Wilders, Geert

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Geert Wilders

Geert Wilders (Lebensrune.png 6. September 1963 in Venlo, Provinz Limburg) ist ein niederländisch-jüdischer Politiker, Vorsitzender der Partij voor de Vrijheid („Partei für die Freiheit“) und seit 1998 Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft

Geert Wilders wurde am 6. September 1963 in Venlo in der Provinz Limburg geboren. Sein Vater war Forschungschef beim Kopiergerätehersteller Océ. Der Vater seiner Mutter, Johan Ordning, war Kolonialbeamter in Niederländisch Indien und war verheiratet mit Johanna Meijer, aus der bekannten und wohlhabenden indisch-jüdischen Familie Meijer. Die indische Minderheit war entschieden gegen die (meist islamischen) indonesischen Nationalisten und hat weit überwiegend die niederländischen Rechtsparteien unterstützt, insbesondere auch die NSB.[1] Johan Ordning war in den Nachkriegsjahren Lagerkommandant des Fortes Honswick, eines der niederländischen Konzentrationslager, wo niederländische SS-Mitglieder interniert und allerhand Grausamkeiten unterzogen wurden.

Ausbildung

In Venlo besuchte Wilders die Mittelschule und das Gymnasium. Nach dem Abitur ging er für einige Monate in den Nahen Osten, wo er in Israel in einer Brotfabrik arbeitete und Länder wie den Iran, Irak, Syrien, Ägypten und Jordanien besuchte. Er begann ein Jurastudium an der niederländischen Open University, das er mit einem Teildiplom abschloß.[2]

Wirken

Wilders bei einem Besuch in Israel mit opportuner Kopfbekleidung

1983–1984 absolvierte Wilders den Militärdienst. 1984–1986 war er Mitarbeiter des Krankenversicherungsrates, einer dem Minister für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport unterstellten Kontrollinstanz. 1986–1988 arbeitete er für den Sozialversicherungsrat. Entsetzt über die „Mitnahmementalität“ im Gesundheitswesen, wechselte Geert Wilders in die Politik und trat 1989 der liberal-konservativen Volkspartij voor Vrijheid en Democratie (VVD) bei. Als Referent für sozialwirtschaftliche Themen und als Redenschreiber war er 1990–1998 für die VVD-Parlamentsfraktion tätig. Als Mitglied der Ungarn-Arbeitsgruppe der VVD setzte er sich gegen einen EU-Beitritt der Slowakei und Rumäniens ein. 1996 in den Gemeinderat von Utrecht gewählt, bewarb er sich 1998 erfolgreich für ein VVD-Parlamentsmandat in der Zweiten Kammer der Generalstaaten (bestätigt 2002). Dort wandte sich der als begabter Rhetoriker geltende Wilders der Integrationspolitik zu und gehörte zu den ersten, der die Sorgen der Niederländer um ihr verlorenes Sicherheitsgefühl thematisierte. Bekannt für seine anti-islamistische Haltung, galt er in seiner Partei jedoch lange als belächelter Außenseiter.

Im September 2004 verließ Geert Wilders die VVD, weil diese als zweitgrößte Regierungspartei seine entschiedene Ablehnung von EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nicht teilte. Er bildete die Einmannfraktion Groep Wilders (Gruppe Wilders) und warb für die Ablehnung des EU-Verfassungsvertrags, über die im Juni 2005 – negativ – abgestimmt wurde. Wilders forderte, die Einwanderung in die Niederlande strikter zu beschränken, den Bau weiterer Moscheen im Land zu verbieten und das „faschistische Buch“ Koran in den Niederlanden zu verbieten, das er mit Adolf HitlersMein Kampf“ verglich.[3]

Nach dem Mord an dem Regisseur und Filmemacher Theo van Gogh im November 2004 vorgeblich durch einen Mohammedaner namens Mohammed Bouyeri wurde Wilders wegen angeblichen Anschlagsplänen rund um die Uhr bewacht und schlief in einer Kaserne. Er übernahm die Rolle des im Wahlkampf 2002 ermordeten Pim Fortuyn als Anwalt der Unzufriedenen. Fortuyn hatte mit islamkritischen Äußerungen und Skepsis gegenüber der multikulturellen Gesellschaft für Furore gesorgt. Seine Liste Fortuyn war nach seinem Tod auf Anhieb mit 26 Sitzen zweitstärkste Kraft im Parlament geworden, hatte sich aber 2007 aufgelöst.

Anfang 2006 gründete Wilders die Partij voor de Vrijheid (PVV), die bei den niederländischen Parlamentswahlen im November 2006 auf Anhieb 5,9 Prozent der Stimmen und neun der 150 Parlamentssitze erhielt.

Die Ankündigung eines islamkritischen Kurzfilms von Wilders beschäftigte 2008 bereits im Vorfeld monatelang die Medien und veranlaßte die Regierung zu einer Distanzierung und polizeilichen Vorsichtsmaßnahmen aus Angst vor Ausschreitungen. Da kein niederländischer Fernsehsender Wilders Kurzfilm „Fitna“ (Zwietracht) zeigen wollte und auch die Ausstrahlung als Parteispot scheiterte, veröffentlichte er die fünfzehnminütige Collage, in der er angeblichen mohammedanischen „Terror“ in direkten Zusammenhang mit Textstellen aus dem Koran brachte, am 27. März 2008 im Weltnetz. Der Film löste eine politisch korrekte Debatte um Meinungsfreiheit und Rechtsstaat aus. Es wurde Strafanzeige gegen Geert Wilders wegen „Volksverhetzung“ gestellt, aber auch wegen Urheberrechtsverletzungen, weil er ohne Genehmigung Zeichnungen des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard verwendet hatte, dessen Mohammed-Zeichnungen weltweit für Aufruhr gesorgt hatten. Mehr als sein Film erregte im Februar 2009 Wilders Einreiseverbot der britischen Regierung die Aufmerksamkeit der Medien, die seinen Film als rassistisch einstufte und eine Vorführung im britischen Parlament verhindern wollte.

Am 14. Dezember 2008 hielt er in Jerusalem ein Rede mit unter anderem folgendem Inhalt:

  • Es ist mir eine Ehre, in dieser schönen Stadt zu sein, die Hauptstadt der einzigen Demokratie im Nahen Osten. Als Jugendlicher habe ich ein paar Jahre hier in dieser Stadt gelebt und danach habe ich Israel öfter besucht, als ich zählen kann. Israel: das einzige Land in der Region mit einem funktionierenden Parlament, mit einem Rechtsstaat und freien Wahlen. Das einzige Land in der Region, das die Werte unserer westlichen Gesellschaft teilt und tatsächlich eine der Grundfesten unserer jüdisch-christlichen Identität ist.
  • Wir tragen Jerusalem alle in unserem Blut, in unseren Genen. Wir alle leben und atmen Jerusalem. Wir sprechen Jerusalem, wir träumen Jerusalem. Einfach, weil die Werte des alten Israels zu den Werten des Westens geworden sind. Wir alle sind Israel und Israel ist in uns allen. Diese Stadt ist die Hauptstadt einer bedrohten Demokratie. Israel befindet sich in einem Belagerungszustand, so wie sich die jüdische Gemeinschaft im Land Israel jetzt seit über einem Jahrhundert unter einer Belagerung befindet. Israel mit all seinem Ruhm und Glanz ist einzigartig und findet in der Geschichte keines gleichen.[4]

In einem Interview betonte Wilders, er habe nichts gegen Mohammedaner, nur gegen die „totalitäre islamische Ideologie“, die mit Kommunismus und Faschismus eher zu vergleichen sei als mit Religionen.[5] Er gab dem „Spiegel“ einen Dialog, indem er betonte, daß für ihn der Islam „eine Gesellschaftsvision, die vom Erbrecht bis zum Strafrecht alle zwischenmenschlichen Dinge regelt“ ist, und daß es damit eine Gefahr für die „westlichen“ Werte sei.[6] Gesprächseinladungen von moslemischen Verbänden lehnte er stets ab.

Bei der Wahl zum EU-Parlament im Juni 2009 erzielte Geert Wilders „Partei der Freiheit“ (PVV) einen Sensationserfolg von 16,9 Prozent und wurde damit zweitstärkste niederländische Partei hinter den Christdemokraten. Aus Protest gegen die EU lehnte Wilders jedoch seinen bei der EU-Wahl gewonnenen Sitz ab.[7]

In Amsterdam begann am 20. Januar 2010 ein Prozeß gegen Wilders. Ihm wurde „Diskriminierung von Muslimen und nicht-westlichen Immigranten“ vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung hätten Wilders bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe gedroht.

Bei den Kommunalwahlen am 4. März 2010 in den Niederlanden zeichnete sich ein Wahlsieg für die Partei von Geert Wilders ab – bis zu 30 Prozent der Stimmen. Bei der Parlamentswahl am 9. Juni 2010 erreichte seine Partei 24 Sitze und wurde damit drittstärkste Kraft noch vor den bislang regierenden Christdemokraten.[8]

Im März 2014 veröffentlichte der in den Niederlanden lebende libanesischstämmige Rapper Hozny ein Musikvideo, in dem die Ermordung Wilders' gespielt wird.[9]

Politische Positionen

10-Punkte-Plan zum Stopp der Islamisierung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

1. Lasst uns mit dem Kultur-Relativismus aufhören. Wir brauchen einen Artikel in unseren Verfassungen, in dem unsere jüdisch-christliche, humanistische Kultur festgeschrieben wird.

2. Lasst uns die politisch korrekte, aber falsche Vorstellung aufgeben, dass der Islam eine Religion sei. Islam ist keine Religion, sondern eine totalitäre Ideologie. Mit anderen Worten: Das Recht auf Religionsfreiheit sollte nicht mehr auf den Islam angewendet werden.

3. Lasst uns endlich Al-Hijra stoppen, die moderne islamische Eroberungsstrategie durch Masseneinwanderung und Bevölkerungsvermehrung.

4. Lasst uns für eine freiwillige Rückführung von Muslimem in ihre Heimatländer einsetzen.

5. Wir müssen kriminelle Ausländer und Kriminelle mit doppelter Staatsbürgerschaft ausweisen, ihnen unsere Staatsbürgerschaft entziehen und in ihre arabischen Heimatländer zurückschicken. Das sollte auch für diejenigen gelten, die zum gewaltsamen Jihad aufrufen.

6. Wir brauchen eine Gesetzesänderung, die die Interessen und Werte der europäischen Völker benennt und die Meinungsfreiheit stärkt.

7. Alle, die einer nicht-westlichen Minorität angehören, sollten einen rechtlich bindenden Vertrag unterschreiben müssen, der sie zur vollständigen Integration im Sinne von Assimiliation (kultureller Anpassung) verpflichtet.

8. In allen westlichen Ländern müssen wir einen bindenden Treue-Eid einführen.

9. Stoppt den Bau neuer Moscheen. Solange keine Kirchen oder Synagogen in Ländern wie Saudi-Arabien gebaut werden dürfen, werden wir nicht eine einzige neue Moschee in unseren westlichen Ländern genehmigen. Schließt alle Moscheen, in denen zu Gewalt aufgerufen wird. Schließt alle islamischen Schulen, denn sie sind nichts anderes als faschistische Institutionen. Kleine Kinder sollten nicht mit einer Ideologie von Hass und Gewalt aufwachsen.

10. Stürzt all die schwachen Politiker, von denen wir uns momentan regieren lassen. Wir haben das Recht, in einer Demokratie zu leben. Lasst uns dieses Privileg nutzen und Feiglinge durch Politiker mit Mut und Rückgrat ersetzen.


Deutschfeindlichkeit

Wilders soll eine Aversion gegenüber den Deutschen besitzen, die er womöglich von seinem Vater, der die deutsche Besatzungszeit während des Zweiten Weltkrieges miterlebte, übernommen hat. Im Gegensatz zu den polnischen Kaczynski-Brüdern macht er diese Haltung jedoch nicht in der Öffentlichkeit deutlich.

So berichtete die FAZ in einer Meldung vom 27. Oktober 2010 unter der Überschrift „Geert Wilders: Merkel hat recht“, daß dieser den deutschfeindlichen Kurs der BRD-Blockparteien und speziell der CDU begrüßt.[10]

Werke

2008: Kurzfilm Fitna

Auszeichnungen

2007: Politiker des Jahres

Familie

Geert Wilders ist seit 1992 in zweiter Ehe mit der ungarischen Ex-Diplomatin Krisztina verheiratet, die für einen multinationalen US-Konzern arbeitet. Seine blondierte, nach hinten gekämmte Frisur trug ihm den Spitznamen „Mozart“ ein. Seine Freizeitbeschäftigungen sind Lesen und Schreiben.

Zitate

über Wilders

  • „Über die PI-Galionsfigur braucht man wohl nicht viele Worte zu verlieren. Ein Speichellecker Zions, der alles ist, aber nicht unser Freund und Verbündeter.“ – Kommentator bei Altermedia[11]
  • „Treulos gegenüber seinem eigenen Standpunkt, ist der Liberale ebenso unfähig wie unwillig, seine eigenen Grundlagen zu verteidigen. [...] Ein fälschlich ›rechts‹ einsortierter Liberaler wie Geerd Wilders, der für den Liberalismus bereit ist, sein Leben zu riskieren, ist nicht nur eine seltene Ausnahme; er wird auch noch von seinesgleichen als ›Faschist‹ und ›Extremist‹ geächtet, wodurch eben jenen antiliberalen Kräften in die Hände gespielt wird, die sich unter dem Deckmantel der ›Taqiyya‹ in die mafiotischen ›Nutznießer des Liberalismus‹ eingereiht haben.“Martin Lichtmesz[12]

von Wilders

  • „Ich akzeptiere nicht, daß Senioren zahlen müssen für nutzlose Forderungen aus Brüssel.“

Filmbeitrag

PEGIDA: 13. April 2015, Eröffnungsrede und Geert Wilders. Teil 1:

Verweise

Fußnoten

  1. Lizzy van Leeuwen: Wreker van zijn indische grootouders. De politieke roots van Geert Wilders. In: De Groene Amsterdammer vom 2. September 2009
  2. Internationales Biographisches Archiv 44/2009 vom 27. Oktober 2009 (ff)
  3. vgl. SPIEGEL, 8. August 2007
  4. PI News: Rede von Geert Wilders in Jerusalem. (15. Dezember 2008)
  5. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2009
  6. vgl. SPIEGEL 14/2008, 31. März 2008: Ich hasse diese Ideologie.
  7. Neue Zürcher Zeitung, 29. Juli 2009: Der Shootingstar der niederländischen Politszene
  8. Junge Freiheit: Triumph für Islamkritiker Geert Wilders, 10. Juni 2010
  9. http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/rap-video-mit-wilders-hinrichtung-sorgt-fuer-empoerung/
  10. FAZ, 27. Oktober 2010
  11. Altermedia: Ein politikfähiger Rechter aus linker Sicht (9. August 2010)
  12. Martin Lichtmesz: Nachwort, in: Armin Mohler: Gegen die Liberalen. [= Reihe Kaplaken, Bd. 21] Edition Antaios, Schnellroda ³2013, ISBN 978-3-935063-91-3, S. 80
  13. Junge Freiheit, 24/16, S. 5
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