Thyssen, Fritz

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Fritz Thyssen (1928)

Fritz Thyssen (Lebensrune.png 9. November 1873 in Styrum, heute Mülheim an der Ruhr; Todesrune.png 8. Februar 1951 in Buenos Aires) war ein deutscher Großindustrieller.

Leben

Er wurde als Sohn des Industriellen August Thyssen geboren. Nach dem Studium der Ingenieurswissenschaften in Lüttich, London und Berlin leistete er seinen Militärdienst und trat 1898 die Firma seines Vaters ein. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er für Deutschlands Freiheit und wurde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Nachdem er sich 1923 am Widerstand gegen die Ruhrbesetzung durch belgische und französische Truppen beteiligt hatte, wurde er von einem französischen Kriegsgericht zu einer hohen Geldstrafe verurteilt. 1924 wurde er Vorsitzender der Rohstahlgemeinschaft und übernahm 1926 nach dem Tod seines Vaters den Thyssen-Konzern. 1928 wurde er Vorsitzender des Aufsichtsrats der Vereinigten Stahlwerke A.G. und Vorsitzender der internationalen Rohstahlgemeinschaft. Am 1. Mai 1931, also noch während der Zeit der Verfolgungen durch das Weimarer Regime, trat er der NSDAP bei. 1933 wurde er Mitglied des Generalrats der Wirtschaft und preußischer Staatsrat. Weiterhin wird er Aufsichtsratsvorsitzender der Bank für Industrieobligationen und Vorsitzender der Nordwestlichen Gruppe deutscher Eisen- und Stahlindustrieller und Mitglied des Reichstags.

Nachdem er sich seinen Ämtern entzog und mit dem französischen Kriegsgegner kollaborierte, wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt und er bis Kriegsende in Deutschland in Ehrenhaft gehalten. Eine Verständigung mit Frankreich wurde von ebenjenen Kreisen verhindert, mit denen Thyssen nun glaubte, gemeinsam in einen Krieg gegen die Sowjetunion ziehen zu können.

1941 erschien in Neu York unter seinem Namen ein Buch „I paid Hitler“. Bis heute ist die tatsächliche Urheberschaft ungeklärt. Offensichtlich handelte es sich dabei um ein Konglomerat aus wüster antideutscher Propaganda mit dem Ziel der Diskreditierung der deutschen Regierung, das der schwarzen Propaganda gegen Deutschland zuzurechnen ist. Nach dem Krieg distanzierte sich Thyssen von dem Werk, das nun gegen ihn verwendet wurde. Er setzte durch, daß niemals eine deutsche Ausgabe erschien.

1945 wurde er von den VS-amerikanischen Besatzern verhaftet und in ein VS-amerikanisches KZ verschleppt. Ein Teil seines Vermögens wurde daraufhin von den Besatzern „beschlagnahmt“. Er starb nach seiner Freilassung bei einem Besuchsaufenthalt in Buenos Aires.

Literatur

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