Depp, Johnny

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Johnny Depp, April 2011

Johnny Depp (Lebensrune.png 9. Juni 1963 in Owensboro, Kentucky) ist ein vs-amerikanischer Schauspieler und Musiker von deutsch-irisch-französisch-indianischer Abstammung. Depp gehört zu den bekanntesten und reichsten Charakterschauspielern Hollywoods und ist vor allem durch sein Rolle als trunksüchtiger Pirat Jack Sparrow aus den „Fluch-der-Karibik-Filmen“ bekannt. Zudem drehte er insgesamt 9 Filme mit dem Regisseurn Tim Burton und betätigte sich in hin und wieder als Produzent und Regisseur.

Werdegang

Herkunft

Der Ahnenforscher Nick Barratt hat Johnny Depps Familiennamen untersucht und kam zu dem Ergebnis, daß der Name auf einen hugenottischen Flüchtling namens Pierre Deppe zurückzuführen ist. Dieser habe sich 1714 in einer britischen Hugenottenkolonie in Amerika niedergelassen. Laut eigenen Angaben ist er ein Urenkel eines Cherokee- oder eines Creek-Indianers. Seine mütterliche Linie ist stark irisch geprägt. Zudem hat er auch deutsche Vorfahren.[1]

John (Johnny) Christopher Depp wurde am 9. Juni 1963 in Owensboro, Kentucky, als viertes Kind des Ingenieurs John Christopher Depp und seiner Frau Betty Sue Palmer geboren.[2] 1971 zog die Familie nach Miramar in Florida, wo der Vater einen Direktorenposten in der Stadtverwaltung antrat. Die Eltern ließen sich scheiden, als er 15 Jahre alt war. Depps älterer Halbbruder Daniel aus einer früheren Ehe der Mutter wurde als Drehbuch- und Krimiautor bekannt.

Ausbildung

Depp entwickelte sich zu einem ausgesprochenen Problemschüler, begann übermäßig zu trinken, hatte als Vierzehnjähriger schon Bekanntschaft mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Drogen gemacht und verließ mit 16 Jahren – ein Jahr nach der Scheidung seiner Eltern – ohne Abschluß die High School. Beständigkeit zeigte Depp jedoch in seiner Musikleidenschaft, die ihn nicht mehr losließ, seit er mit zwölf Jahren seine erste Elektrogitarre geschenkt bekam. Nach ersten Versuchen in Garagenbands trat er – noch minderjährig – mit Musikgruppen wie „The Flame“ und „The Kids“ in Musiklokalen auf, 1981 wurden „The Kids“ sogar als Vorgruppe für die Punkrockgruppe „Iggy Pop“ engagiert. Nebenher übernahm Depp immer wieder Gelegenheitsjobs.

Wirken

Depps erste Filmrolle war im Horrorfilm „A Nightmare on Elm Street“ (1984), in dem er den Freund der Heldin Nancy Thompson (Heather Langenkamp) und eines von Freddy Kruegers Opfern spielte. Nach einer Hauptrolle in der drittklassischen Komödie „Private Resort“ (1985) wurde Depp vom Regisseur des Films für die Hauptrolle im Drama Thrashin (1986) vorgeschlagen, aber die Entscheidung wurde später von seinem Produzenten außer Kraft gesetzt. Stattdessen trat Depp in einer Nebenrolle als Vietnamesisch sprechender Soldat in Oliver Stones Vietnam-Kriegsdrama Platoon (1986) auf.

Depp wurde durch die Hauptrolle in der Serie „21 Jump Street“ zu einem bekannten Jugendidol (Denglisch: Teeny-Idol) in den VSA. Trotz seines Erfolges fühlte Depp, daß die Serie ihn „in die Rolle eines Produkts zwang“. Er beschloß darauf hin nur in Filmen zu erscheinen, die er selbst für richtig und interessant halte.

Durch die Hauptrolle in Tim Burtons Spielfilm „Edward mit den Scherenhänden“ erhielt Depp derart gute Kritiken, daß er schnell in Hollywood fußfassen konnte. Sein wirklicher Durchbruch war hingegen erst die Rolle als Jack Sparrow im 2003 erschienen Film „Fluch der Karibik“.

1997 drehte Depp als Regisseur und Hauptdarsteller das Drama „The Brave“, welches von einem Indianer handelt, der die finanzielle Lage seiner Familie zum Besseren zu wenden versucht, in dem er sich in einem Snuff-Film töten lässt. Allerdings wird in dem Film nicht gezeigt, wie der Indianer zu Tode gefoltert wird, sondern wie er seine letzte Woche unter seelischen Leiden mit seiner Familie verbringt. Der Film fiel bei den Kritikern in den VSA durch, sodaß er seit 1997 nie wieder Regie geführt hat.

Politische Meinung

Auf dem „Glastonbury Festival“ 2017 fragte Depp während eines Auftritts mutmaßend in die Zuschauermenge: „Wann wurde zuletzt ein Präsident von einem Schauspieler ermordet?“ Er fügte im Anschluß noch an, daß er „nichts andeutet“. Der Kommentar schien sich auf John Wilkes Booth zu beziehen, den Schauspieler, der Abraham Lincoln ermordete. Am nächsten Tag entschuldigte sich Depp für diesen Kommentar und meinte: „Es ist nicht wie beabsichtigt herausgekommen, es steckt keine Bosheit dahinter. Ich habe nur versucht zu amüsieren und nicht jemandem zu schaden.“[3]

Familie

Depp war von 1983 bis 1985 mit Lori Allison verheiratet. Aus der Beziehung mit der französischen Sängerin und Schauspielerin Vanessa Paradis (1998–2012) stammen Tochter Lily-Rose Melody (geb. 1999) und Sohn Christopher, genannt Jack (geb. 2002). 2015 heiratete Depp die 23 Jahre jüngere Schauspielerin Amber Heard, die Scheidung erfolgte zwei Jahre später, nachdem seine Frau ihm häusliche Gewalt vorgeworfen hatte.[4] Depp hatte immer wieder auch mit Alkohol- und Drogenproblemen zu kämpfen. 2004 kaufte Depp eine Karibikinsel (Little Hall's Pond Cay, Bahamas), daneben gehörten ihm zahlreiche weitere Immobilien, Luxusautos, eine Gitarren- sowie eine Kunstsammlung. Im Februar 2017 wurde bekannt, daß Depp, der mit 48 Mio. US-Dollar Jahreseinkommen bislang zu den bestverdienendsten Schauspielern zählte, aufgrund seines extravaganten Lebensstils in Geldnöten steckte.

Filmverzeichnis

Darsteller
  • 1984: Nightmare – Mörderische Träume (A Nightmare on Elm Street)
  • 1985: Die Lady mit dem Colt (Lady Blue, Fernsehserie, Folge 1x04 Skalpell des Todes)
  • 1985: Die Superaufreißer (Private Resort)
  • 1986: Slow Burn (Fernsehfilm)
  • 1986: Platoon
  • 1987: Hotel (Fernsehserie, Folge 4x15 Unfinished Business)
  • 1987–1990: 21 Jump Street – Tatort Klassenzimmer (21 Jump Street, Fernsehserie, 80 Folgen)
  • 1990: Cry-Baby
  • 1990: Edward mit den Scherenhänden (Edward Scissorhands)
  • 1991: Freddy’s Finale – Nightmare on Elm Street 6 (Freddy’s Dead: The Final Nightmare)
  • 1993: Arizona Dream
  • 1993: Benny & Joon
  • 1993: Gilbert Grape – Irgendwo in Iowa (What’s Eating Gilbert Grape)
  • 1994: Ed Wood
  • 1995: Don Juan DeMarco
  • 1995: Dead Man
  • 1995: Gegen die Zeit (Nick of Time)
  • 1996: Cannes Man
  • 1997: Donnie Brasco
  • 1997: The Brave
  • 1998: Fear and Loathing in Las Vegas
  • 1998: L.A. Without a Map
  • 1999: Die neun Pforten (The Ninth Gate)
  • 1999: The Astronaut’s Wife – Das Böse hat ein neues Gesicht (The Astronaut’s Wife)
  • 1999: Sleepy Hollow
  • 1999: Die Beat Generation – Wie alles anfing (The Source)
  • 2000: In stürmischen Zeiten (The Man Who Cried)
  • 2000: Bevor es Nacht wird (Before Night Falls)
  • 2000: Chocolat – Ein kleiner Biss genügt (Chocolat)
  • 2001: Blow
  • 2001: From Hell
  • 2002: Lost in La Mancha
  • 2003: Fluch der Karibik (Pirates of the Caribbean: The Curse of the Black Pearl)
  • 2003: Irgendwann in Mexico (Once Upon a Time in Mexico)
  • 2004: Das geheime Fenster (Secret Window)
  • 2004: Happy End mit Hindernissen (Ils se marièrent et eurent beaucoup d’enfants)
  • 2004: Wenn Träume fliegen lernen (Finding Neverland)
  • 2004: The Libertine
  • 2005: Charlie und die Schokoladenfabrik (Charlie and the Chocolate Factory)
  • 2005: Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche (Tim Burton’s Corpse Bride, Stimme)
  • 2006: Wunder der Tiefe 3D (Deep Sea 3D, Stimme)
  • 2006: Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2 (Pirates of the Caribbean: Dead Man’s Chest)
  • 2007: Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt (Pirates of the Caribbean: At World’s End)
  • 2007: Joe Strummer: The Future Is Unwritten (Dokumentation)
  • 2007: Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street (Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street)
  • 2009: Public Enemies
  • 2009: Das Kabinett des Doktor Parnassus (The Imaginarium of Dr. Parnassus)
  • 2010: The Doors: When You’re Strange (When You’re Strange, Stimme)
  • 2010: Alice im Wunderland (Alice in Wonderland)
  • 2010: The Tourist
  • 2011: Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten (Pirates of the Caribbean: On Stranger Tides)
  • 2011: The Rum Diary
  • 2011: Jack und Jill (Jack and Jill)
  • 2012: 21 Jump Street
  • 2012: Dark Shadows
  • 2013: Lone Ranger (The Lone Ranger)
  • 2013: Lucky Them – Auf der Suche nach Matthew Smith (Lucky Them)
  • 2014: Transcendence
  • 2014: Tusk
  • 2014: Into the Woods
  • 2015: Mortdecai – Der Teilzeitgauner (Mortdecai)
  • 2015: Black Mass
  • 2016: Yoga Hosers
  • 2016: Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln (Alice Through the Looking Glass)
  • 2016: Donald Trumps Kunst des Erfolges – Der Film (Donald Trump’s The Art of the Deal: The Movie)
  • 2016: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Fantastic Beasts and Where to Find Them)
  • 2017: Pirates of the Caribbean: Salazars Rache (Pirates of the Caribbean: Dead Men Tell No Tales)
  • 2017: Mord im Orient-Express (Murder on the Orient Express)
  • 2018: Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen
Regisseur
  • 1992: Stuff (Fernseh-Kurzfilm)
  • 1997: The Brave
Drehbuchautor
  • 1997: The Brave
Produzent
  • 2011: Hugo Cabret (Hugo)
  • 2011: The Rum Diary
  • 2012: Dark Shadows
  • 2015: Mortdecai – Der Teilzeitgauner (Mortdecai)
Synchronsprecher
  • 2011: Rango

Fußnoten