Harbig, Rudolf
Rudolf Waldemar[1] Harbig (geb. 8. November 1913 in Dresden; gest. gefallen 5. März 1944 Olchowez, Korowograd (Ukraine)) war ein deutscher Leichtathlet, der in den 1930er Jahren zu den populärsten und weltbesten deutschen Sportlern gehörte.
Inhaltsverzeichnis
Leben und Wirken
Harbig war ein Arbeiterkind und begann erst im Alter von 20 Jahren mit gezieltem Lauftraining. Nach Kriegsausbruch meldete sich Harbig zur Deutschen Wehrmacht und kam zu den Fallschirmjägern. 1944 fiel er an der Ostfront im Kampf gegen die Bolschewisten. Der Rudolf-Harbig-Gedächtnis-Preis des Deutschen Leichtathletikverbandes der BRD ist nach ihm benannt[2].
Größte Erfolge
- Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen 1936 in der 4 x 400-Meter-Staffel
- Europameister 1938 über 800 Meter
- Weltrekordler über 400, 800 und 1.000 Meter
- 7-facher Deutscher Meister
Auszeichnungen
- Eisernes Kreuz (1939) 2. und 1. Klasse
- Deutsches Kreuz in Gold am 2. Juli 1944 als Oberfeldwebel der 2. Kompanie/I. Bataillon/Fallschirmjäger-Regiment 6/2. Fallschirmjäger-Division
Sonstiges
- Rudolf-Harbig-Preis des Deutschen Leichtathletik-Verbands (seit 1950)
- Namensgeber für Stadion in Dresden (bis 1966 und seit 1990)
- Namensgeber für Straßen und Sportstätten in ganz Deutschland
- Sondermarke der Bundespost zu den Olympischen Spielen 1968
- Mitglied der Deutschen Ruhmeshalle des Sports (Hall of Fame)
Literatur
- Heinz Cavalier: Sportler erzählen, Wilhelm Limpert-Verlag, 1939