Männlichkeit

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Büste Friedrich Schillers: Eine mögliche Ideal-Darstellung des geistigen Wesens eines Mannes.

Unter Männlichkeit versteht man die Summe der Eigenschaften, welche dem Mann zugesprochen werden. Dem gegenüber steht polar die Weiblichkeit. Je nach Kultur kann der Begriff der Männlichkeit variieren, gewisse Eigenschaften finden sich jedoch bei den meisten Kulturen vertreten.

Anthropologie

Arnold Schwarzenegger in der Rolle des Conan: Eine weitere mögliche (überzeichnete) Verkörperlichung von Männlichkeit.
Dargestellte Männlichkeit auf der Veröffentlichung „Kings of Metal“ von Manowar.

Ein entscheidendes Merkmal ist hierbei zum einen die größere körperliche Kraft („starkes Geschlecht“), woraus sich ergab, daß in den verschiedensten Kulturen dem Mann und nicht der Frau die Rolle des Kriegers zukommt, zum anderen die im Ganzen betrachtet größere intellektuelle Kraft, woraus sich ergab, daß nahezu ausnahmslos alle bedeutenden kulturellen und technischen Entdeckungen von Männern geschaffen wurden, welche Tatsache namentlich die Feministinnen allerdings auf die sogenannte geschichtliche Unterdrückung der Frau zurückführen[1].

Als ausgeprägt männlich gelten unter anderem Initiative, Organisationsfähigkeit, körperliche Größe, Wehrhaftigkeit sowie Führungsqualitäten. Ebenso sind kurze Haare charakteristisch für das männliche Erscheinungsbild, während lange Haare (ohne Kombination mit einem Bart) hingegen die Erscheinung weiblicher wirken lassen.

Das Theoriegebäude „gender“ und „genderism“

Im Zuge eines ideologischen sogenannten Genderismus wird versucht, Männlichkeit und Weiblichkeit auf anerzogene Verhaltensweisen zu reduzieren und als illusionär zu erweisen. Die Polarität von Mann und Frau kann religiös gedeutet werden (Heidentum, Neuheidentum) oder biologisch als sogenannter Geschlechtsdimorphismus. Eine davon losgelöste, radikal ideologische Deutung der Geschlechter greift -- unter der Bezeichnung „Gender-Theorie“ -- an den Sozialwissenschaften und in der von diesen Wissenschaften beeinflußten Sozialpolitik seit einigen Jahrzehnten um sich. Diese „Gender-Theorie“ besagt (in der Nachfolge von Schriften der Feministin Simone de Beauvoir), geschlechtliche Identität sei frei wählbar, da sie vollständig von erzieherischen Vorgaben geprägt werde.

Männerbewegung

Das Buch „Eisenhans“ von Robert Bly ist der Klassiker zum Männerthema. Es behandelt anhand des Grimmschen Märchens die Grundfrage der männlichen Initiation, die in unserem Kulturkreis seit Generationen ausgehöhlt, immer weniger verstanden und schließlich für überflüssig erklärt worden ist. Praktisch alle Männergruppen gehen auf diesen internationalen Bestseller zurück. Der Umstand, daß Männer heute oft nicht wissen, was Männlichkeit überhaupt ist (und sich zum Beispiel an albernen Karikaturen von Männlichkeit festhalten -- die HipHop-Unkultur ist ein Beispiel dafür --), ist ein von Bly zuerst beschriebenes und bis heute nicht gelöstes zivilisatorisches Problem. Ferner gehört dazu ein Verständnis, daß es sich dabei um religiöse Fragen handelt (um heidnische Wertsetzungen zum Beispiel), und daß konkurrierende Autoren -- namentlich der Publizist und Männer-Aktivist Arne Hoffmann, der ultraliberal und eben allein politisch argumentiert -- das Problem nicht voll verstanden haben. All das hatte Bly zuerst und maßgebend begriffen! Dabei ist Arne Hoffmann durchaus drastisch in seinen Schilderungen (etwa in der Frage der systematischen Bestrafungen von Knaben, in unserem Bildungssystem, für typisch knabengemäßes Verhalten).

Zitat

  • „Ihr Brüder, durch diese unzähligen und schrecklichen Nachtwachen in der Finsternis habt ihr für Deutschland einen Schatz angesammelt, der nie verzehrt werden kann. Der Glaube an die Einsamen entspringt der Sehnsucht nach einer namenloseren Brüderlichkeit, nach einem tieferen geistigen Verhältnis, als es unter Menschen möglich ist.“Ernst Jünger, in: Das Abenteuerliche Herz

Liedgut

9. Auf, ihr Festgenossen, achtet
unsre Sitte, heilig, schön!
Ganz mit Herz und Seele trachtet,
stets als Männer zu bestehn!
Froh zum Fest, ihr trauten Brüder,
jeder sei der Väter wert:
Keiner taste je ans Schwert,
der nicht edel ist und bieder!
aus: „Alles schweige!“ von Friedrich Silcher, 1823

Siehe auch

Literatur

  • Robert Bly: Eisenhans. Ein Buch über Männer. Kindler, München 1991, ISBN 3-463-40166-5 [Amerikanische Originalausgabe: 1990 (Addison-Wesley)]
  • Björn Thorsten Leimbach: Männlichkeit leben. Verlag Ellert & Richter, 6. Auflage 2007, ISBN 978-3831902859
  • Oliver Kuhn: Alles, was ein Mann wissen muss. Vademecum für alle Lebenslagen. Droemer, München 2007, ISBN 978-3-426-27434-7
Englischsprachig
  • Rollo Tomassi:
    • The Rational Male. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2013, ISBN 978-1492777861 [300 S.]
    • The Rational Male – Positive Masculinity. CreateSpace Independent Publishing Platform, 2017, ISBN 978-1548921811 [364 S.]

Verweise

Englischsprachig

Fußnoten