Eilenburg

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Eilenburg

Wappen von Eilenburg
Staat: Deutsches Reich
Gau: Sachsen
Landkreis: Nordsachsen
Provinz: Provinz Sachsen
Einwohner (2009): 16.777
Bevölkerungsdichte: 356 Ew. p. km²
Fläche: 47 km²
Höhe: 106 m ü. NN
Postleitzahl: 04838
Telefon-Vorwahl: 03423
Kfz-Kennzeichen: TDO (auslaufend EB, DZ)
Eilenburg befindet sich entweder unter Fremdherrschaft oder wird durch die BRD oder BRÖ staatsähnlich verwaltet.
Bundesland: Freistaat Sachsen

Eilenburg ist eine deutsche Stadt an der Mulde in Sachsen und eine Große Kreisstadt im Landkreis Nordsachsen.

Lage

Eilenburg liegt im Flußtal der Mulde südlich der Dübener Heide am östlichen Rand der Leipziger Tieflandsbucht.

Geschichte

Mit der Eingliederung der Gebiete zwischen Saale und Elbe unter den Königen Heinrich I. und Otto I. in das Ostfrankenreich wurde die Burg Mittelpunkt eines Burgwardes und damit Zentrum der Herrschaft und Verwaltung in der Region, zu der auch eine dem heiligen Petrus geweihte Kirche gehörte.

In einer Urkunde Ottos I. vom 29. Juli 961 wird erstmals eine civitas Ilburg im Gebiet Suisile genannt. Im Jahr 1000 befand sich der ursprünglich direkt dem König unterstehende Burgward, d.h. das gesamte Gebiet mit der Burg Eilenburg im Zentrum, in der Grafschaft des Grafen Friedrich I. aus dem Geschlecht der Wettiner. Auch nach seinem Tode blieben der pagus Siusili und damit auch Eilenburg in der Hand der Wettiner, die bis zur ihrer Abdankung als Könige von Sachsen im Jahr 1918 über Burg, Stadt und Umland verfügten.

Der Dreißigjährige Krieg hinterließ auch in Eilenburg Spuren. Blieb die Stadt zunächst von Kampfhandlungen verschont, musste man dennoch die katastrophalen wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges hinnehmen. Ab dem Jahr 1631 wurde die Stadt direkt in den Krieg einbezogen. 1632 wurde der Schwedenkönig Gustav II. Adolf im Gasthof Roter Hirsch aufgebahrt, nachdem er in der Schlacht bei Lützen am 16. November 1632 gefallen war. 1639 wurde Eilenburg von Georg von Derfflingers Truppen eingenommen. 1646 begannen in Eilenburg weitere Friedensverhandlungen zwischen Sachsen und Schweden, um den auslaufenden Waffenstillstand von Kötzschenbroda bis zu einem allgemeinen Friedensschluß (Westfälischer Friede) zu verlängern. Der am 14. September 1648 geschlossene Friede von Eilenburg bedeutete für Gesamtsachsen das Ende des Dreißigjährigen Krieges. In der Folge erholte sich die Stadt wieder.

Der langsam einsetzenden wirtschaftlichen Besserung wurde durch den Siebenjährigen Krieg ein jähes Ende gesetzt. So gut wie jeder Eilenburger Mann wurde zum Kriegsdienst herangezogen. Die Stadt wurde abwechselnd von den Österreichern und Preußen besetzt. Mit dem Ende des Krieges war Eilenburg wiederum eine verarmte und ausgeplünderte Stadt. Ende des 18. Jahrhunderts stagnierte die Wirtschaft. Durch den Wegfall der Einnahmen durch Straßenmandate, nach deren Bestimmung der Handelsverkehr die Stadt passierte, war Eilenburg eine unbedeutende Landstadt geworden.

Die Französische Revolution sorgte zwar für einen leichten wirtschaftlichen Aufschwung, der jedoch durch die von 1806 bis 1813 währende Herrschaft der Franzosen neutralisiert wurde. Während der Koalitionskriege bezog Napoleon 1813 kurz vor der Völkerschlacht bei Leipzig in Eilenburg Quartier. Nach der Niederlage Napoleons gehörte Eilenburg zu dem Gebiet, das Sachsen nach den Bestimmungen des Wiener Kongresses 1816 an Preußen abtreten mußte. Durch die Zugehörigkeit zu dem infolge der Preußischen Reformen überaus modernen Staat wurde der Übergang Eilenburgs von einer Land- zur Industriestadt maßgeblich vorangetrieben.

Bekannte, in Eilenburg geborene Personen

  • Oskar Höcker (1840–1894), Schriftsteller und Schauspieler
  • Walter Rödlich (1896–1942), Oberst und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges