultusministerium nach Berlin berufen, wo er 1876 Geheimer Oberregierungsrat, 1881 Ministerialdirektor der geistlichen Abteilung und 1890 Unterstaatssekretär wurde. 1891 erfolgte seine Ernennung zum Wirklichen Geheimrat und Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats. Er bearbeitete insbesondere die kirchlichen Verfassungsangelegenheiten der neuerworbenen Provinzen und fungierte auch wiederholt als königlicher Kommissar auf den Synoden derselben. 1883 ernannte ihn die Universität Marburg zum Dr. jur. honoris causa. Als Kurator des Klosters Loccum (seit 1878) organisierte er die Erziehungsanstalten in Hameln und Goslar sowie das Hospiz auf Langeoog. 1891 und 1894 war er königlicher Kommissar auf der Generalsynode in Berlin.