Deutsches Kreuz

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Das Deutsche Kreuz – hier in goldener Ausführung (DKiG)

Das Deutsche Kreuz wurde am 28. September 1941 von Adolf Hitler gestiftet.

Inhaltsverzeichnis

Stiftungsverordnung

Der spätere Ritterkreuzträger Erich Hellmann mit Deutschem Kreuz in Gold
Kurt Eschenbacher (Lebensrune.png 7. September 1920; 1. April 1944 im Raum Bohatkowzi / Obertyn / Tarnopol); DKiG am 17. Mai 1943 als Unteroffizier und Bordfunker in der 2. Staffel/I. Gruppe/Sturzkampfgeschwader 77.

Artikel 3 der Stiftungsverordnung vom 28. September 1941 lautete:

Das Deutsche Kreuz in Gold wird verliehen, für vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeit oder für vielfache hervorragende Verdienste in der Truppenführung.

Absatz 1):

Das Deutsche Kreuz in Silber wird verliehen für vielfache außergewöhnliche Verdienste in der militärischen Kriegführung.

Arten

Das Deutsche Kreuz ist ein achtstrahliger Stern aus Silber. Auf ihm befindet sich ein stilisierter Lorbeerkranz aus Gold (oder Silber), auf dem die Jahreszahl der Stiftung eingraviert ist. Der Lorbeerkranz umfaßt ein schwarzes Hakenkreuz.

1942 wurden zwanzig Exemplare des Deutschen Kreuzes in Gold mit Brillanten angefertigt, jedoch nie offiziell gestiftet und verliehen. Drei Exemplare davon werden im Museum der United States Military Academy in West Point aufbewahrt, sind aber nicht öffentlich zu besichtigen.

Deutsches Kreuz in Gold

Willi Hansen (Lebensrune.png 22. Juni 1914); DKiG am 7. November 1942 als Oberfeldwebel und Flugzeugführer in der 1. Staffel/I. Gruppe/Kampfgeschwader 53 „Legion Condor“

Das Deutsche Kreuz in Gold sollte an diejenigen Soldaten verliehen werden, die nach der Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse (oder der Spange zum Eisernen Kreuz) eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Tapferkeitstaten bzw. vielfach hervorragende Verdienste in der Truppenführung erbracht haben, die jedoch nicht zur Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes führten. Als Faustregel galt:

Für Mannschaften und Unteroffiziere sechs, für Offiziere acht Taten, die zur Verleihung des Eisernen Kreuzes 1. Klasse geführt hätten.

Deutsches Kreuz in Silber

Das Deutsche Kreuz in Silber sollte an diejenigen Soldaten verliehen werden, die nach der Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes I. Klasse eine ganze Reihe von außergewöhnlichen Verdiensten in der militärischen Kriegführung erbracht haben. Als Faustregel galt:

Für Mannschaften und Unteroffiziere sechs, für Offiziere acht Taten, die zur Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes I. Klasse geführt hätten.

Deutsches Kreuz in gestickter Form

Im Juni 1942 gab das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) bekannt, „daß der Führer das Tragen des Deutschen Kreuzes in Gold – in gestickter Form auf Stoffunterlage – genehmigt” hat.

Ein Jahr später teilte das Oberkommando des Heeres (OKH) mit, daß

„die Aushändigung des Deutschen Kreuzes in Gold in gestickter Form vorläufig nur durch die Feldtruppen erfolgt. Dort sind diese in erster Linie an solche Soldaten auszugeben, bei denen aufgrund ihrer Verwendung am ehesten eine Beschädigung des Originals möglich ist.”

Das Deutsches Kreuz in Gold in gestickter Form kommt in folgenden Farbvarianten der Stoffunterlage vor: auf Heeresstoff (feldgrau/grün), Marinestoff (dunkelblau), Luftwaffenstoff (graublau), Schwarz (für Angehörige der Panzertruppe), Grau (für Angehörige der SS). Bei den existenten Stücken in Weiß und Khaki handelt es sich um vorschriftswidrige Anfertigungen.

Das Deutsche Kreuz in Silber, in gestickter Form, durfte offiziell nicht hergestellt und getragen werden, die wenigen existierenden Exemplare sind reine Privatanfertigungen.

Verleihungsgrund

Weder das Deutsche Kreuz in Gold noch in Silber waren Voraussetzung für die Verleihung des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes. Es konnte jedoch an Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes verliehen werden.

Das Deutsche Kreuz wurde an alle Angehörigen des Heeres, der Luftwaffe, der Kriegsmarine und der Waffen-SS durch den Oberbefehlshaber der Wehrmacht verliehen. Ab Oktober 1942 konnte das Deutsche Kreuz in Gold auch an Angehörige der befreundeten bzw. verbündeten Länder verliehen werden, wenn sie bereits im Besitz des Eisernen Kreuzes 2. und 1. Klasse waren.

Laut einer am 30. Januar 1943 vom Oberkommando der Wehrmacht bekanntgegebenen Entscheidung des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht konnte das Deutsche Kreuz in Gold auch nach der Verleihung des Deutschen Kreuzes in Silber verliehen werden. Dann war jedoch nur das Deutsche Kreuz in Gold zu tragen. Im Jahre 1944 wurde die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Silber von Adolf Hitler gesperrt.

Die Kriegsmarine führte im Oktober 1944 ein Punktesystem für die Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold ein. Z. B. erhielt der betreffende Soldat für die Entschärfung einer unbekannten feindlichen Fernzündungsmine 500 Punkte, für die Entschärfung einer bekannten feindlichen Fernzündungsmine jedoch nur 100 Punkte; für das Deutsche Kreuz in Gold waren mindestens 6.000 Punkte erforderlich.

Trageweise

Die Auszeichnung wurde als Steckorden (im Gegensatz zu anderen Orden, wie etwa dem Eisernen Kreuz) auf der rechten Brustseite getragen. Neben der üblichen Ausführung in Metall wurde der Orden auch in gestickter Ausführung vergeben und konnte so von denen, die ein Metallorden bei ihrer Tätigkeit gestört hätte (Piloten, Panzerfahrer etc.), getragen werden, ohne dabei beschädigt zu werden.

Verleihung des Deutschen Kreuzes in Gold an Besitzer der Nahkampfspange in Gold

Im August 1944 stellte Hitler bei der Verleihung goldener Nahkampfspangen fest, daß einer der beliehenen Soldaten noch nicht im Besitz des Eisernen Kreuzes 1. Klasse war. Er ordnete daraufhin an, daß Trägern der goldenen Nahkampfspange ohne weitere Begründung das Deutsche Kreuz in Gold verliehen werden konnte, da sie allein durch die Anzahl ihrer Nahkampftage ihre Tapferkeit wiederholt bewiesen hatten.

Verleihungsdaten:

Heer und Waffen-SS

Für Angehörige des Heeres und der Waffen-SS:

  • Deutsches Kreuz in Gold ca. 16.000
  • Deutsches Kreuz in Silber ca. 900

Marine

Für Angehörige der Kriegsmarine:

  • Deutsches Kreuz in Gold ca. 1.250
  • Deutsches Kreuz in Silber

Luftwaffe

Über Angehörige der Luftwaffe gibt es das 1992 erschienene Buch:

  • Veit Scherzer, Die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold der Luftwaffe 1941 – 1945, Scherzer's Militaer Verlag, Bayreuth, 1.Auflage, 1992, ISBN 3-925-480-10-2, Druck und Auslieferung: Verlag Heinz Nickel, 6660 Zweibrücken, in dem die Träger des Deutschen Kreuzes in Gold mit Vor- und Zunahmen sowie genauem Verleihungsdatum, soweit bekannt, einzeln erwähnt sind.

Bildergalerie

Literatur

  • Klaus D. Patzwall / Veit Scherzer: Das Deutsche Kreuz 1941–1945. Geschichte und Inhaber, Bände 1&2
  • Volker A. Behr: Deutsche Auszeichnungen: Orden und Ehrenzeichen der Wehrmacht 1936–1945, Motorbuch (2012), ISBN 978-3613034839
  • Mark C. Yerger: German Cross in Gold – Holders of the SS and Police, 7 Bände

Fußnoten

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