Pleitgen, Fritz

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Fritz Ferdinand Pleitgen (Lebensrune.png 21. März 1938 in Duisburg-Meiderich) ist ein Journalist der BRD-Systemmedien.

Werdegang

Fritz Pleitgen, ev.-luth., wurde als fünftes Kind eines bei Krupp arbeitenden technischen Zeichners geboren. Er wuchs in beengten Familienverhältnissen und zwei Jahre im Kinderheim auf. Die Familie wurde vorübergehend nach Schlesien evakuiert und kam über Berlin ins westfälische Bünde zurück.

Pleitgen besuchte Gymnasien in Bünde und Bielefeld. In der 12. Klasse ging er ohne Abschluß von der Schule. Ab 1952 war er als freier Mitarbeiter für Sport- und Gerichtsberichterstattung bei der Bünder Lokalredaktion der „Freien Presse“ Bielefeld tätig. Von 1959 bis 1961 absolvierte er ein Volontariat in verschiedenen Zentralredaktionen und Außenstellen der „Freien Presse“.

Ab 1961 arbeitete Pleitgen als Redakteur in verschiedenen Zentralredaktionen der „Freien Presse“ Bielefeld. 1963 ging er zum WDR nach Köln, wo er als „Tagesschau“-Reporter vom Zypernkonflikt und dem Sechs-Tage-Krieg (1967) berichtete. 1970 wechselte er als ARD-Korrespondent nach Moskau, sieben Jahre später ging er nach Ost-Berlin und 1982 zunächst als ARD-Studio-Leiter nach Washington, dann nach Neuyork. 1988 wurde Fritz Pleitgen Fernseh-Chefredakteur beim WDR und 1994 Direktor des WDR-Hörfunks. Ein Jahr später wählte ihn der Rundfunkrat zum neuen Intendanten. 2007 schied er nach zwölf Jahren aus dem Amt.[1]

Mitgliedschaften/Ämter

Pleitgen war von 2001 bis 2002 ARD-Vorsitzender. Vom 1. Oktober 2006 bis Ende 2008 war er Präsident der Europäischen Rundfunkunion (EBU). Seit dem 1. April 2007 ist Pleitgen Vorsitzender der Geschäftsführung der RUHR.2010 GmbH. Er ist seit 2011 Präsident der Deutschen Krebshilfe und nimmt zahlreiche Ehrenämter wahr. Pleitgen ist seit 1969 Mitglied der SPD und Kuratoriumsmitglied von „Reporter ohne Grenzen“. Er ist Mitglied des Kuratoriums der „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“.[2][3]

Auszeichnungen

Familie

Seit 1969 ist Pleitgen mit Gerda Lichtenberg verheiratet, mit der er vier Kinder hat: Christoph (geb. 1969), Vanessa (geb. 1972), Frederik (geb. 1976) und Benjamin (geb. 1982). Sein Sohn Frederik Pleitgen ist Journalist und moderierte von 2013 bis 2015 das „RTL Nachtjournal“.

Fußnoten

  1. Fritz Pleitgen war von 1995 bis Ende März 2007 Intendant des Westdeutschen Rundfunks.
  2. 14. Februar 2013: Krupp-Stiftung, Neues Kuratoriumsmitglied. Das „Handelsblatt“ meldet, daß der Fernsehjournalist Fritz Pleitgen als zwölftes Mitglied in das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung berufen wurde. Damit wird das Gremium um einen Sitz erweitert.
  3. 27. August 2013: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Neue Kuratoriumsvorsitzende. Das Kuratorium der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung wählt die Rektorin der TU Dortmund, Ursula Gather, zur neuen Vorsitzenden. Sie soll am 1.10. die Nachfolge des am 30. Juli 2013 verstorbenen Berthold Beitz antreten. Gather gehört bereits seit Dezember 2011 dem Kuratorium der Stiftung an. Stellv. Stiftungsvorsitzender bleibt Reimar Lüst. Weitere Mitglieder des Kuratoriums sind: Diethard Bergers, Thomas Brandt, Susanne Henle, Helmut Höhn, Hannelore Kraft, Fritz Pleitgen, Manfred T. Reetz und Kersten von Schenck. Die Stiftung ist mit 25,3 % der größte Anteilseigner der ThyssenKrupp AG.