Kubitschek, Ruth Maria

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Ruth Maria Kubitschek im Alter von 17 Jahren.

Ruth Maria Kubitschek (Lebensrune.png 2. August 1931 in Komotau, Böhmen) ist eine deutsche Schauspielerin und Schriftstellerin.

Leben

Ruth Maria Kubitschek wurde am 2. August 1931 im böhmischen Komotau geboren. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges floh die Familie nach Mitteldeutschland, auf das Gebiet der sowjetischen Besatzungszone (später DDR), wo die Eltern eine Neubauernstelle in Köthen (Anhalt) übernahmen.[1] Kubitschek wuchs mit vier Geschwistern auf dem Lande auf.

Gegen den Willen der Eltern entschied sich Kubitschek früh für den Schauspielberuf und besuchte nach der Mittelschule die Hochschule für Theater und Musik in Halle sowie das Deutsche Theaterinstitut (Stanislawski-Institut) in Weimar. Ihr Theaterdebüt gab Kubitschek in Halle als Fina in Brechts „Herr Puntila und sein Knecht“. Es folgten Engagements an der Maxim-Gorki-Bühne Schwerin, am Theater der Freundschaft Berlin, am Maxim-Gorki-Theater in Berlin und am Staatstheater Schwerin. Als gefeierter Bühnenstar der DDR spielte sie u. a. die Claudine in „Georges Dandin“ von Molière, die Amalia in „Die Räuber“ (Naturtheater Thale im Harz).

Neben zahlreichen Theaterrollen spielte sie auch in DEFA-Filmproduktionen. 1959 blieb sie nach einem Theaterengagement in Westdeutschland, wo sie zunächst ebenfalls eine Vielzahl von Theaterauftritten absolvierte.

Durch das Fernsehen erlangte sie eine breite Popularität, erstmals 1966 im Francis-Durbridge-Krimi „Melissa“ (1966). Neben Ralf Wolter spielte sie 1967 in der 13teiligen ZDF-Fernsehserie „Ein Fall für Titus Bunge“ eine Hauptrolle. Weitere bekannte Fernsehrollen hatte sie in „Monaco Franze - Der ewige Stenz“ (1983 mit Helmut Fischer), „Kir Royal“ (Fernsehserie) (1986 mit Franz Xaver Kroetz) – beide von Helmut Dietl inszeniert – sowie „Das Erbe der Guldenburgs“ (1986–1989).

Als Synchronsprecherin lieh sie u.a. Danielle Darrieux („8 Frauen“), Daliah Lavi („Old Shatterhand“) und Delphine Seyrig („Muriel oder die Zeit der Wiederkehr“) ihre Stimme.

Kubitschek hat einen Sohn Alexander aus ihrer geschiedenen Ehe mit Götz Friedrich. Sie ist seit 1976 mit dem Fernsehproduzenten Wolfgang Rademann liiert und lebt in der Gemeinde Salenstein am Bodensee in der Schweiz. Dort schreibt sie Bücher und malt.

Kubitschek befaßt sich privat intensiv mit Meditation und Esoterik und schrieb mehrere Bücher zu diesen Themen.

Leben als Flüchtlingskind

Kubitschek: „In der Zeit habe ich gelernt, nicht zusammenzubrechen. Durchzuhalten! Zwei Jahre musste ich wie ein Knecht auf dem Hof schuften. Mein Vater hat gar nicht nachgedacht, dass ich erst 14 war. Er hat dringend eine Kraft gebraucht.“ Sie mußte Kühe melken, den Pflug übers Feld ziehen und die Ernte mit einbringen. „Wer so eine Zeit durchgemacht hat, der hat vor einem Neuanfang keine Angst.“[2]

Werke

  • 1993: Immer verbunden mit den Sternen
  • 1994: Wenn auf der Welt immer Weihnachten wär …
  • 1995: Engel, Elfen, Erdgeister
  • 1998: Im Garten der Aphrodite
  • 2000: Das Flüstern des Pans
  • 2002: Ein Troll in meinem Garten
  • 2004: Das Wunder der Liebe
  • 2006: Der indische Ring
  • 2008: Im Fluss des Lebens
  • 2011: Sterne über der Wüste
  • 2013: Anmutig älter werden


Alle Werke erschienen im Nymphenburger Verlag München. Im Hörbuch „Ein Abend mit Ruth Maria Kubitschek“ (2007) liest Kubitschek aus Ihren Werken.

Filmauswahl

  • 1966: Melissa (Fernsehfilm, 3 Teile)
  • 1967: Ein Fall für Titus Bunge (Fernsehserie, 13 Folgen)
  • 1969: Die Reise nach Tilsit (Fernsehfilm)
  • 1971: Tatort, Folge: Blechschaden (TV-Kriminalreihe)
  • 1972-1974: Der Kommissar in 3 Folgen (Fernsehkriminalfilmreihe)
  • 1979: Der Millionenbauer (Fernsehserie)
  • 1981: Der Fall Maurizius (Fernsehfilm, als Elli Maurizius)
  • 1983: Monaco Franze - Der ewige Stenz (Fernsehserie)
  • 1984: Didi – Der Doppelgänger
  • 1986: Kir Royal (Fernsehserie)
  • 1987-1990: Das Erbe der Guldenburgs (Fernsehserie)
  • 1990: Derrick, Folge: Des Menschen Feind (Fernsehkriminalfilmreihe)
  • 1992: Otto – Der Liebesfilm
  • 1992-1995: Schloß Hohenstein – Irrwege zum Glück (Fernsehserie)
  • 1995: Rosamunde Pilcher, Folge: Sommer am Meer (Romanverfilmung)
  • 1997: Katrin ist die Beste (Fernsehserie)
  • 2002: Das Alphateam, Folge: Todeskick (Fernsehserie)
  • 2004: SOKO Kitzbühel, Folge: Die Braut und der Tod (Fernsehkriminalfilmreihe)
  • 2004: Das Traumschiff, Folge: Australien (Fernsehserie)
  • 2008: Der Indische Ring (Fernsehfilm, als Anna Landsberg)

Auszeichnungen

Verweise

Fußnoten

  1. Die Familie lebte von der Landwirtschaft.
  2. Ich bin ein Flüchtlingskind, 07.11.2008