Francois, Hugo von

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Hugo von François

Hugo von Francois (Lebensrune.png 12. Mai 1861 in Reichenbach; Todesrune.png gefallen 13. März 1904 bei Owikokorero in Deutsch-Südwest) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee sowie der Schutztruppe und zudem ein Großgrundbesitzer im Schutzgebiet Deutsch-Südwest. Zuletzt war er Hauptmann, Militärkommandant und Südwester Reiter.

Leben

Lebensdaten[1]

Familie

Hugo von Francois war der Sohn des preußischen Generalmajors Bruno von Francois, der während des Deutsch-Französischen Krieges in der Schlacht bei Spichern fiel. Sein älterer Bruder Curt von François war wie er Offizier in Deutsch-Südwestafrika. Sein jüngerer Bruder Hermann von François war General der Infanterie im Ersten Weltkrieg.

Militärwerdegang

Von Francois diente bei der Preußischen Armee, wurde 1881 Leutnant im Magdeburgischen Infanterie-Regiment Nr. 26, später war er Adjutant des II. Bataillons, zuletzt war er (bis 1898) Hauptmann und Kompaniechef im Grenadier-Regiment „König Friedrich II.“ (3. Ostpreußisches) Nr. 4.

Ehe

Im Juni des Jahres 1892 heiratete er während eines kurzen Besuches in Deutschland Else Gödecke.

Abschied und Rückkehr

Hugo von François verließ Deutsch-Südwest im Jahr 1894, als sein Bruder Curt, Führer der „Francois-Truppe“, von Theodor Leutwein abgelöst wurde. Der Kompaniechef war ein Bewunderer von Paul Kayser, Direktor der Kolonialabteilung im Auswärtigen Amt, dem er anläßlich seines Abschiedes schrieb:

„Hochgeehrter Herr Geheimrat! Zu meinem großen Bedauern lese ich aus den Zeitungen, daß Sie [...] beabsichtigen, in den Ruhestand zu treten. Ich bedauere es nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern auch im Interesse der Verwaltung deutscher Kolonien, die Sie mit so großem Erfolg während langer Jahre leiteten [...]“

Er trat 1899 offiziell aus dem Militär aus und kehrte 1901 zu seiner Farm nach Otjihase im Schutzgebiet zurück. Beim Ausbruch des Hererokrieges im Jahre 1904 zog er sich mit seiner Familie am 12. Januar 1904 nach Groß-Windhuk zurück und trat der Schutztruppe bei, die sich kurz nach seinem Abschied 1894 formierte. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Versorgung der vielen Flüchtlinge unter den Ansiedlern, die in Windhuk Schutz suchten. Hierzu gehörte auch Helene von Falkenhausen mit ihren Kindern, deren Mann ermordet worden war.

Dienstgrad

Je nach Quelle erhielt Hauptmann a. D. Hugo von Francois bei seinem Beitritt den vorläufigen Dienstgrad Leutnant. Im „Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz“ wird er allerdings als „Hauptmann bei der Kaiserlichen Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika“ geführt.

Tod

Hauptmann von Francois fiel während des Hererokrieges als Militärkommandant von Windhuk in der Schlacht von Owikokorero.

Bildergalerie

Werke (Auswahl)

  • Nama und Damara – Deutsch-Süd-West-Afrika, Druck und Verlag von E. Baensch jun., Magdeburg 1896

Literatur

  • Friedrich Freiherr von Dincklage-Campe: Deutsche Reiter in Südwest. Selbsterlebnisse aus den Kämpfen in Deutsch-Südwestafrika (1908) (PDF-Datei)
  • Claus P. Stefanski: Von der ‚Francois-Truppe‘ zur Schutztruppe der Landeshauptmannschaft von Deutsch-Südwestafrika (1889-1895) – Ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Schutztruppen, in: „Zeitschrift für Heereskunde“, Ausgabe 429, Oktober/Dezember 2008

Fußnoten

  1. Fritz Emunds: Lebensdaten der auf dem Ehrenfelde Deutsch-Südwestafrikas gebliebenen Offiziere 1904-1907. Zum Gedenkblatt; 1907 (PDF-Datei)