Deflation

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Eine Deflation (lat.: Abschwellung) liegt vor, wenn der gesamtwirtschaftlichen Gütermenge entweder eine stetig sinkende Geldmenge oder sinkende Güternachfrage gegenübersteht.

Eine Deflation entsteht z.B. durch hohe Einfuhr-Überschüsse, die mit dem Abfluß von Geldmitteln in das Ausland verbunden sind, oder durch die Überproduktion von Gütern. Im ersteren Fall sind zwar viele Güter auf dem Markt, aber die Menschen haben nicht mehr das Geld, um die Waren zu kaufen; im letzteren Fall sind auf dem Markt mehr Waren und Güter vorhanden, als benötigt werden, das Angebot ist größer als die Nachfrage. Die Preise für Waren und Dienstleistungen gehen somit permanent zurück und das Preisniveau sinkt kontinuierlich. Die Banken vergeben ihre Kredite nun nur noch zu sehr hohen Zinsen, da sich die Verleihung des ohnehin stetig an Wert gewinnenden Geldes ansonsten nicht lohnt. In einer solchen Situation besteht die Möglichkeit, die Geldmenge zu inflationieren (im äußersten Fall durch sogenannte negative Zinsen, welche die Zentralbank den Kreditinstituten auferlegt), um den Geldfluß durch vermehrte Kreditvergabe der Geschäftsbanken anzukurbeln. Naturgemäß ist Deflation vor allem in erfolgreichen, d.h. produktiven Wirtschaften, ihr Gegenteil, die Inflation, hingegen vor allem in maroden Wirtschaften anzutreffen; dem entsprechend ist die Tendenz leistungsfähiger Völker, Staaten und Nationen zur Deflation einerseits, nicht oder verhältnismäßig weniger leistungsfähiger zur Inflation andererseits.

Eine Deflation muß sich allerdings nicht immer komplett auf alle Waren und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft beziehen, sondern kann auch nur teilweise auftreten und bestimmte Branchen betreffen. In diesem Fall spricht man von einer Teildeflation.

Neuere Geschichte

Die letzte große weltweit wirksame Deflation gab es während der Weltwirtschaftskrise. Zwischen 1929 und 1933 gingen in den VSA die Preise um 24 Prozent zurück, in Deutschland um 23 Prozent. In Deutschland konnte die Deflation nach dem Wahlsieg der NSDAP 1933 durch flankierende wirtschaftspolitische Maßnahmen gestoppt werden. Im Gegensatz dazu scheiterte das New Deal-Programm in den VSA. Damals hielt der VS-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Alvin Hansen eine Rede vor der „American Economic Association“ und warnte vor einer „säkularen Stagnation“. Damit beschrieb er genau die Situation, in der der natürliche Zins stark negativ ist. Hansens pessimistische Vorhersage trat allerdings nicht ein. Der Grund war ein damals unerwartetes Konjunkturprogramm auf Seiten der VSA-Regierung: Der Eintritt in den Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland und die anschließende vollständige Ausplünderung der deutschen Wirtschaft.

In Japan herrscht seit den 1990er Jahren eine Deflation.

Verweise