Euler, August

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August Heinrich Euler (Lebensrune.png 20. November 1868 in Oelde; Todesrune.png 1. Juli 1957 in Feldberg im Schwarzwald) war ein deutscher Luftfahrt- und Flugpionier, Alter Adler sowie Staatssekretär im Reichsluftamt.

Leben

Das Flugzeugführerzeugnis (Flugschein Nummer 1) von August Euler

Euler wurde als ein direkter Nachfahre des Mathematikers Leonhard Euler geboren und besuchte die Schulen von Oelde, Köln und Aachen. Zuerst als technischer Kaufmann und Ingenieur tätig, wurde er dann Automobilkonstrukteur bei Seidel und Naumann in Dresden und anschließend Direktor der „Peter's Union Pneumatic A. G.“ in Frankfurt am Main.

Von 1890 bis 1900 widmete er sich vor allem der Verbreitung des Fahrrades und war anschließend Automobilist, wobei er sich auch an den ersten Autorennen beteiligte, und von 1908 bis 1918 Flugtechniker und Flieger. Er gründete dann die Euler-Flugzeugwerke in Griesheim bei Darmstadt als erste deutsche Flugzeugfabrik und baute dort Flugzeuge eigener Konstruktion. Nach vielen Versuchen führte er dann im Sommer 1909 auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Frankfurt a. M. die ersten Flüge vor und gewann den Preis für den längsten Tagesflug.

Karl Jatho, der sechs Jahre zuvor am 18. August 1903 den zweiten Motorflug der Menschheitsgeschichte nach dem ersten Gustav Weißkopf mit einem Flugzeug absolviert hatte, mußte an diesem Tage wegen einer Verletzung erfolglos aufgeben. Seine Flugzeugwerke verlegte August Euler dann 1912 nach Frankfurt-Niederrad, wo er in den folgenden sechs Jahren mehr als 500 Flugzeuge produzierte. Er war der erste deutsche Flugzeugführer (Pilotenschein Nummer 1).

In seiner Fliegerschule in Griesheim und Frankfurt am Main, die Weltruf besaß, wurden von 1910 bis 1918 75 Flugzeugführer ausgebildet, darunter u. a. Prinz Heinrich von Preußen.

Eulers Weitblick erkannte frühzeitig auch die Bedeutung des Flugzeuges als Kampfmittel für den Kriegsfall, und er entwickelte sein später berühmt gewordenes Patent für das synchronisierte Maschinengewehr. Hierbei ist das Maschinengewehr fest mit dem Flugzeug verbunden, so daß der Flieger mit dem Flugzeug selber zielt. Auch nach Ende des Ersten Weltkrieges gehörte sein Schaffen weiterhin der Luftfahrt.

Unter seiner Leitung als Unterstaatssekretär des neugegründeten Reichsamtes für Luft- und Kraftfahrwesen entstanden die erste Luftverkehrsordnung und das erste Luftverkehrsgesetz als Grundlagen für die Entwicklung eines zivilen Luftverkehrs. Zugleich wurde Euler dann auch die Betreuung des Kraftfahrwesens übertragen und das bisherige Reichsluftamt als Reichsamt für Luft- und Kraftfahrwesen dem Reichsverkehrsministerium eingegliedert.

Familie

August Euler war der Sohn von August Reith und Karla Euler. Zu den Vorfahren mütterlicherseits gehört Hans Georg Euler (geboren 1573 in Lindau, seit 1594 Bürger von Basel), zu dessen Nachfahren auch Leonhard Euler sowie Hans Karl August Simon von Euler-Chelpin und Ulf von Euler zählen.

August Euler ist der Großvater von:

August Euler war der Patenonkel von Karl Ernst August Heinkel, dem Sohn von Ernst Heinkel[1]

Flugzeugproduktion bis 1918

Während des Ersten Weltkrieges führten die Euler-Flugmaschinenwerke in Lizenz Neubau und Reparatur von Flugzeugen aus, versuchten aber auch mit geringem Erfolg eigene Entwicklungen. 420 Flugzeuge waren bis dahin produziert worden.[2]

Vorkriegsmodelle

Unbewaffnete Aufklärer und Schulflugzeuge

Bewaffnete Aufklärer

Jagdflugzeuge

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. Vgl. Jürgen Thorwald (Hg): Ernst Heinkel – Stürmisches Leben, Stuttgart 1953
  2. Ursula Eckstein:August-Euler-Flugplatz Darmstadt. Justus von Liebig Verlag, Darmstadt 2008, S. 49
  3. 3,0 3,1 Karl R. Pawlas: Deutsche Flugzeuge 1914–18. Nürnberg 1976, ISBN 3-88088-209-6