Judaika

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Zeitgenössisches Buch aus dem Judaika-Regal

Mit dem Sammelbegriff Judaika (Mehrzahl, wörtl. „Jüdisches“ aus lat. iudaicus, -a, -um „jüdisch, zu Juda gehörig“, die Einzahl Judaikum ist ungebräuchlich) werden handschriftliche und gedruckte literarische Erzeugnisse aller Sprachen und jeglicher Autorenschaft bezeichnet, die sich mit jüdischen Themen beschäftigen.[1] In einem weiteren Sinn gehören dazu auch Formen wie Film und Multimedia gleichen Gegenstands. Der Sammelbegriff wird zudem verwendet für jüdische, meist antiquarische Gegenstände (z. B. rituelle Gerätschaften).

Im Unterschied zu Judaika versteht man unter Hebraika Literatur in hebräischer Sprache oder mit hebräischen Lettern geschrieben (z. B. Aramäisch oder Jiddisch). Judaika werden über den Inhalt definiert (Judentum), Hebraika über die Form (Sprache).

Ein Großteil der in der Westlichen Welt hergestellten Judaika entspringt zeitgenössischen judäozentristischen Anschauungen und belegt diese. Zu den Judaika gehören vor allem judäophil-parteiliche Erzeugnisse des Films, der Sachliteratur und des Feuilletons, die thematisch um Erfahrungen von Juden unter fremden Völkern kreisen (insbesondere „Antisemitismus“-Anklagen). Judengegnerische Schriften fallen ebenfalls unter Judaika, werden jedoch häufig als Antijudaika o. ä. klassifiziert, um die Gegnerschaft herauszustellen.[2][3]

Beispiele

  • In den „Jüdischen Altertümern“ („Antiquitates Judaicae“) beschreibt Flavius Josephus (ca. 37 – ca. 100) damals im Umlauf befindliche Sagen und Erzählungen zur Geschichte des jüdischen Volkes, orientiert am Alten Testament.
  • Als religiös geltende jüdische Literatur: Talmud, Schulchan Aruch, Halacha, Mischna, Haggada
  • Zusammenstellungen wie die Encyclopaedia Judaica und die Jewish Encyclopedia
  • Hervorbringungen mit wissenschaftlichem oder künstlerischem Anspruch, die sich auf Erzählungen über die Geschichte und Mythologie des jüdischen Volkes und seiner Angehörigen beziehen, zum Beispiel in neuer Zeit Filme wie Schindlers Liste oder Netzpräsenzen mit dem genannten thematischen Bezug
  • Sprachkundliche Werke und Grammatiken des Hebräischen, Jiddischen, Aramäischen etc.

Literatur

  • Wolfgang Benz: Deutsche Juden im 20. Jahrhundert - Eine Geschichte in Porträts (2011) Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  • Benjamin Garland: Merchants of Sin, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2017, ISBN 978-1548620172 [Dokumentation der Rolle jüdischer Akteure beim kulturmarxistischen Abriß der VSA und der dortigen Degeneration seit dem 20. Jahrhundert]
Jüdische Autoren
  • David Korn: Wer ist wer im Judentum? Lexikon der jüdischen Prominenz. Ihre Herkunft. Ihr Leben. Ihr Einfluß. 2 Bde. (1999 und 2003)
  • Israel Shahak: Jüdische Geschichte, Jüdische Religion. Der Einfluß von 3000 Jahren (1998)
  • Shlomo Sand: Die Erfindung des jüdischen Volkes - Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand (2011)
  • Israel Finkelstein/Neil A. Silberman: Keine Posaunen vor Jericho - Die archäologische Wahrheit über die Bibel (2004)
  • Gilad Atzmon: Der wandernde - Wer? Eine Studie jüdischer Identitätspolitik (2012)

Siehe auch

Fußnoten

  1. Vgl. lat. philologica „Philologisches“, archaeologica „Archäologisches“, epigraphica „Inschriftliches, Epigraphisches“, biblica „Biblisches“, ecclestica „Kirchliches“
  2. Vgl. die Schlagwortsuche in Buchkatalogen: antijudaica, antiiudiaca in dieser noch stärker latinisierenden Schreibung v.a. kirchliche antijüdische Schriften, antisemitica
  3. An sich ist der Begriff Judaika wertneutral und setzt keinerlei Zu- oder Abneigung voraus. Soll Zuneigung betont werden, bieten sich Philosemitica oder Judaeomanica als entsprechende Sammelbegriffe an.