Intelligenz

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Intelligenz (von lat. intellego [inter + lego, „dazwischen wählen“] = ich unterscheide, erkenne den Unterschied) ist eine vorzügliche Begabung mit Verstand, die zur geistigen Wahrnehmung befähigt und für gewöhnlich ausschließlich dem (geistig gesunden) Menschen zugesprochen wird, indem man insbesondere das Selbstbewußtsein, bzw. das Erkenntnisvermögen seiner Selbst, zur Voraussetzung von Intelligenz macht. Hieraus ergibt sich die Fähigkeit, abstrakt und vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten.

Alternativ könnte man auch (wie im lat. angedeutet) anschaulicher[1] sagen, daß Intelligenz das Unterscheidungsvermögen ist, in Situationen die richtige Entscheidung zu treffen. Da die richtige Entscheidung verschiedene Aspekte des Lebens betreffen kann, ist es naheliegend zwischen analytischer, intuitiver, emotionaler und sozialer Intelligenz zu unterscheiden. Jemand der z.B. ein technisches Problem zahlenmässig lösen kann, gibt ein Exempel von analytischer Intelligenz. Jemand, der in einem Durcheinander von Behauptungen/Vorkommnissen rasch eine Lösungsmöglichkeit sieht, hat intuitive Intelligenz. Jemand, der weiß, wie er mit einzelnen Menschen und Gefühlen umgehen muss, hat emotionale Intelligenz. Und jemand, der dasselbe mit Gruppen von Menschen kann, hat soziale Intelligenz.[2]

Weitere Aspekte

Der Begriff „Intelligenz“ wird des weiteren verwendet sowohl zur Bezeichnung einer sozialen Schicht (entweder als Gesamtheit der Intellektuellen oder als Schicht der wissenschaftlich Gebildeten) als auch als Fachbegriff der Psychologie und der Umgangssprache, mit dem im allgemeinen die kognitiven und psychischen Fähigkeiten eines Menschen bezeichnet werden. Gewisse Fähigkeiten der Intelligenz werden mit Intelligenztests gemessen, die oft auch als „IQ-Tests“ bezeichnet werden.

In der Psychologie besteht heutzutage breiter Konsens, daß sowohl Vererbung der Intelligenz als auch Umwelteinflüsse bei der Intelligenzentwicklung eine Rolle spielen.[3][4]

Zitate

  • „Auf Erhaltung des Individuums allein ist der Intellekt berechnet und in der Regel selbst hiezu nur nothdürftig ausreichend. Aber weislich ist die Natur mit Ertheilung eines größern Maaßes sehr karg gewesen: denn der beschränkte Kopf kann die wenigen und einfachen Verhältnisse, welche im Bereich seiner engen Wirkungssphäre liegen, mit viel größerer Leichtigkeit übersehn und die Hebel derselben handhaben, als der eminente, der eine ungleich größere und reichere Sphäre überblickt und mit langen Hebeln agirt, es könnte. So sieht das Insekt auf seinen Stängeln und Blättchen Alles mit minutiösester Genauigkeit und besser, als wir; wird aber nicht den Menschen gewahr, der drei Schritte davon steht. Hierauf beruht die Schlauheit der Dummen ... Für das praktische Leben ist das Genie so brauchbar, wie ein Stern-Teleskop im Theater.“Arthur Schopenhauer[5]

Siehe auch

Zimmer - Ist Intelligenz erblich.jpg

Literatur

  • Dieter E. Zimmer: Ist Intelligenz erblich? Eine Klarstellung, Rowohlt-Verlag, 2012, ISBN 978-3-49807-667-2
  • Andreas Vonderach: Sozialbiologie. Geschichte und Ergebnisse [= Berliner Schriften zur Ideologienkunde, Bd. 2], Institut für Staatspolitik, Schnellroda 2012, ISBN 978-3-939869-62-7 [Die umfangreiche „Kommentierte Bibliographie“ darin trägt lexikalischen Charakter] (Bestellmöglichkeit)
  • Volkmar Weiss:
    • Das IQ-Gen – verleugnet seit 2015: Eine bahnbrechende Entdeckung und ihre Feinde, Ares Verlag, Graz 2017, ISBN 978-3902732873 [160 S.]
    • Die Intelligenz und ihre Feinde: Aufstieg und Niedergang der Industriegesellschaft, Ares Verlag, Graz 2012, ISBN 978-3-902732-01-9 (Inhaltsbeschreibung)
  • Richard Lynn und Tatu Vanhanen: IQ and Global Inequality, 2006, ISBN 978-1593680244 [402 S.]
  • Jean Philippe Rushton und Helmuth Nyborg: Race and Sex Differences in Intelligence and Personality: A Tribute to Richard Lynn at 80, Ulster Institute for Social Research, 2013, ISBN 978-0957391338 [370 S.]
  • Richard Lynn: Race Differences in Intelligence, Washington Summit Publishers, 2nd Revised ed., 2015, ISBN 978-1593680190 [446 S.]

Verweise

Fußnoten

  1. Dies ist bildhafter und birgt die Substanz des Wortes, während die vorher benutzten Wörter, also Verstand, Geist, Bewusstsein, Erkenntnis etc. alles weniger gut vorstellbare Wörter sind. Insofern könnte man sogar sagen, dass diese alternative Definition fundierter und weniger „schwindelerregend“ wirkt.
  2. Wobei diese verschiedenen Intelligenzausdrücke einander oft gegenseitig nicht genügend Respekt entgegenbringen. Zudem ist es gelegentlich so, dass sich die verschiedenen Intelligenzarten gegenseitig stören, weil z.B. das richtige Gefühl in Konflikt zum Verstand gerät.
  3. J. Asendorpf: Psychologie der Persönlichkeit, 3. Aufl., Springer, Heidelberg (2004)
  4. M. Amelang / D. Bartussek: Differentielle Psychologie und Persönlichkeitsforschung, 5. Aufl., Kohlhammer, Stuttgart (2001)
  5. Von den wesentlichen Unvollkommenheiten des Intellekts, in: Die Welt als Wille und Vorstellung II 160 f.