Weininger, Otto

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Otto Weininger

Otto Weininger (Lebensrune.png 3. April 1880 in Wien; Todesrune.png 4. Oktober 1903 ebenda) war ein jüdischer Antijudaist, Psychologe und Philosoph. Seine judenkritischen Darlegungen stellen eine radikale Abrechnung mit dem Judentum dar.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Weininger war der Sohn eines jüdischen Goldschmieds. Nach dem Abitur 1898 studierte er Philosophie und Psychologie an der Universität Wien.

1902 wurde er promoviert und trat zum Protestantismus über. Ein Jahr später veröffentlichte er sein grundlegendes Werk „Geschlecht und Charakter“, das insgesamt 28 Auflagen erreichte und 1953 ins Hebräische übersetzt wurde. Darin entwickelte er eine eigenständige Geschlechterpsychologie, die nach den Größen der männlichen und weiblichen Persönlichkeitsanteile forscht.

In diesem Werk finden sich äußerst schroffe Abkanzelungen der Weiblichkeit, die sowohl systematisch begründet sind als auch auf biographische Erfahrungen des Verfassers zurückgehen. Wegen dieser (eher frauenverachtenden als frauenfeindlichen) Ausführungen gilt Weininger bis heute als Klassiker der Misanthropie. Wer sich von Sonntagsreden erholen möchte, liest Weininger. Die wissenschaftliche Bedeutung seiner Arbeit liegt in ihrer wirksamen – und heute mehr und mehr spürbaren – Konkurrenz zu Sigmund Freud und in ihrer inspirierenden Wirkung auf die empirische Psychologie (da Versuche, Weininger zu widerlegen, seit langem zu den akademischen Grundübungen angehender Psychologen gehören).

In seinen Schriften rief Weininger zum Kampf der „Arier gegen das Judentum“ auf, welches für ihn „der Inbegriff des unsittlichen Materialismus“ darstellte. Zum Thema jüdischer Selbsthaß schrieb er:

„Die allerschärfsten Antisemiten sind unter den Juden zu finden. Denn der Mensch haßt nur, durch wen er sich unangenehm an sich selbst erinnert fühlt.“

Er schoß sich aus Abscheu vor seiner jüdischen Herkunft[1] in Selbsttötungsabsicht eine Kugel in die Brust und starb im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzung. Als Ort, den er bei seiner letzten Handlung mit seinem Blut zu besudeln gedachte, wählte er für die Deutschen damals gleichsam „heilige Erde“, das Sterbezimmer eines ihrer größten Genies, Ludwig van Beethovens.

Der Reichskanzler Adolf Hitler berief sich mehrmals in Gesprächen unbefangen lobend auf die Werke Weiningers.[2]

Würdigung

Wilhelm Stekel schrieb in der Zeitschrift „Die Waage“ (1904/44–45) über Weininger:

„... so darf man nicht über Genies zu Gericht sitzen, auch wenn sie pathologische Züge aufweisen, denn noch immer ist uns ein krankhaftes Genie lieber als eine gesunde Tatenlosigkeit.“

Werke (Auswahl)

Bildnis des Toten
  • Eros und Psyche. Biologisch-psychologische Studie. Manuskript, hinterlegt in der Akademie der Wissenschaften in Wien am 4. Juni 1901 zur Wahrung der Priorität, versiegeltes Schreiben No. 376
  • Zur Theorie des Lebens. Manuskript, hinterlegt in der Akademie der Wissenschaften in Wien am 1. April 1902 zur Wahrung der Priorität, versiegeltes Schreiben No. 390
  • Unterschied zwischen Ich-Menschen und Weltmenschen. Auszüge aus „Zur Theorie des Lebens“,
  • Geschlecht und Charakter. Eine prinzipielle Untersuchung, Wilhelm Braumüller, Wien und Leipzig 1903; 10. unv. Aufl., 1908 im Internet Archive, 11. unv. Aufl., 1909 im Internet Archive; Nachdruck (im Anhang: Weiningers Tagebuch, Briefe August Strindbergs sowie Beiträge aus heutiger Sicht), Matthes & Seitz, München 1980 & 1997; ISBN 3-88221-312-4 (PDF-Datei)
  • Brief an Karl Kraus vom 20. Juni 1903, in: Die Fackel. Nr. 568-571, Mai 1921
  • Über die letzten Dinge; (1904) (PDF-Datei)
  • Verse. in: Die Fackel Nr. 613–621, Seite 158, Wien 1923
  • Taschenbuch und Briefe an einen Freund (1920) (PDF-Datei)
  • Gedanken über Geschlechtsprobleme (Robert Saudek, Hrsg.), 1907 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!

Literatur

  • Emil Lucka: Otto Weininger, sein Werk und seine Persönlichkeit (1905) (PDF-Datei)
  • Ferdinand Probst: Der Fall Otto Weininger. Eine psychiatrische Studie (1904) (PDF-Datei)
  • Theodor Lessing: Der jüdische Selbsthaß. Zionistischer Bücherbund, Berlin 1930; Nachdruck: Matthes & Seitz, München 2004, ISBN 3-88221-347-7 [Die Textsammlung, von Portraitaufnahmen eingeleitet, umfaßt Arbeiten zu Paul Rée, Otto Weininger, Arthur Trebitsch, Max Steiner, Walter Calé und Maximilian Harden.]

Fußnoten

  1. Jörg von Uthmann: „Er erschoß sich aus Abscheu vor seiner jüdischen Herkunft dreiundzwanzigjährig im Sterbezimmer Beethovens (1903, Wien).“ Zit. in David Korn: Wer ist wer im Judentum? – Lexikon der jüdischen Prominenz. Ihre Herkunft. Ihr Leben. Ihr Einfluß (Band 1), FZ-Verlag, 2. Aufl., München 1996, S. 489 (Namensartikel Otto Weininger). Bedauerlicherweise gibt Korn das Werk von Uthmanns, aus dem zitiert wird, nicht an. Es müßte sich um sein Buch „Doppelgänger, du bleicher Geselle. Zur Pathologie des deutsch-jüdischen Verhältnisses“ handeln (Seewald Verlag, Stuttgart 1976).
  2. Prominente ohne MaskeDrittes Reich, FZ-Verlag, 1998, ISBN 3924309396
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