Bukarest

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Bukarest (rum. București) ist die Hauptstadt von Rumänien.

Geschichte

Die Gründung der Stadt schreibt man einer sagenhaften Persönlichkeit, dem Schäfer Bucur, zu; in den Chroniken erscheint sie als Kriegsplatz seit dem 14. Jahrhundert. Nachher war Bukarest abwechselnd mit Tergowisch die Hauptstadt der Walachei. Als 1594 der Gospodar Michael vom Osmanischen Reich abfiel, wurde Bukarest 1595 nach der Schlacht bei Kalugareni von dem Großwesir Mohammeds III., Sinan Pascha, erobert, fiel aber schon im nächsten Jahr wieder in die Hände Michaels. Im 17. Jahrhundert, unter dem Fürsten Matth. Bassarab, zählte Bukarest 6000 Häuser und 100.000 Einw. und erhielt vielfältige Verschönerungen.

Fürst Konstantin Brankowan verlegte 1698 die Residenz von Tergowisch definitiv nach Bukarest, das aber unter den Wirren, welche dem gewaltsamen Tode dieses Fürsten folgten, sehr litt, so daß es 1713 nur noch 50.000 Einwohner zählte. 1716 wurde die Stadt von 1200 Serben unter Dettin überfallen und geplündert. 1738 wurde sie von einer großen Pest heimgesucht. Am 30. Oktober 1771 siegten die Russen unter von Essen bei Bukarest über die Türken, welche infolge davon Moldawien und die Walachei räumen mussten und erst durch den Friedensschluß vom 16. Juli 1774 diese Länder zurückerhielten.

Unter Alexander Ypsilantis (1774-82) wurde Bukarest wesentlich verschönert, aber am 10. November 1789 von den Österreichern unter dem Prinzen Friedrich Josias von Sachsen-Koburg eingenommen und erst im Frieden vom 4. August 1791 wieder herausgegeben. Verschiedene Unglücke, wie Erdbeben (1793 und 1802), Pest (1794 und 1812), Feuersbrünste (1804), Überschwemmungen (1805 und 1806), traf in den nächsten Jahren die Stadt. Am 28. Mai 1812 wurde hier der Friede zwischen Russland und dem Osmanischen Reich geschlossen, durch den letztere ganz Bessarabien und ein Drittel von Moldawien mit den Festungen Chotin, Akjerman, Bender, Ismail und Kilia an Rußland abtrat. Seit 1829 begann das rapide Wachstum der Bevölkerung und die Verschönerung der Stadt. Nach der Vereinigung der Walachei und Moldawien zum Fürstentum Rumänien wurde Bukarest 1861 zur Residenz- und Regierungshauptstadt erhoben.

Bekannte, in Bukarest geborene Personen

  • Marcel Avram (geb. 1938), jüdischer Konzertveranstalter
  • Eitel-Albert Barth (1915–2004), deutscher Hauptmann und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Tala Birell (1907–1958), deutsche Schauspielerin
  • Mircea Eliade (1907–1986), rumänischer Autor und Religionswissenschaftler
  • Serge Klarsfeld (geb. 1935), französischer Rechtsanwalt und Holocaust-Historiker
  • Nicolae Paulescu (1869–1931), rumänischer Physiologe, Professor und der Entdecker des Insulins
  • Ioan Mihail Racovita (1889–1954), rumänischer Generalmajor und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Edgar Radulescu (1890–?), rumänischer General und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges
  • Hagen Rether (geb. 1969), deutschfeindlicher und anti-christlicher Kabarettist in der BRD
  • Vladimir Weigl (geb. 1950), deutscher Film- TV- und Theater- Schauspieler