Gesinnung

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Die Gesinnung ist die durch Werte und Moral festgewordene Grundhaltung bzw. Denkweise eines Menschen, die den bewußten – weil überlegten – Handlungen, Zielsetzungen, Aussagen und Urteilen des Menschen als zugrundeliegend betrachtet werden kann. Aus der Gesinnung entspringen die Bestimmungsgründe der menschlichen Tat.

In der Ethik bezeichnet man mit dem Wort Gesinnung die Beweggründe, welche den Menschen zum Guten ermuntern. Sie gilt als das letzte und wahre Objekt des ethischen Wertens. Veraltet bedeutet gesinnen „an etwas denken“.

Eine politische Gesinnung wird auch als „Ideologie“, eine allgemeine Gesinnung auch als Weltanschauung und eine vaterländische Gesinnung auch als Patriotismus bezeichnet.

Philosophische Definitionen

  • Nach Georg Wilhelm Friedrich Hegel ist die Gesinnung der Individuen „das Wissen der Substanz und der Identität aller ihrer Interessen mit dem Ganzen.“
  • Nach Hermann Lotze sind Gesinnungen „beständige Verfassungen des Gemütes, die daraus hervorgehen, daß auf gewisse Vorstellungsinhalte ein für allemal ein bestimmter Wert gelegt ist; sie sind daher, z. B. Frömmigkeit oder Vaterlandsliebe, nicht selbst einfache bestimmte Gefühle, sondern Ursachen, aus denen nach Lage der Umstände die verschiedenartigsten Gefühle entspringen können.“
  • Nach Josef Clemens Kreibig ist Gesinnung „die dauernde, feste Willensrichtung, welche durch die individuelle Wertdisposition im ganzen bestimmt wird.“

Gesinnungsethik

Die Gesinnungsethik ist ein Typ moralischer Theorien, der Handlungen nach der Handlungsabsicht und der Realisierung eigener Werte und Prinzipien bewertet, und zwar ungeachtet der nach erfolgter Handlung eingetretenen Handlungsfolgen. Auch Gesinnungsethiker müssen jedoch vor ihren Handlungen die erwarteten Handlungsfolgen gründlich und angemessen beurteilen und in ihr Urteil über eine moralisch richtige Handlung einbeziehen.

„Man mag einem überzeugten gesinnungsethischen Syndikalisten noch so überzeugend darlegen, daß die Folgen seines Tuns die Steigerung der Chancen der Reaktion, gesteigerte Bedrückung seiner Klasse, Hemmung ihres Aufstiegs sein werden, – und es wird auf ihn gar keinen Eindruck machen. […] ‚Verantwortlich‘ fühlt sich der Gesinnungsethiker nur dafür, daß die Flamme der reinen Gesinnung, die Flamme z. B. des Protestes gegen die Ungerechtigkeit der sozialen Ordnung, nicht erlischt. Sie stets neu anzufachen, ist der Zweck seiner, vom möglichen Erfolg her beurteilt, ganz irrationalen Taten, die nur exemplarischen Wert haben können und sollen.“Max Weber vom Alldeutschen Verband in seiner Veröffentlichung „Politik als Beruf“

Siehe auch