Püschel, Hans

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Hans Püschel

Hans Püschel (Lebensrune.png 8. Oktober 1948 in Weißenfels) ist ein deutscher Bürgermeister in Krauschwitz (Burgenlandkreis) in Sachsen-Anhalt. Der ehrenamtlich tätige Bürgermeister Püschel wurde erstmals 1990 und zum zweiten Mal am 13. Mai 2001 gewählt. Darüber hinaus war er eines der Gründungsmitglieder der SPD in Sachsen-Anhalt. Im Dezember 2010 trat er aus der SPD aus und kandidierte als Direktkandidat zur Landtagswahl 2011 für die NPD. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.

Leben

Püschel war von 1990 bis 1994 hauptamtlicher Bürgermeister von Krauschwitz und Kreisvorsitzender der SPD. Im Jahr 2001 wurde er wiedergewählt.

Bundesweit bekannt wurde Püschel, als er im November 2010 nach einem Besuch des Bundesparteitages der NPD in Hohenmölsen in einem Leserbrief an die Mitteldeutsche Zeitung seinen positiven Eindruck schilderte. Zwar wurde der Text in dem Blatt nicht veröffentlicht, allerdings gelangte er an die KOMPAKT-Nachrichten, die ihn in voller Länge zitierten. Anfang Dezember 2010 wurde ein Parteiausschlußverfahren gegen Püschel eingeleitet. Am 21. Dezember verließ er die SPD und trat für die NPD als Direktkandidat zur Landtagswahl 2011 an. Am 20. Januar 2011 wurde Püschel aus dem Gemeindekirchenrat seiner Kirchgemeinde Teuchern ausgeschlossen.

Gesellschaftliche Ächtung durch das BRD-System

Anfang 2011 wurde Püschel aufgrund seiner unliebsamen politischen Äußerungen sowie seines Antrittes als Parteiloser für die NPD zu den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit dem Entzug seines kirchlichen Ehrenamtes als Gemeindekirchenrat sanktioniert. „Rechtsextremismus, Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus seien mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar[1] äußerte die sich auf den entschieden antijüdisch gesinnten Martin Luther berufende Organisation.

Der Versuch,[2] ihn als Ortsbürgermeister des Amtes zu entheben, scheiterte vorerst.[3] Nachdem seine Weltnetzseite durch die Staatsanwaltschaft geschlossen worden war[4], ist er nun wieder im Weltnetz vertreten. Außerdem fand auch eine Hausdurchsuchung bei ihm statt, während der sein Computer beschlagnahmt wurde.[5] Im September 2013 urteilte das Verwaltungsgericht Magdeburg, daß Püschels Amtsenthebung im Mai 2013 rechtmäßig erfolgte.[6]

Im März 2016 erstattete der Landrat des Burgenlandkreises Götz Ulrich Anzeige gegen Püschel, seine Netzseite ist seitdem nicht mehr erreichbar.[7] Die Aussagen Püschels im Kreistag wurden in der Lokalpresse negativ kommentiert.[8]

Nach dem Püschel in zwei Instanzen wegen Volksverhetzung schuldig gesprochen wurde, sprach das Oberlandesgericht Naumburg Püschel im August 2016 letztinstanzlich von diesem Vorwurf frei.[9] Die Vertreter des Systems reagierten mit großem Entsetzen auf Püschels Freispruch.

Zitate

  • „Wenn ich Nazi bin, nur weil ich mit Leib und Seele für Deutschland einstehe, dann bin ich stolz, ein Nazi zu sein!“
  • „Ich war fast etwas enttäuscht: Beinahe wie auf einem SPD-Parteitag! Keine Springerstiefel, keine Schlägertypen. Und in den folgenden rund eineinhalb Stunden hab ich in den (allerdings manchmal zu lauten) Redebeiträgen kaum einen Satz gefunden, den ich nicht selbst hätte unterschreiben können! Diese Leute suchen offensichtlich auch nur nach Wegen, um Deutschland aus seiner kranken Situation heraus zu führen.“[10]

Lob für die NPD

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Spricht es für Demokratie, Weltoffenheit und Toleranz, wenn von allen öffentlichen Seiten auf eine unliebsame politische Gruppierung eingeschlagen wird? Da mir derartige Erscheinungen bereits vor 1990 nicht gefielen und ich mich dann automatisch mehr auf die Seite der Geschlagenen als der Schläger stelle, war es mir ein Bedürfnis, der Sache auf den Grund zu gehen und mich selbst zu überzeugen, was an den allseits Verteufelten so dran ist. Ich hab mich also am letzten Samstag in die Höhle des Löwen, ins Bürgerhaus nach Hohenmölsen begeben.

Da es leicht regnete, konnte ich unauffällig einen Schirm mit nehmen für den Fall, etwas Stabiles in der Hand haben zu müssen. Der Eingang war nicht passierbar mit dem Vermerk, die linken Demonstranten hätten die Eingangstür beschädigt. Über Nebeneingang und den Weg einer fünf Euro teuren Besucherkarte wurde ich eingelassen, hab an der Garderobe Mantel und „Bewaffnung“ abgelegt und mich in den ziemlich vollen Saal gedrängt. Zu meinem Erstaunen war der angefüllt mit Menschen, wie man sie an jedem anderen Ort auch begegnen kann. Viele junge Leute, Frauen, sogar Kinder. Ich war fast etwas enttäuscht: Beinahe wie auf einem SPD-Parteitag! Keine Springerstiefel, keine Schlägertypen. Und in den folgenden rund eineinhalb Stunden hab ich in den (allerdings manchmal zu lauten) Redebeiträgen kaum einen Satz gefunden, den ich nicht selbst hätte unterschreiben können! Diese Leute suchen offensichtlich auch nur nach Wegen, um Deutschland aus seiner kranken Situation heraus zu führen.

Dass Deutschland schwer krank ist in seiner Bevölkerungsentwicklung, bestreitet wohl ernsthaft niemand mehr und nach der Diskussion mit Franz Müntefering letzte Woche in Weißenfels zum Thema blieb bei mir auch nur die Gewißheit, daß selbst die “qualifizierte” Einwanderung nur eine Krücke für’s kranke Deutschland sein kann, aber keine Rettung vorm Rollstuhl oder Pflegebett bringt. Diese ‘rechten’ Leute sagen das allerdings sehr direkt und ungeschönt. Mehr Kinder braucht das Land und mehr Familienfreundlichkeit mit allen notwendigen Voraussetzungen! Da sind Leiharbeit, Niedriglohn, befristete Beschäftigung natürlich Gift. Übrigens wurde das unter “meiner” SPD-Regierung eingeführt, bzw. verstärkt! Aber gesunde Familien und Kindern gibt es nur in gesunden Verhältnissen. Wer in der Reihe derer, die das bunte Band durch Hohenmölsen anführten, hat selbst schon einmal unter solchen Bedingungen gelebt?

Unter Ministerpräsident Böhmer wurde in Sachsen-Anhalt eingeführt, daß Kinder von Arbeitslosen nur noch fünf Stunden in den Kitas betreut werden. Gerade wohl diejenigen, die der stärksten Förderung bedürften! Wer von ihnen hat schon mal an eine Betteltür klopfen müssen, weil er von seiner Vollzeitarbeit nicht leben kann? Die NPD spricht von Ehestandsdarlehen mit Teilerlaß bei Kinderzuwachs. Dies hab ich noch von DDR-Zeiten in angenehmer Erinnerung und es hatte wohl trotz Pillenknick mit anderen Maßnahmen im Verbund auch für eine gute Geburtenentwicklung gesorgt. So verlasse ich diesen Parteitag mit ziemlich gemischten Gefühlen.

Beim Gang zum Markt komme ich an einer Gruppe von Bereitschaftspolizisten vorüber und frage sie, wo es ihnen besser gefällt: in Hohenmölsen bei der NPD, oder in Gorleben bei manchen Chaoten? Na gut, antworten darf nur der Pressesprecher, aber ihr fröhliches Grinsen ist Antwort genug! NPD und DVU – undemokratisch sind sie? Wenn ich die 20 Jahre meiner Tätigkeit als Bürgermeister und Kommunalpolitiker rekapituliere, dann muß ich feststellen, daß unsere Demokratie wohl mehr Bürokratie geworden ist, nur noch ein formaler Ablauf. Dies kann ich täglich feststellen, in den Dingen meines Dorfes wie in denen des Landes und der Republik. In jedem Sachgebiet, mit dem ich mich befassen muß, merke ich, daß wohl das Volk am wenigsten regiert – schon eher die großen Finanz- und Wirtschaftsgruppen. Die Kleinen zahlen und die Großen kassieren selbst als Versager noch! Das kann ich jeden Tag neu in der Mitteldeutschen Zeitung lesen.

Wir sprechen diese Dinge manchmal in den Talkrunden vorsichtig an, aber es ändert sich nichts Merkbares. Ein der NPD nahestehender Bürgermeisterkandidat erhält knapp ein Viertel der Wählerstimmen?! Wir entrüsten uns, wundern uns? Oder im Grunde nicht? Die steigende Zahl von Nichtwählern sagt uns ja, daß immer weniger Menschen den Parteien der Mitte die Lösung ihrer Probleme zutrauen. Kann man es ihnen verübeln? Ich denke, wenn die (nur noch formale) Demokratie die existenziellen Probleme der Menschen und des Landes nicht löst, dann müssen es ja diejenigen versuchen, die eine vielleicht etwas andere Demokratie bzw. Volksherrschaft installieren wollen.

Das können dann auf Dauer auch keine bunten Stoffketten verhindern. Dazu müssen wir zuallererst ins Gespräch kommen, auch mit den Verteufelten. Scheinbar haben die gar nicht so schlechte Ideen. Zumindest wollen sie sich nicht mit dem Weg Deutschlands hin zum Altersheim abfinden – Ich auch nicht! Und ich hoffe, viele Andere ebenfalls nicht. Aber dazu bedarf es radikaler Änderungen, wenn es nicht zu spät sein soll, weit mehr als nur Rente mit 67 und erhöhter Einwanderung.

Ich hoffe, daß Sie es veröffentlichen und sich eine derartige Diskussion trauen!

Hans Püschel – SPD

Bürgermeister in Krauschwitz


Filmbeiträge

Der Volkslehrer im Gespräch mit Hans Püschel – Teil 1
Der Volkslehrer im Gespräch mit Hans Püschel – Teil 2

Siehe auch

Verweise

Offizielles
Aktuelles

Fußnoten