Burgenland

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Das Burgenland ist das östlichste Gebiet Süddeutschlands und ein Bundesland des deutschen Staates Österreich. Es grenzt im Osten an Ungarn, Slowenien und die Slowakei, innerdeutsch an Niederösterreich und die Steiermark.

Es gehört verwaltungsrechtlich zu Ungarn:

„Die Habsburger selbst hatten nach 1526, in welchem Jahre ihnen die Herrschaft auch über die ungarischen Lande zugefallen war, an der staatsrechtlichen Zugehörigkeit unseres Gebietes kein besonderes Interesse mehr und so gab es denn Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1647 unter dem Druck der ungarischen Stände zu, daß das burgenländische Gebiet staatsrechtlich und verwaltungstechnisch Ungarn angegliedert wurde.“[1]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seit den Türkenkriegen war das Gebiet vorwiegend deutsch besiedelt und wurde als Deutsch-Westungarn bezeichnet. Bis 1920 war es Bestandteil ungarischen Staatsgebietes, mußte dann jedoch durch den sogenannten Vertrag von Trianon an die Republik Deutsch-Österreich abgegeben werden. Österreichs Argumentation bezog sich seinerzeit allerdings nicht auf die im Burgenland lebende deutsche Bevölkerung, sondern lautete, daß die Versorgung von Wien mit landwirtschaftlichen Produkten aus diesem Gebiet erfolgt. Jahrhundertelang zuvor war der Fluß Leitha die natürliche Grenze zwischen Österreich und Ungarn gewesen:

„Die deutschösterreichische Friedensdelegation hatte nun also in Saint-Germain nachdrücklich auf den innigen Zusammenhang Österreichs mit Westungarn hinzuweisen und sie konnte nachweisen, daß die bisherige Grenzlinie, die rein administrativer Natur gewesen war, unmöglich aufrecht bleiben konnte. ‚Die Gegend von Ödenburg‘, so hieß es in der Note der österreichischen Delegation vom 16. Juni, ‚war seit jeher der Gemüsegarten von Wien, die Versorgung Wiens mit Milch und frischem Fleisch wurde zum größten Teil durch das Ödenburger, Eisenburger und Wieselburger Komitat bestritten. Die Stadt Graz endlich, zu Füßen der Alpen gelegen, bezog die Lebensmittel, deren sie selbst sowie ihr gebirgiges Hinterland bedurfte, großenteils aus dem westlichen Ungarn. Wenn diese Gegenden durch die Schaffung einer nicht bloß politischen, sondern auch wirtschaftlichen Grenze zum Ausland werden, so errichtet der Friedensvertrag eine Schranke, von der sich der Handel schon ungefähr seit der Entdeckung Amerikas befreit hatte, und sperrt die drei wichtigsten Industriezentren Österreichs von ihren Gemüsegärten, ihren Meiereien und ihrem Ackerlande ab‘.“[1]

In Ungarn führte diese Rückführung des Burgenlandes seitens des befreundeten Österreichs zu heftigen Protesten. Nur die Hauptstadt Ödenburg (ungar. Sopron) blieb nach einer unkorrekten Volksabstimmung bei Ungarn. Tschechische Panslawisten forderten wiederholt die Abtretung des Gebietes. Es sollte als tschechischer Korridor einen Zugang des Kunststaates Tschecho-Slowakei zur Adria gewährleisten.

Der nach dem Ersten Weltkrieg geprägte Name „Burgenland“ erinnert daran, daß das Land aus Teilen von vier altungarischen Komitaten zusammengesetzt ist („Vierburgenland“), nämlich Preßburg, Wieselburg, Ödenburg und Eisenburg. Lediglich Eisenburg wurde jedoch schlußendlich Bestandteil des Burgenlandes.

Im Großdeutschen Reich wurde das Gebiet aufgeteilt, der nördliche Teil kam zum Gau Niederdonau, der südliche zum Gau Steiermark. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Burgenland ein Bundesland der derzeitigen Republik Österreich.

Literatur

  • Emmerich Falk: Das Burgenland im Blickfeld tschechischer Grossherrschaftspläne, 1938

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 vgl.: Viktor Miltschinsky: „Das Verbrechen von Ödenburg. Auf Grund authentischen Materials dargestellt“, Wien 1922 (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
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