Decker, Wilhelm (1899)

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Dr. phil. Wilhelm Decker

Wilhelm Decker (Lebensrune.png 13. Dezember 1899 in Rostock; Todesrune.png 1. Mai 1945 bei Berlin) war ein deutscher Politiker (NSDAP), Publizist und während der Zeit des Nationalsozialismus Generalarbeitsführer. Er ist nicht zu verwechseln mit dem als „Blutzeuge der Bewegung“ geltenden gleichnamigen SA-Mann Wilhelm Decker (1907–1931).

Leben

Wilhelm Decker wurde am 13. Dezember 1899 in Rostock geboren und besuchte dort das Gymnasium und kam 1917 an die Westfront. Nach dem ersten Weltkriege studierte er in Rostock Geschichte und Germanistik. Durch Arbeiten der verschiedensten Art – er scheute keine Tätigkeit – verdiente sich Wilhelm Decker die Mittel zum Studium, bis er 1922 zum Dr.phil. promovieren konnte. Schon seit 1919 betätigte er sich journalistisch. 1923 wurde er Schriftleiter des damals völkischen „Pyritzer Kriegsblattes“ in Pyritz in Pommern, 1924 Schriftleiter der völkischen „Mecklenburger Warte“. 1926 schied Dr. Wilhelm Decker aus der Redaktion dieses Blattes aus, weil er als Nationalsozialist den Weg der völkischen Bewegung als einen Irrweg erkannte und keine Möglichkeit sah, dieser Bewegung weiter seine Kräfte zu widmen. Er wurde freier Schriftsteller in Sachsenhausen bei Berlin, gleichzeitig Mitglied der NSDAP und schlug sich jahrelang unter großen Entbehrungen durch. Er sprach auf mehr als tausend Versammlungen, wurde 1929 Mitglied des Brandenburgischen Provinzialausschusses und des Kreistages Niederbarnim. 1930 gehörte er zu den 107 nationalsozialistischen Abgeordneten des Reichstages. Dr. Decker beschäftigte sich nach der Machtübernahme intensiv im Arbeitsdienst, bis ihm der Reichsarbeitsführer zum Inspekteur der Führerschulen des Deutschen Arbeitsdienstes ernannte. Ab 1934 publizierte er die nationalsozialistische Zeitschrift Volk an der Arbeit, deren Inhalte dermaßen gut plaziert waren, daß Decker 1935 zum Generalarbeitsführer im Reichsarbeitsdienst ernannt wurde.

Reichserziehungsminister Bernhard Rust ernannte Decker 1935 zum Lehrbeauftragten für Arbeitsdienst an der Universität Berlin, wo er im Juni 1937 zum Honorarprofessor ernannt wurde. In der 1937 gegründeten Arbeitsgemeinschaft für deutsche Volkskunde war Decker kurzzeitig Leiter des Referats Feiergestaltung.

Er fungierte zudem ab 1940 als ständiger Vertreter des Führers des RAD, Konstantin Hierl. Zusätzlich gehörte Decker seit 1940 dem Beirat der „Forschungsabteilung Judenfrage“ innerhalb des Reichsinstituts für Geschichte des Neuen Deutschlands an. Decker starb Anfang Mai 1945 bei den Kämpfen um Berlin. Ob es Suizid war oder ob er tödlich verwundet wurde, ist bis heute nicht aufgeklärt.

Deckers sämtliche Schriften wurden nach Kriegsende in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.

Auszeichnungen

Werke

  • Die Napoleonische Kontinentalsperre und ihre Wirkungen in Rostock, 1922
  • Der deutsche Weg, Leipzig 1933
  • Kreuze am Wege zur Freiheit, Leipzig 1935
  • Wille und Werk, 1935
  • Die politische Aufgabe des Arbeitsdienstes, Berlin 1935
  • Der deutsche Arbeitsdienst, Berlin 1937
  • Arbeitsmaiden am Werk, 1940
  • Mit dem Spaten durch Polen, 1940

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