DeutschlandEcho

Aus Metapedia
(Weitergeleitet von Gesamtrechts)
Wechseln zu: Navigation, Suche

DeutschlandEcho

Deutschlandecho 2011.png
Verweis http://deutschlandecho.org/ Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
Typ Nachrichtenportal
Wahlspruch Gegenöffentlichkeit, Unabhängig, Überparteilich
vorher: Rechtes Infoportal, Unabhängig, antisozialistisch
Kommerziell Ja
Registrierung Nicht erforderlich
Sprachen deutsch
Eigentümer Unbekannt
Urheber acht aktive Autoren, Gastautoren
Erschienen 2009 bis 2012

DeutschlandEcho war eine demokratistische, rechtsorientierte Informationsplattform im Weltnetz, die Ende September 2010 aus Gesamtrechts (GR) hervorgegangen ist. Das Projekt wurde mit der Absicht gegründet, die rechten Parteien zu einen, indem gleichermaßen über NPD, DVU und alle anderen rechten Parteien in der Bundesrepublik Deutschland berichtet wird. Vor der Gründung von Gesamtrechts nannte sich das auf Wordpress basierende Projekt Patriotisches Forum Süddeutschland. Die Weltnetzpräsenz ist seit Sommer 2012 nicht mehr aufrufbar.

Geschichte

Ende 2008 wurde das „Patriotische Forum Süddeutschland“ angeblich unter Mitwirkung von Andreas Molau gegründet, welches im April 2009 in „Gesamtrechts“ aufging. Am 26. September 2010 folgte ein erneuter Namenswechsel, um sich „einen Vorteil bei der Positionierung als Portal der Gegenöffentlichkeit [zu] verschaffen.“ Der Name Gesamtrechts „wirkte da oftmals wie ein uninformierte Zeitgenossen verschreckender Klotz am Bein.

Am 15. März 2011 gab einer der Gründer („Organisator“) bekannt, nicht mehr für DeutschlandEcho tätig sein zu wollen.[1][2] Beweggründe seien u. a. die Meldungen der Systempresse, daß der NPD-Spitzenkandidat von Sachsen-Anhalt, Matthias Heyder, in einem Forum zum Bombenbau und zur Frauenschändung aufgerufen habe. Einige bundesdeutsche Medien thematisierten den Rückzug und nutzten ihn für ihre feindliche Berichterstattung über die NPD zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Wenige Tage wurde „Organisator“ jedoch wieder aktiv, ohne eine weitere Erklärung abzugeben.

Am 12. April 2011 präsentierte sich DeutschlandEcho in einem neuen Netzauftritt.[3]

Am 19. Juli 2011 wurde die Plattform durch Wordpress wegen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen (Werbung) deaktiviert und ging am 31. Juli 2011 mit eigenem Server wieder ans Netz.[4]

Am 6. Juli 2012 wurde die Kommentarfunktion deaktiviert. Als offizielle Begründung verlautete, daß die Anzahl der zu moderierenden Kommentare zu hoch sei und diese außerdem etliche strafrechtlich relevante Inhalte beinhalteten.[5] Andere Quellen, wie etwa Altermedia, nannten jedoch einen Hackangriff auf die Seite als Ursache, bei dem die gesamte Datenbank mit sämtlichen Nutzerdaten (Name, Netzpostadresse, IP-Adresse) erbeutet worden sein soll.[6] Dies bestätigte DeutschlandEcho in einer darauffolgenden Stellungnahme.[7] Nach einer weiteren Attacke ist die Seite inzwischen nicht mehr abrufbar. Zuerst hatten die Täter auf der Seite nur den Satz anzeigen lassen, daß die Seite durch die Staatsanwaltschaft geschlossen wurde, kurz darauf wurde jedoch gar nichts mehr angezeigt.

Galerie

Ideologie

Bildschirmfoto von Gesamtrechts im alten Netzauftritt.
(Stand: 9. August 2010)
Logo von re:conquista.

Ausrichtung

DeutschlandEcho beschrieb sich als ein „parteipolitisch orientiertes, unabhängiges Nachrichtenportal“. Die Betreiber sahen sich als Grundgesetzpatrioten, deren Denken auf die Möglichkeit der Verwendung des bestehenden Systems fokussiert war. Die Beschäftigung mit der Geschichte, um die gegenwärtigen Machtverhältnisse zu deuten, wurde als „Friedhofsgärtnerei“ diffamiert und das Unternehmen, das politische System der BRD zu überwinden, als „nicht politikfähig“ betrachtet.

Die Taktik von DeutschlandEcho war ein Arrangement mit den herrschenden Zuständen, wie Adaption mit dem Parlamentarismus der BRD. Um nach Ansicht der Organisatoren bessere Verhältnisse zu schaffen, war es aus ihrer Sicht nur möglich, die nationalen Kräfte für Wahlen zu konzentrieren[8] (alle anderen Auffassungen waren in der Kommentarspalte nicht zugelassen und galten als „Quatsch“).[9]

Auch führte man als vermeintliche Beispiele für die Möglichkeit, daß demokratische Wahlen etwas bewirken könnten, die Wahlerfolge von rechten Parteien anderer Länder wie etwa der PVV von Geert Wilders in den Niederlanden an, ohne dabei die tatsächliche (in diesem Fall entschieden pro-israelische) politische Ausrichtung dieser Parteien zu beachten.

Da die „Organisatoren“ sich mit den herrschenden Verhältnissen anfreundeten, widersprach ihre Agitation dem Selbstverständnis fast aller Nationalen – so wird Ostdeutschland wie selbstverständlich als „Polen“ bezeichnet, und Widerspruch dagegen sei „Friedhofsgärtnerei“. Im großen und ganzen wirkte „Gesamtrechts“ systemstabilisierend.

Das Projekt stand in Opposition zu den „radikalen Rechten“ bzw. Nationalsozialisten und bezeichnete sich als „antisozialistisch“, ohne jedoch den Begriff „Sozialismus“ zu definieren. Man vertrat die Ansicht, daß selbst der kleinste Bezug auf den Nationalsozialismus den „Normalbürger und potenziellen Wähler“ von der Wahl rechter Parteien abschrecke, ignorierte dabei aber die Ergebnisse der Bundestagswahl 2009, bei der die – als „NS-Ghetto-Partei“ geschmähte – NPD das stärkste Ergebnis aller rechten Parteien erzielte, obwohl man demokratische Wahlen als Möglichkeit zur Veränderung betrachtete und sich am Wählerwillen ausrichtete. Auch wandte sich DeutschlandEcho gegen germanisch-heidnische Strömungen und titulierte das Vergeben germanischer Namen als „heidnischen Szenekitsch“, und bei anschließender Kritik in den Kommentarspalten sprach man von „brauner Soße“.

„Zwei-Lager-Lösung“

DeutschlandEcho richtete sich immer an den Parteien und Strömungen aus, die ihrer Ansicht nach am ehesten zu einem „realpolitischen“ rechten Wahlerfolg kommen könnten. Hierbei handelte man durchaus widersprüchlich, indem man z. B. etwa einzelne Landesverbände der NPD lobte und für diese Werbung machte, andererseits aber wiederum die Bundespartei und andere Landesverbände als „NS-Ghetto-Partei“ bezeichnete und zugleich etwa positiv über die Bürgerbewegung Pro NRW berichtete, obwohl diese eine direkte politische Konkurrenz für die NPD darstellte.

Erklärtes Ziel von DeutschlandEcho war es, sogenannte Rechtsparteien an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam auf demokratischem Weg einen Wahlerfolg zu erzielen. Dabei machte sich das Projekt für die Zwei-Lager-Lösung stark. Diese ist so zu verstehen, daß eine Gesamtvereinigung aller rechten Parteien unmöglich ist. Als aussichtsreich galt dagegen die Einigung innerhalb des rechtskonservativen Lagers (Die Republikaner, Pro Deutschland)) und innerhalb der rechten Parteien (NPD und DVU).

re:conquista

Unter dem Namen „GR²uppen“ startete Gesamtrechts am 28. Januar 2010 ein Projekt zur Vernetzung und Bildung von „Rechts-Zellen“.[10] Zum 25. August 2010 wurde das Projekt in „re:conquista“ (span. u. port.: „Zurückeroberung“) umbenannt und mit einem neuen Emblem vorgestellt.[11] Ziel der re:conquista war es, parteiunabhängige rechte Aktionsgruppen in der gesamten BRD zu gründen. Das Projekt wurde schon nach kurzer Zeit nicht mehr aktualisiert und schließlich eingestellt. Grund hierfür war wohl die mangelnde Organisationsfähigkeit der Benutzer außerhalb des Weltnetzes.

Volkes Stimme

Wöchentlich erschien eine PDF-Zusammenstellung ausgewählter Artikel von Gesamtrechts mit dem Namen „Volkes Stimme“. Volkes Stimme bestand aus zwei Seiten und wurde von Lesern selbständig ausgedruckt und kostenlos an Haushalte verteilt.

Zusammenarbeit

Eine Zusammenarbeit fand etwa mit dem damaligen Chef der NPD Saarland, Frank Franz, statt, von dem dort mehrere Videobeiträge veröffentlicht wurden, die aktuelle Fragestellungen und Probleme innerhalb des rechten Spektrums – oder Parteienspektrums – behandelten. Franz war auch an den dazu entstandenen Diskussionen beteiligt. Später veröffentlichte auch Andreas Molau von Zeit zu Zeit auf Gesamtrechts Beiträge.

Siehe auch

Fußnoten

  1. In eigener Sache: Abgang, DeutschlandEcho, 15. März 2011 Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  2. siehe auch: Ein Organisator, der kein Organisator mehr sein will, Altermedia, 16. März 2011
  3. In eigener Sache: DeutschlandEcho in neuem Gewand, DeutschlandEcho, 12. April 2011 Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  4. Endlich: DeutschlandEcho ist wieder da!DeutschlandEcho, 31. Juli 2011
  5. DeutschlandEcho künftig ohne KommentarspalteDeutschlandEcho, 6. Juli 2012
  6. [1]Altermedia Deutschland
  7. In eigener Sache: HackDeutschlandEcho, 9. Juli 2012 Verweis defekt, gelöscht oder zensiert!
  8. Die letzte Nachricht des Gründers: Er sprach von einer „deutschen Rechten“, aber es sind nur die Parteien gemeint] (deaktiviert)
  9. Ankündigung von Kommentarmoderation am 8. Dezember 2009, unter anderem auch Geständnis der Fokussierung auf Parteien.
  10. In eigener Sache: GR²uppen, Gesamtrechts, 28. Januar 2010
  11. Außerparlamentarische Rechte: GR²uppen werden zu re:conquista, Gesamtrechts, 25. August 2010