Dwinger, Edwin Erich

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Edwin Erich Dwinger

Edwin Erich Dwinger (Lebensrune.png 23. April 1898 in Kiel; Todesrune.png 17. Dezember 1981 in Gmund am Tegernsee) war ein Schriftsteller deutsch-russischer Herkunft.

Leben und Wirken

Dwinger war der Sohn eines Marineoffiziers der kaiserlichen Marine und einer Russin.

Von der Schulbank weg, meldete er sich knapp sechzehnjährig als Soldat im Ersten Weltkrieg.[1] Er kam er schwer verwundet in russische Kriegsgefangenschaft und kämpfte im russischen Bürgerkrieg gegen die Bolschewisten. 1921 gelangte er über die Mongolei in das Deutsche Reich.
Nach der Heimkehr wurde er Bauer, wo er sich in den Allgäuer Bergen ansiedelte. Noch im selben Jahr kaufte er sich sein erstes Gut. Nach zehnjähriger, schwerer Arbeit konnte er sich ein viel größeres, prächtiges Gut erwerben.[2]
Er schrieb aufsehenerregende, auflagenstarke Berichte und Erzählungen über seine Erlebnisse und propagierte einen nationalrevolutionären Antikapitalismus und Antikommunismus. Im Nationalsozialismus war er als Reichskultursenator tätig und wurde 1935 mit dem Dietrich-Eckart-Preis ausgezeichnet. Ab 1941 war Dwinger als Kriegsberichterstatter der Waffen-SS tätig. Er drängte im Reich auf Zusammenarbeit mit den Völkerschaften des Ostens, insbesondere Russen, zum Kampf gegen Stalin. Weil er eigenmächtig Kontakt zu General Wlassow aufnahm erhielt er 1943 Hausarrest. Nach Kriegsende wurde er von den „Befreiern“ interniert und zu einer Geldstrafe verurteilt. Danach setzte er seine Arbeit als Schriftsteller fort, die sich weiterhin gegen den Bolschewismus und den Kapitalismus wandte[3].

Sonstiges

Dwinger war in zweiter Ehe mit der Tochter von Giselher Wirsing verheiratet.

Schriften (Auswahl)

  • Das große Grab. Sibirischer Roman. 1920
  • Korsakoff. Die Geschichte eines Heimatlosen. 1926
  • Das letzte Opfer. Roman, 1928
  • Die Armee hinter Stacheldraht. Das Sibirische Tagebuch. 1929
  • Zwischen Weiß und Rot. Die russische Tragödie 1919-1920. 1930 (Bestellmöglichkeit des Nachdrucks)
  • Die zwölf Räuber. Roman, 1931
  • Wir rufen Deutschland. Heimkehr und Vermächtnis. 1921-1924. 1932
  • Die Gefangenen. Schauspiel, 1933
  • Der letzte Traum. Eine deutsche Tragödie. 1934
  • Wo ist Deutschland? Schauspiel, 1934
  • Die letzten Reiter. 1935
  • Und Gott schweigt. 1936
  • Spanische Silhouetten. 1937
  • Ein Erbhof im Allgäu. 1937
  • Auf halbem Wege. Roman, 1939
  • Der Tod in Polen, die volksdeutsche Passion, HTML-Version. Eugen Diederichs Verlag, Jena 1940 (PDF-Datei)
  • Panzerführer. Tagebuchblätter vom Frankreichfeldzug. 1941
  • Wiedersehen mit Sowjetrussland. Tagebuch vom Ostfeldzug. 1942
  • Dichter unter den Waffen. Ein Kriegsalmanach deutscher Dichtung. Beratungsamt für das Deutsche Schrifttum beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, 1941
  • Der Russische Mensch (Essay), 1943 HTML-Version | PDF-Datei
  • Wenn die Dämme brechen ... Untergang Ostpreußens. 1950
  • General Wlassow. Eine Tragödie unserer Zeit. 1951
  • Sie suchten die Freiheit... Schicksalsweg eines Reitervolkes. 1952
  • Hanka. Roman eines Jägers. 1953
  • Ein Erbhof im Allgäu. 144 S. Text mit 80 ganzseit. Aufnahmen v. Hans Retzlaff, Verlag F. Bruckmann AG, München, Jahr?
  • Das Glück der Erde. Reiterbrevier für Pferdefreunde. 1957
  • Es geschah im Jahre 1965. 1957
  • Die zwölf Gespräche, 1933 - 1945. Erschienen 1966

Verweise

Fußnoten

  1. Kurt Ziesel (Hg.): Krieg und Dichtung. Soldaten werden Dichter – Dichter werden Soldaten, Adolf Luser Verlag, Wien/Leipzig 1940
  2. Wiener Illustrierte, 7. Oktober 1942
  3. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396