Forstenhäusler, Alfons

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Alfons Forstenhäusler.jpg

Alfons Forstenhäusler (Lebensrune.png 20. April 1921 in Winterbach; Todesrune.png 19. Oktober 1942 bei Nariman, Rußland) war ein deutscher Gefreiter der Wehrmacht (zuerst in der 4. Kompanie des Infanterie-Ersatz-Bataillons 353 in Tübingen), u. a. Kommandosoldat der Brandenburger im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Forstenhäusler, das 12. von 19 Kindern aus Oberschwaben, wurde am 30. August 1942 als Angehöriger der 1. Kompanie/Bau-Lehr-Regiment z. b. V. 800 „Brandenburg“ im Tarneinsatz[1] und vorübergehend der 24. Panzer-Division unterstellt 50 Kilometer südwestlich von Stalingrad im Kampf um den Brückenkopf Nariman schwer verwundet (Artilleriegeschoßsplitter am Kopf, für tot gehalten, später von unbekannt am Hauptverbandsplatz abgegeben) und verstarb Wochen später im Kriegslazarett 4/533 in Artemowsk.

Obergefreiter Ernst Panse, Funker in Leutnant Hövels[2] Panzer III, beschrieb was in diesem Einsatz passierte:[3]

„Zwei im Einsatz befindliche Panzer unseres Zuges folgten also einem erbeuteten alten, offenen russischen Ford, besetzt mit 15 deutschen Soldaten in russischen Uniformen entlang die Straße in Richtung auf die Brücke. Ihre Waffen bestanden aus Maschinengewehren, mehreren Handgranaten und ein paar Panzerfäusten. Sie sausten mit voller Geschwindigkeit die Straße entlang. Wir verfolgten mit unseren 2 Panzern die in dem Laster angeblich fliehenden Russen in einem Abstand von 200–300 Metern, gaben mehrere Maschinengewehrstöße hinter oder seitlich des Lastwagens ab, während diese andererseits zur Schau ein paar Handgranaten gegen uns vom Laster warfen. Unsere Panzer drückten sich rechts und links der Straße nahe dem Laster vor. Dieser erreichte mit den getarnten Soldaten die Brücke und in diesem Augenblick gab es eine allmächtige Explosion und der Lastwagen verschwand. Zu gleicher Zeit erhielt der Panzer, der vor uns fuhr, zwei Volltreffer und ging in Flammen auf. Bevor wir etwas tun konnten, erhielten auch wir einen Volltreffer in die rechte Fahrerseite und kurz danach einen zweiten etwas höher. [...]“

Ein Mitglied der „Brandenburger“ schrieb u. a. in sein Tagebuch:

„T[arn]-Fahrzeug“ und „T[arn]-Kleidung“. Pakbeschuß ... Treffer auf das Fahrzeug der Gruppe ‚Fuchs‘ ... Eigener Panzer fliegt in die Luft! Forstenhäusler gefallen. Reinecke und Kurz verwundet ... Die Hölle ist los! ...“

Von der Besatzung des Lastwagens wurden alle für tot gehalten, sogar namentlich gemeldet, auch Forstenhäusler.[4] Das Grab des Gefreiten der Elitetruppe befindet sich auf dem Heldenfriedhof in Artemowsk (Block 1, Reihe 1, Grab 6).[5]

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. Bildung eines Brückenkopfes über die Chervlenaya-Schlucht (nahe Gawrilowka) durch einen Husarenstreich in „Volltarnung“
  2. Hövel (ehem. Führer des Erkundungszug Stabskompanie 3/III. Abteilung/Panzer-Regiment 21) war Zugführer in der 9. Schwadron der III. Abteilung (III./Panzer-Regiment 24) und für das Unternehmen zuständig, hierzu wurde eine Kampfgruppe gebildet, der die getarnten „Brandenburger“ vorausfuhren
  3. in: Death of the Leaping Horseman: The 24th Panzer Division in Stalingrad von Jason D. Mark
  4. in: Helmut Spaeter: Die Brandenburger, München 1978, Seite 224
  5. Alfons Forstenhäusler bei weltkriegsopfer.de