Grabert, Herbert

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Prof. Dr. Herbert Grabert

Herbert Grabert (Lebensrune.png 17. Juli 1901 in Berlin; Todesrune.png 2. August 1978 in Tübingen) war der Gründer und langjährige Leiter des patriotischen Grabert-Verlages.

Inhaltsverzeichnis

Wirken

Sein Abitur legte er im Grauen Kloster in Berlin ab. Grabert studierte an den Universitäten Berlin, Marburg und Tübingen protestantische Theologie. Er war zur Sportlehrerausbildung auf der Preußischen Hochschule für Leibesübungen/Landesturnanstalt in Spandau. Nach dem Ersten Weltkrieg diente er dem Freikorps beim Garde-Kavallerie-Schützen-Korps. Mit 25 Jahren legte Grabert die Promotion ab, mit 30 Jahren die Habilitation und wurde Dozent an den Universitäten Würzburg und Tübingen.

1939 trat Grabert in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 7.291.699). Zeitweilig wurde Grabert von der Alfred-Rosenberg-Stiftung unterstützt. 1941 habilitierte er sich in Würzburg und wurde Dozent für Weltanschauungskunde. Während des von England 1939 entfesselten europäischen Krieges, der durch den Eintritt der VSA zum Weltkrieg wurde, war er in Alfred Rosenbergs Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete tätig. Auf Anordnung des Ministeriums war Grabert 1942 Referent für Wissenschafts- und Hochschulfragen beim Generalkommissar Riga. 1943 erfolgte seine Entlassung aus der Wehrmacht.[1]

Nachkriegszeit

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er, zwischenzeitlich wie viele seiner Weggefährten aus dem akademischen Leben durch Berufsverbot verbannt, verlegerisch aktiv. Als Stichworte seien genannt Verlag und Zeitschrift Deutsche Hochschullehrer-Zeitung, das Institut für deutsche Nachkriegsgeschichte (IdN) und der Grabert Verlag. Der Verlag wurde schon zu Lebzeiten vom Sohn Wigbert Grabert übernommen.[2]

Familie

Dr. Grabert heiratete 1929 seine Verlobte Josephine „Josi“ Freiin von Maydell. Sie stammte aus dem estländischen Baltenland und war die Tochter eines baltendeutschen Rittergutsbesitzers. Der Ehe entsprossen acht Kinder.

Werke (Auswahl)

  • Eine vergleichende Studie zur Psychologie der Mystiker und Psychopathen. Eine Gegenüberstellung und ein Vergleich. Diss. phil., Univ. Tübingen 1928, IX, 108 S., Kohlhammer, Stuttgart 1929 (Beiträge zur Philosophie und Psychologie H. 4)
  • Religiöse Verständigung. Wege zur Begegnung der Religionen bei Nicolaus Cusanus, Schleiermacher, Rudolf Otto und J. W. Hauer. VIII, 100 S., Hirschfeld, Leipzig 1932 (Bücher der Kommenden Gemeinde 2)
  • Der protestantische Auftrag des deutschen Volkes. Grundzüge der deutschen Glaubensgeschichte von Luther bis Hauer. 287 S., Georg Truckenmüller Verlag, Stuttgart und Berlin 1936
  • Der protestantische Auftrag des deutschen Volkes. Grundzüge der deutschen Glaubensgeschichte von Luther bis Hauer. 2., durch d. Anh. erw. Aufl., 320 S., Gutbrod, Stuttgart 1936
  • Krise und Aufgabe des völkischen Glaubens. 31 S., Nordischer Verlag Precht, Berlin 1937
  • Die völkische Aufgabe der Religionswissenschaft. Eine Zielsetzung. 60 S., Georg Truckenmüller Verlag, Stuttgart und Berlin 1938 (Forschungen zur deutschen Weltanschauungskunde und Glaubensgeschichte H. 1)
  • Der Glaube des deutschen Bauerntums. Eine weltanschauungskundliche und glaubensgeschichtliche Untersuchung. Bd 1., Georg Truckenmüller Verlag, Stuttgart und Berlin 1939
  • Hochschullehrer klagen an. Von der Demontage deutscher Wissenschaft. 2. erw. Aufl., 93 S., Göttinger Verl. Anst., Göttingen 1952
  • Wehrkraft im Zwiespalt, Göttingen 1952 [unter dem Pseudonym Hugo C. Backhaus]
  • Volk ohne Führung, 264 S., Göttinger Verl.-Anst., Göttingen 1955 [unter dem Pseudonym Hugo C. Backhaus]
  • Volk ohne Führung, 2. Aufl., 267 S., Göttinger Verl.-Anst.. Göttingen 1956 [unter dem Pseudonym Hugo C. Backhaus]
  • Sieger und Besiegte. Der deutsche Nationalismus nach 1945. 420 S., Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen 1966
  • Hrsg: Das Geschichtsbuch als Umerzieher. Eine vom Institut für Deutsche Nachkriegsgeschichte in Zusammenarbeit mit Geschichtslehrern veranst. Untersuchung deutscher Schulbücher hrsg. v. Herbert Grabert. 160 S, Verl. d. Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen 1966 (Veröffentlichungen des Instituts für Deutsche Nachkriegsgeschichte 3)
  • Volk und Führung. Deutschlands Ringen um Einheit und Bestand. 351 S., Grabert Verlag, Tübingen 1977 ISBN 3-87847-036-3

Auszeichnungen (Auszug)

  • Ehrenurkunde für Freikorpskämpfer

Fußnoten

  1. Angela Treiber, Volkskunde und evangelische Theologie: die Dorfkirchenbewegung 1907–1945, Böhlau 2004, S. 388.
  2. Gert Sudholt (Hg.): Deutsche Annalen 1979 - Jahrbuch des Nationalgeschehens. 1979. S. 236f.
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