Moll, Sascha

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Sascha Moll, Gedenken auf Facebook vom 2. August 2021

Sascha Moll (Lebensrune.png um 1973; Todesrune.png 1. August 2021 in Berlin) war ein deutscher Politiker, Familienvater und politischer Aktivist aus Nordrhein-Westfalen.

Werdegang

Vorsitzender des Kreisverbandes Euskirchen Sascha Moll (2. v. l.)
Bilder der Berliner Demonstration „Frieden, Freiheit, keine Diktatur!“ vom 1. August 2021
Ein Beispiel der Polizeigewalt gegen Teilnehmer der Berliner Demonstration vom 1. August 2021; der Stiefel im Nacken ist z. B. in den USA seit der Causa „George Floyd“ verboten. In Berlin gegen eine deutsche Freiheitsbewegung anscheinend noch gang und gäbe.

Sascha Moll gehörte am 31. Juli 2020 zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes Berlin der „Basisdemokratischen Partei Deutschland“ (dieBasis), mit ihren vier Säulen von Widerstand2020 (Liebe und Respektvolles Miteinander, Freiheit, Machtbegrenzung, Schwarmintelligenz):

„Frank Roedel betont, wie wichtig die Gründung der Länder sei, diese sind die Basis der Partei. Dann erläutert er das Systemische Konsensieren (SK). Das SK wird im Anschluss zur Entscheidungsfindung genutzt. So wird gefragt, ob es Widerstand gegen die Versammlungsleitung durch Frank Roedel gibt, es gibt 20 mal Null Widerstandspunkte (WP)und Frank Roedel übernimmt die Leitung durch den Gründungsakt. Editha Roetger wird als Protokollantin vorgeschlagen auch sie erhält 0 Widerstandspunkte (WP). Sascha Moll wird als Wahlleiter vorgeschlagen, er bekommt 0 WP.“[1]

Am 28. Januar 2021 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Kreisverbandes Euskirchen der Partei „dieBasis“, dessen Vorsitzender er wurde:

Die neue Partei „dieBasis“ hat am Samstag, den 23. Januar 2021, den Kreisverband Euskirchen gegründet. Das erklärte Ziel des Kreisverbandes und der Bundespartei ist die Teilnahme an den Bundestagswahlen im Herbst. In der Bürgerbegegnungsstätte Martinskirche in Zülpich gründeten zehn Mitglieder der Basisdemokratischen Partei Deutschland, die sich in Kurzform „dieBasis“ nennt, den vierten Kreisverband in Nordrhein-Westfalen. Der Co-Vorsitzende des Landesverbandes NRW, Bodo Oepen, leitete die Versammlung und unterstrich die Aufbauarbeit, die mit dem Kreisverband Euskirchen einen weiteren Schritt getan habe. Unter Einhaltung der Hygienevorschriften wählte der Kreisverband seinen sechsköpfigen Vorstand: Sascha Moll (Vorsitzender), Christiane Zenzen (stellv. Vorsitzende), Katja Blankenheim (Schatzmeisterin), Christian Nourney (stellv. Schatzmeister), Winfried Schürings (Säulenbeauftragter Achtsamkeit und Machtbegrenzung), Wilhelm Clev (Säulenbeauftragter Schwarmintelligenz und Freiheit). In ihrem Rahmenprogramm, das auch Grundlage für die politische Arbeit des Kreisverbandes ist, gibt sich „dieBasis“ die vier Säulen Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. „Diese Werte nehmen wir ernst, wenn wir jetzt die Arbeit aufnehmen“, so der Vorsitzende Sascha Moll, „und wir freuen uns besonders, interessierten Menschen hier vor Ort „dieBasis“ und deren Ziele näher zu bringen.[2]

Berliner Demonstration vom 1. August 2021

Moll nahm am 1. August 2021 an der dezentralen Demonstration „Frieden, Freiheit, keine Diktatur!“ in Berlin teil. 5.000 bis 8.000 Menschen waren es trotz Teilverbot. Da aber in ganz Berlin autarke Gruppen unterwegs waren, können es auch um die 20.000 gewesen sein, wie vereinzelte Quellen melden.

„Laut Einschätzung der Polizei liefen am Sonntag 8000 Menschen durch die Hauptstadt. Diese Schätzung allerdings liegt wahrscheinlich zu niedrig. Denn auch die Behörde dürfte keine verlässlichen Zahlen darüber haben, wie viele Menschen tatsächlich unterwegs waren. Zeitgleich fanden mehrere nicht genehmigte Aufzüge und Kundgebungen statt. Dazu muss man wissen, welch enorme Strecke die Demonstranten am Sonntag zurücklegten: Die Teilnehmer liefen durch mehrere Stadtbezirke, von Charlottenburg-Wilmersdorf über Schöneberg, Kreuzberg und bis nach Mitte. Demobegleiter berichteten, dass sie knapp 30 Kilometer Weg zurückgelegt hätten. Selbst erfahrene und trainierte Beamte sprachen von einem Kraftakt. Mehrere hundert Menschen waren am Vormittag zunächst in Charlottenburg zusammengekommen und dann spontan ohne Anmeldung in Richtung Innenstadt gezogen. Dabei kam es mehrfach beinahe zu Autounfällen, da Demonstranten immer wieder auf Fahrbahnen liefen. Über eine längere Zeit war der Demonstrationszug nahezu unbegleitet. Immer wieder tauchten zwar Polizisten auf. Diese waren aber hoffnungslos in der Unterzahl. Dazu war die Demonstration der ‚Querdenker‘ gut organisiert. An der Spitze des Zugs fuhr etwa ein Fahrzeug, das die Richtung vorgab. Späher auf Rollern erkundeten die Straßen und hielten Ausschau nach der Polizei. Viele Teilnehmer waren über Funk miteinander verbunden. Die Polizei hatte zwar die Siegessäule und das Regierungsviertel hermetisch abgeriegelt, aber mit 2200 Polizistinnen und Polizisten nicht genügend Kräfte im Stadtgebiet verteilt. Das konnte man an immer wieder hektischen Verlegungen der Hundertschaften beobachten. Beamte, die im Einsatz waren, sprechen im Nachhinein selbst von chaotischen Zuständen. Über weite Strecken wirkte der Einsatz wie ein Katz-und-Maus-Spiel. […] Was die Polizei überraschte, war offenbar die Ausdauer, mit der die Demonstrierenden auf den Straßen ausharrten. ‚Die Strategie ist Aufwachen. Die Schläfer müssen aufwachen. Wir verlieren unsere Freiheit. Wir laufen einfach‘, sagte etwa ein Teilnehmer. […] Laut Polizei kamen 60 Prozent der Festgenommenen nicht aus Berlin. Wieviele Verletzte es unter den Demonstranten gab, war am Montag noch unklar. Ein Mann war nach der vorläufigen Festnahme durch die Polizei im Krankenhaus verstorben. Laut Obduktion erlitt der Mann einen Herzinfarkt.“[3]

Während zum CSD am 24. Juli 2021 zigtausende (manche Quellen sprechen von bis zu 65.000) Schwulen, Lesben und LGBTIartige ohne Verbote oder Einschüchterung demonstrieren durften, wurden Deutsche, die um Einhaltung der Grundrechte der BRD-Verfassung auf die Straße gingen, erniedrigt, gedemütigt, gejagt und angegriffen. An der Siegessäule fuhren zwischenzeitlich Wasserwerfer auf, mehrere Hubschrauber der Bundespolizei überflogen drohend die Hauptstadt. Zwischen, je nach Quelle, 600 und 1.000, zum größten Teil wahllose Festnahmen soll es gegeben haben. Die überforderte, teils panisch agierende Polizei griff mit unverhältnismäßiger Gewalt ein, Männer und Frauen wurden zu Boden geworfen, an den Haaren gezogen, ins Gesicht geschlagen, mit Tränengas sowie Schlagstöcke attackiert usw. Im Fernsehen, aber vor allem im Weltnetz konnte man schreckliche Szenen der ausufernden Staatsgewalt sehen.

UN-Sonderbeauftragter kündigt Intervention an

„Der Aufruf des UN-Sonderbeauftragten Nils Melzer hat zu mehr als hundert Hinweisen zu Polizeigewalt bei den Berliner Corona-Demonstrationen geführt, die sich aber oft mehrfach auf dieselben Fälle beziehen. Der UN-Beauftragte hat nun die Aufgabe, allfällige staatliche Gewaltexzesse und Polizei-Übergriffe zu prüfen, die Regierung über seine Schlussfolgerungen in Kenntnis zu setzen und zur Aufklärung sowie zur Ahndung und Wiedergutmachung von Regelverstößen aufzufordern. […] Auch Gewalt-Aktionen gegen Polizisten seien nicht hinnehmbar, es seien Straftaten, für die die Täter bestraft werden müssten. Melzer: ‚Vereinzelte Gewalt von Demonstranten darf aber keinesfalls der Rechtfertigung von Polizeigewalt gegen andere, nicht gewalttätige Demonstranten dienen.‘ Melzer über die Demo in Berlin: ‚Von den Bildern und Informationen, die uns bis jetzt vorliegen, haben wir den Eindruck, dass es sich bei den Protesten mehrheitlich nicht um gewaltbereite Randalierer gehandelt hat. Es waren Frauen, Kinder, Radfahrer, ältere Leute. Es ist absolut inakzeptabel, wenn die Polizei wegen bloßer Ordnungswidrigkeiten oder zivilem Ungehorsam mit teilweise lebensgefährlicher Gewalt gegen wehrlose Demonstranten vorgeht.‘ […] ‚Wenn die Polizei nicht klar kommuniziert, dass sie sich als Freund und Helfer versteht, sondern die eigene Bevölkerung als Feind behandelt, dann ist eine gefährliche Spirale in Gang gesetzt: Dass nämlich als nächstes die Bevölkerung die Polizei ebenfalls als Feind betrachtet und am Ende die Regierung.‘ Es sei die Verantwortung jeder Regierung, eine solche Entwicklung durch klare, de-eskalierende Kommunikation zu verhindern. Melzer: ‚Es ist darüber hinaus widersinnig, eine Demonstration mit dem Hinweis auf den Gesundheitsschutz aufzulösen, wenn dabei Demonstranten mit vollkommen willkürlicher Brutalität zusammengetrieben und verletzt werden.‘ Melzer hält es für dringend notwendig, dass die Behörden und Polizei bewährte De-Eskalationsmethoden einsetze. Als vorbildliches Beispiel nennt er Stuttgart, wo Polizeichef Carsten Höfler im April bei Corona-Protesten erklärt habe, dass die Polizei niemals gegen friedliche Demonstranten Gewalt anwenden dürfe. Stuttgart hatte im Frühjahr 2021 darauf verzichtet, eine Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gewaltsam aufzulösen.“[4]

Tod

Sascha Moll, der sich schon Jahren für die gerechte und notwendige Sache einsetzte, verhielt sich, wie Freunde bezeugen, wie stets besonnen. Aus dem Nichts warfen sich Polizisten auf den bürgerlichen Familienvater, rissen ihn zu Boden, er stützte schwer auf seine Schulter. Die Polizei behauptet, er hätte eine – kaum zu erkennende, wenn überhaupt tatsächlich vorhandene – Absperrung ignoriert. Der Angriff von hinten wirkte wie ein Trauma. Zugleich rang er nach Luft, klagte über Brustschmerzen und Kribbeln in den Händen. Rettungskräfte und ein Notarzt wurden verständigt, zumindest das. Kurz darauf sei er kollabiert. „Die sofort eingeleiteten Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos, er verstarb am Abend auf der Intensivstation der Charité“, teilte die Generalstaatsanwaltschaft, welche die Ermittlungen übernommen hatte, am Abend des 2. August 2021 mit. Moll hatte einen Herzinfarkt erlitten, sein Leben für Familie und Vaterland für immer vorbei. Statt Trauer und Empörung nahm die Generalstaatsanwaltschaft die Exekutive in Schutz: „Hinweise auf todesursächliche äußere Gewalteinwirkung im Rahmen der Festnahme liegen nicht vor.“ Die Ermittlungen zur Todesursache, so die als besänftigende Stellungnahme gedacht, seien aber noch nicht abgeschlossen.

Stellungnahme der Partei „dieBasis“

Auch die Partei, für die sich Moll aufopferungsvoll eingesetzt hatte, meldete sich am 2. August 2021 zu Wort. Der zweite Absatz klingt dabei wie ein realsatirischer Hohn:

„Wir haben mit Bestürzung erfahren müssen, dass gestern im Zusammenhang mit den Demonstrationen in Berlin am 1.8.2021 ein Mitglied unserer Partei gestorben ist. Als Gründungsmitglied der Partei dieBasis und Mitgründer des Landesverbands NRW, war er schon am 1.8.2020 bei der ersten großen Demonstration für Frieden, Freiheit und Demokratie in Berlin dabei, damals als Lkw-Fahrer einer unserer Wagen. Er wurde von allen sehr geschätzt für seine bodenständige Art und war für jeden Spaß zu haben. Gerade hatte er das Gröbste bei der Hochwasserkatastrophe überstanden. Jetzt ist er mit nur 49 Jahren gestorben und hinterlässt einen 16-jährigen Sohn. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Hinterbliebenen, die jetzt so viel Kraft brauchen und Unterstützung.
Wir gehen fest davon aus, dass dieser Fall von den Berliner Behörden restlos aufgeklärt wird. Wir bitten alle Seiten bis dahin, den tragischen Tod eines Menschen auf keinen Fall politisch zu missbrauchen. Daher wird dies bis zur Aufklärung der genauen Umstände bis auf Weiteres unsere einzige Stellungnahme dazu bleiben.“[5]

Compact-Magazin

„Wie es zum Infarkt gekommen ist, interessiert die Mainstreampresse natürlich nicht. Die Frage ist jetzt: Sollen wir demselben Staat trauen, der dermaßen brutal gegen Regierungskritiker vorgeht, während er die gleiche Brutalität beim CSD auslässt? Ich will natürlich nirgendwo derartige Bilder sehen, aber natürlich zeigt das, wie vollkommen unverhältnismäßig mit einem Protest umgegangen wird, während man den anderen gewähren lässt. Nach wie gilt: Hätten die Berliner Polizisten so zurückhaltend reagiert wie beim CSD, wo genauso wenig auf Abstand und Maske gegeben wurde, würde Sascha noch leben!“[6]

Verweise

Fußnoten