Garnisonkirche

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Pfeil 1 start metapedia.png Dieser Artikel behandelt die Garnisonkirche in Potsdam. Für weitere gleichnamige Kirchen siehe Garnisonkirche (Auswahl)
Die beschädigte Garnisonkirche nach dem anglo-amerikanischen Terrorangriff
Potsdam 1945: Blick von der Treppe des Alten Rathauses vorbei am westlichen Kopfbau des Potsdamer Stadtschlosses (links), in der Mitte die Garnisonkirche, rechts der ebenfalls von den Kommunisten kurze Zeit später abgerissene Plögersche Gasthof

Die Garnisonkirche von Potsdam war die bedeutendste Potsdamer Barockkirche; sie wurde unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm I. von 1730 bis 1735 errichtet. Hier fand dieser auch seine Ruhestätte. Die Garnisonkirche mit ihrem 88,4 m hohen Turm und seinem Glockenspiel war ein Wahrzeichen und Symbol Potsdams. Die Garnisonkirche war, zusammen mit dem Königsberger Schloß, der Kristallisationspunkt preußischer Identität.

Geschichte

Die Kirche zur deutschen Zeit im Jahre 1911.
Innenraum (1911)

Seit 1797, dem Regierungsantritt Friedrich Wilhelms III., spielten die Glocken zur vollen Stunde „Lobe den Herrn“ und zur halben Stunde „Üb' immer Treu und Redlichkeit“. In der Gruft schlossen am 5. November 1805 Zar Alexander von Rußland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen einen Freundschaftspakt.

Die Potsdamer Garnisonkirche war ein Symbol für preußische Tugenden wie Pflichtbewußtsein, Treue, Ehrlichkeit, Redlichkeit, Tapferkeit und Disziplin. Beim Tag von Potsdam am 21. März 1933 wurde in der Garnisonkirche die Einigkeit der bis dahin scheinbar gegensätzlichen Strömungen von Konservatismus und Nationalsozialismus unter dem vereinigenden Banner des Preußentums verkündet. Dieser historische Tag machte die Garnisonkirche zu einem Symbol des Preußentums und deutscher Einigkeit, zog aber demzufolge auch den Haß der Feinde Deutschlands auf sich.

Die vorläufige Vernichtung

Mitte April 1945, drei Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wurden von alliierten Bomberverbänden bei einem Großangriff auf Potsdam nahezu alle historischen Gebäude der Stadt und auch die weltberühmte Garnisonkirche zerstört. Bei diesem anglo-amerikanischen Terrorangriff am 14. April 1945 wurde die Kirche durch einen Brand schwer beschädigt.

„Wie spätere Nachforschungen ergaben, hatten viele Potsdamer und Flüchtlinge, an die häufigen Luftalarme für Berlin gewöhnt, die Schutzräume nicht sofort aufgesucht, als die Sirenen erklangen. So kamen viele Leute in ihren Wohnungen um. Die Zahl der Opfer ist unbekannt. Es werden zwischen 3.500 und 10.000 Tote genannt. Augenzeugen erinnern sich: ‚Ein gewaltiges Feuermeer waberte blendend und sprühend von Babelsberg bis in die Potsdamer Altstadt. Daraus loderte als höchste Fackel der Turm der Garnisonkirche, und in der Nähe des Bahnhofs sahen wir Flammenbündel von häßlicher schwefelgelber Farbe aufbrechen.‘ Während zahllose Häuser brannten, explodierte am Bahnhof ein Munitionszug und riß zahllose Menschen mit in den Tod. Vermutlich wäre die Stadt noch stärker zerstört worden, wären nicht die leuchtenden Markierungsbomben, auch ‚Weihnachtsbäume‘ genannt, von ihrem Zielgebiet, der Innenstadt und der Bahnhofsgegend, durch aufkommenden Wind etwas abgedriftet.“[1]

Nachkriegszeit

Nach der teilweisen Wiederherstellung und zeitweiser Zwischennutzung wurde die Kirche auf Anweisung der Kommunisten gesprengt, da das Gebäude selbst durch seine Symbolkraft den Haß auf sich gezogen hatte. Angeblich sei die Kirche ein Symbol eines sogenannten „preußischen Militarismus“ gewesen, den es allerdings nie gab. Die Sprengung des historischen, über 200 Jahre alten Gebäudes erfolgte erst 23 Jahre nach Kriegsende am 23. Juni 1968 auf Anweisung von Walter Ulbricht. Die Särge wurden zuvor von VS-amerikanischen Besatzern nach Marburg verschleppt und nach dem Beitritt Mitteldeutschlands zum Geltungsbereich des Grundgesetzes für die BRD im Park von Schloß Sanssouci verscharrt.

Sprengung (Film)

Die Sprengung der Garnisonkirche:

Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e. V.

Derzeit (2016) befindet sich, etwas versetzt zum ehemaligen Standort der Garnisonskirche, ein häßlicher Betonkasten, der zur DDR-Zeit als Rechenzentrum diente. Das Glockenspiel „Üb immer Treu und Redlichkeit“ wurde am 14. April 1991 in einem Gerüst durch die „Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e. V.“ an derselben Stelle neu aufgestellt. Die Glocken tragen die Namen einiger Spender und der derzeit besetzten deutschen Ostgebiete. Ein Wiederaufbau der Kirche ist geplant, scheiterte jedoch bislang an den Widerständen, basierend auf einem durch die Umerziehung völlig verzerrten Bild der Kirche, ihrer Geschichte und deren Symbolkraft. Dennoch soll im Jahre 2017 – zunächst nur teilweise – mit dem Wiederaufbau des Turmes begonnen werden.[2]

Das Glockenspiel

Das Glockenspiel der Garnisonkirche war eines der schönsten in Europa mit insgesamt 40 Glocken, die zusammen mehr als zehn Tonnen wogen. Es konnte sowohl von Hand als auch mechanisch über eine 1,85 Meter durchmessende Spielwalze bespielt werden. Viele Male wurden seine Klänge vom Rundfunk übertragen, über Kurzwelle in alle Erdteile gefunkt und von zahlreichen ausländischen Sendern übernommen.

In der BRD wurde das Glockenspiel im September 2019 auf Anweisung des Potsdamer Oberbürgermeisters Mike Schubert (SPD) abgeschaltet. Als Grund wurde die „Kritik“ antideutscher Kreise angeführt, laut derer es sich bei verschiedenen historischen Inschriften der Glocke um eine „Reihe revisionistischer, rechtsradikaler und militaristischer Widmungen“ handele, so u. a. bei der preußischen Losung „suum cuique“ („Jedem das Seine“), einer der klassischen Grundsätze des Rechts, der auch der Wahlspruch der Feldjägertruppe der Bundeswehr ist. Die Widmungen sollen stattdessen nun durch BRD-Historikerwissenschaftlich untersucht“ (→ Pseudowissenschaft) und das „Ergebnis dann öffentlich diskutiert“ werden.[3]

Üb immer Treu und Redlichkeit (YouTube)

Das Glockenspiel „Üb immer Treu und Redlichkeit“:

Das Glockenspiel auf der Garnisonkirche zu Potsdam (Roman)

Im Vorwort des Buches von August Heinrich Brandrupp: „Das Glockenspiel auf der Garnisonkirche zu Potsdam. Historischer Roman aus der Zeit Friedrichs des Großen“, aus dem Jahre 1855 heißt es:

„Wir leben in einer Zeit, wo das Vaterländische mißachtet wird, wogegen man das Ausländische erhebt und vorzieht. Namentlich mißtrauet man, dem Fremden gegenüber, der eigenen Kraft und sagt wohl: Ja, was wollen wir Denen oder Jenen gegenüber anfangen? Man vergißt hierbei gänzlich das, was geschehen ist [...] Und was bewegt jetzt die Welt? Wer mag es schon voraus sagen, was in den nächsten Jahren kommen wird und ob Preußen nicht abermals dazu bestimmt ist, die Entscheidung in dem wahrscheinlich entbrennenden Kampfe zu geben [...] Preußen kann es [...] Darum leset, was einst die Preußen gethan; der Patriot freue sich, und erwärme sich an den Großthaten der Vorzeit und halte an seinem Glauben fest, daß, was einst geschah, wiederkehren kann; - der Zweifler und Furchtsame bekehre und stärke sich und der Böswillige, der Preußen gar zu gern verkleinern möchte - er schäme sich und verstecke sich, denn seine Wünsche werden nicht in Erfüllung gehen. Preußen über Alles!“


Das Glockenspiel auf der Garnisonkirche zu Potsdam 01.jpg
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Siehe auch

Verweise

Fußnoten