Völkerschlachtdenkmal

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Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig wurde vom „Deutschen Patriotenbund“ in Erinnerung an die Völkerschlacht bei Leipzig während der Deutschen Erhebung auf Initiative von Clemens Thieme und nach Entwürfen des Berliner Architekten Bruno Schmitz errichtet. Die Grundsteinlegung erfolgte am 18. Oktober 1900, die Einweihung am 18. Oktober 1913.

Erläuterung

Luftbild: Das Denkmal von oben
Die 12 Ritterfiguren am äußeren Kuppelbau sind jeweils 12 Meter hoch.

Geschichtlicher Hintergrund

Vom 16. bis 19. Oktober 1813 fand vor den Toren der Stadt Leipzig die sogenannte Völkerschlacht statt. Sie führte im Rahmen der Befreiungskriege zu einer Niederlage des Tyrannen Napoleon gegen die Koalitionstruppen. In der Schlacht, die bis zum Ersten Weltkrieg als die größte der Geschichte galt, kämpften Deutsche auf beiden Seiten. Die Schlacht beendete die Franzosenzeit in Deutschland, der anschließende Sommerfeldzug von 1815 dann die Gewaltherrschaft des selbsternannten französischen Kaisers.

Schon kurz nach der Schlacht gab es erste Pläne des Dichters Ernst Moritz Arndt (1769-1860) für ein Denkmal. Da Sachsen in der Schlacht auf Seiten Napoleons stand und dafür erhebliche territoriale Einbußen hinnehmen mußte, war der Wille, dieser eigenen Niederlage ein Denkmal in Leipzig zu setzen, gering. 1863 wurde zwar zum 50. Jahrestag ein Grundstein gelegt[1] aber bis zum Ende des 19. Jahrhunderts folgten keine ernstzunehmenden Umsetzungspläne.

Daten

Nach dem Plakat im Fundament des Völkerschlachtdenkmals

  • Bauzeit: 15 Jahre
  • Höhe: 91 m
  • Höhe der Kuppelhalle (Innenhöhe): 68 m
  • Fundamentplatte: 70 m × 80 m × 2 m
  • Anzahl der Fundamentpfeiler: 65
  • Gesamtzahl der Stufen bis zur Plattform: 500
  • Fußbreite: 126 m
  • Masse aller baulichen Anlagen: 300 000 t
  • Anzahl der verbauten Natursteinblöcke: 26 500
  • Menge des verbauten Betons: 120 000 m³
  • Kosten: 6 Millionen Mark

Architektur

Das Denkmal ist 91 Meter hoch, die Innenhöhe der Kuppelhalle beträgt 68 Meter. In der Kuppeldecke der Ruhmeshalle sind 324 fast lebensgroße Reiter abgebildet. Die vier 9,5 Meter hohen Statuen der Totenwächter in der Ruhmeshalle stellen Personifikationen der Tugenden dieser Schlacht dar:

  • Tapferkeit
  • Glaubensstärke
  • Volkskraft
  • Opferbereitschaft


Filmbeiträge

V.S.-Produktion: Das Denkmal: Das Völkerschlachtdenkmal (Folge 9, 2019).

Bildergalerie

Siehe auch

Literatur

  • 96-book.png PDF Paul Benndorf: Die Völkerschlacht bei Leipzig, ein Gedenkbuch für die hundertjährige Jubelfeier, 1913
  • Viele Bilder und Zeichnungen in: 96-book.png PDF Berliner Architekturwelt. Sonderheft, 1913, S. 26ff Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Norbert Borrmann: Identität & Gedächtnis – Denkmäler und politische Architektur von 1800 bis zur Gegenwart. Ares Verlag, 2016, ISBN 978-3-902732-65-1 [216 Seiten, s/w-Abbildungen]

Verweise

Fußnoten

  1. Etienne François (Hrsg.): Nation und Emotion. Deutschland und Frankreich im Vergleich – 19. und 20. Jahrhundert. (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Bd. 110), Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1995, ISBN 3-525-35773-7