Frank, Anne

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Anne Frank
Der Roman Otto Heinrich Franks wird mit dem „Mein Kampf“ verglichen

Anneliese Marie Frank, verkürzt meist Anne Frank genannt (geb. 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main; Anfang März 1945 an Läuse-Fleckfieber in Bergen-Belsen gestorben), war ein jüdisches Mädchen in Deutschland,[1] das durch den Roman „Das Tagebuch der Anne Frank“ ihres Vaters Otto Heinrich Frank weltweite Bekanntheit erlangte. Der Erinnerung an die Person kommt eine wichtige Rolle in der Psychologischen Kriegführung gegen die Deutschen zu (→ Schuldkult).

Werdegang

Herkunft

Anneliese Marie Frank war die Tochter eines Kaufmanns in Frankfurt am Main.

Der Vater ließ sich nach dem Ersten Weltkrieg in Frankfurt als selbständiger Kaufmann im Bankfach und in der Vertretung von Markenartikeln nieder. Im Sommer 1933, während des seit März des Jahres offen geführten Krieges internationaler jüdischer Kreise gegen Deutschland (→ Jüdische Kriegserklärungen an Deutschland), verließ die Familie Frankfurt. Die Mutter quartierte sich mit Anne Frank und der älteren Tochter zunächst bei der Großmutter in Aachen ein, während der Vater nach Holland ging. Er wurde Direktor der Firma Travis A.-G. und Teilhaber der Firma Kolen & Co. Im Dezember desselben Jahres folgte die Familie nach und bezog eine Wohnung in Amsterdam.

Bildung

Anne Frank besuchte zunächst den Kindergarten der Montessori-Schule und blieb dort später auch als Schülerin. 1941 besuchte Anneliese im deutsch besetzten Amsterdam das jüdische Mädchenlyzeum.

Internierung

Von 1942 bis 1944 verbargen sich die Franks. In dieser Zeit spielt die Schilderung im „Tagebuch der Anne Frank“. Am 4. August 1944 – nach Hinweisen an die Polizei – wurde die Familie festgenommen. Anneliese kam zunächst ins Lager Auschwitz, aber bereits einen Monat später wurde sie aufgrund einer Typhus-Erkrankung in das Lager Bergen-Belsen evakuiert.

Tod durch Krankheit

Im Lager Bergen-Belsen verschlechterte sich die Versorgungslage ebenfalls, bedingt durch die Bombardierung ziviler Ziele durch die Alliierten. Gegen Kriegsende erlag Anne Frank im März 1945 dort wie viele andere dem Läuse-Fleckfieber.[2]

Fußnoten

  1. Internationales Biographisches Archiv 21/1979, 14. Mai 1979
  2. David Korn: Wer ist wer im Judentum?, FZ-Verlag, ISBN 3-924309-63-9