Nitze, Paul Henry

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Paul Henry Nitze (geb. 16. Januar 1907 in Amherst, Massachusetts; gest. 19. Oktober 2004 in Georgetown, Washington) war ein jüdischer Diplomat und Politiker.

Leben

Der Professorensohn entstammt einer jüdischen Familie und arbeitete nach seinem Studium an der Harvard-Universität als Bankier. Im Zweiten Weltkrieg berief ihn Franklin D. Roosevelt zum Chef des Amtes für wirtschaftliche Kriegsführung sowie zum stellvertretenden Vorsitzenden der Überwachungsstelle für strategische Bomberkriegführung. In dieser Funktion trug er maßgebliche Verantwortung für den Bombenholocaust am Deutschen Volk. Nach 1945 diente er als Marineminister, stellvertretender Verteidigungsminister und war VS-Chefunterhändler bei den Abrüstungsverhandlungen mit der Sowjetunion. 1981 berief ihn Ronald Reagan als Delegationsleiter für die INF-Verhandlungen.

Auf dem berühmten Waldspaziergang mit seiner sowjetischen Verhandlungspartner Kwizinski, dem späteren Kremlbotschafter in der BRD, vereinbarte er die Begrenzung von Atomwaffen in Europa. Nitze beschränkte das atomare Risiko im Wesentlichen auf deutschen Boden, da alle Atomwaffen mit kurzer Reichweite von den Verhandlungen unberührt blieben[1]. 1963 war er Teilnehmer der Bilderbergerkonferenz.[2]

Auszeichnung

Fußnoten